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Die Philosophen Rousseau und Hobbes im Vergleich. Die Entäußerung des Bürgers auf dem Weg zur Freiheit

Título: Die Philosophen Rousseau und Hobbes im Vergleich. Die Entäußerung des Bürgers auf dem Weg zur Freiheit

Trabajo Escrito , 2008 , 13 Páginas

Autor:in: Julian Schütz (Autor)

Filosofía - Filosofía de los siglos XVII y XVIII
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Jean Jacques Rousseau schuf mit seinem 1758 veröffentlichten politikphilosophischen Hauptwerk vom "Gesellschaftsvertrag oder den Grundsätzen des Staatsrechts" ein utopisch-revolutionäres Modell vom Menschen in der Gesellschaft.
Die Besonderheit liegt in der Begründung gerechter Herrschaftsverhältnisse, gegründet auf den bürgerlichen Gemeinwillen. Galt noch vor Beginn des Zeitalters der Aufklärung die Berufung auf eine letzte Begründungsinstanz, allen voran der omnipotente Gott oder die Natur, so geht mit Beginn der Moderne die Auffassung einher, dass nur die vertragliche Einigung aufgeklärter Individuen eine gerechte Legitimationsbasis besitzt.

Rousseaus empathischer Freiheitsbegriff ist als Sinnbild einer ganzen Epoche zu betrachten. Das zunehmend aufgeklärte Bürgertum begann individuell zu reflektieren, und oktroyierte Lebensweisen in Frage zu stellen.
Doch ist Rousseau nicht nur als Fürsprecher seiner Generation zu verstehen. Mit seinem Gesellschaftsvertrag, welcher als Leitmotiv seiner politischen Philosophie sowie der vorliegenden Seminararbeit zu betrachten ist, bringt er die Vormoderne gegen die Moderne in Stellung und überwirft sich so mit vielen Prominenten seiner Zeit. Selbst Nietzsche erklärt Rousseau zum "ersten modernen Menschen".

Inspiriert durch die 1749 von der Akademie von Dijon gestellten Preisfrage, die da lautet, ob denn die Wissenschaft und Entfaltung der Künste zur gesellschaftlichen Bereicherung und Lebenssteigerung beigetragen habe, widerspricht Rousseau vehement.
Das Telos der neuzeitlichen Philosophie besteht nicht mehr aus der Untersuchung von guter und schlechter Herrschaft, sondern zielt vielmehr auf die Rechtmäßigkeit von Staat und Gesellschaft ab. Der eigentlichen Beschäftigung der politischen Philosophie der Neuzeit obliegt der kritische Diskurs um Legitimation von Herrschaft generell.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vormoderne oder Moderne? - Eine Einleitung

2. Der Kontraktualismus der Neuzeit

3. Die menschlichen Natur im Naturzustand

3.1 unter Rousseau

3.2 unter Hobbes

4. Die Vertragstheorie des Jean Jacques Rousseau: ´populus est rex´

4.1 voluntè gènèrale

4.2 contrat social

5. Die Vertragstheorie des Thomas Hobbes: ´rex est populus´

5.1 Von der Anarchie zum Staat: die Erschaffung des Leviathan

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert und vergleicht die unterschiedlichen Vertragstheorien von Jean-Jacques Rousseau und Thomas Hobbes, um aufzuzeigen, wie diese das Verhältnis zwischen Individuum, Gesellschaft und staatlicher Herrschaft legitimieren. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie der Übergang vom Naturzustand in den staatlichen Zustand jeweils begründet wird.

  • Kontraktualistische Vertragstheorien der Neuzeit
  • Vergleichende Anthropologie: Rousseau versus Hobbes
  • Die Rolle von Volkssouveränität und Gemeinwillen bei Rousseau
  • Staatliche Herrschaftsbegründung durch den Leviathan bei Hobbes
  • Unterschiedliche Ansätze zur Überwindung des Naturzustands

Auszug aus dem Buch

Die menschlichen Natur im Naturzustand

„Vor dem Hintergrund seines Verständnisses von Natur als des Inbegriffes alles Positiven und Göttlichen, das sich freilich nicht der diskursiven Erkenntnis, sondern nur dem Gefühl erschließt, hat Rousseau seine Anthropologie entwickelt, aus der sich wiederum der Kern seines Denkens, die politische Theorie, ergibt.“ Erst durch den fortschreitenden Prozess der Vergesellschaftung entwickelt der Mensch negative Eigenschaften. Durch die unmittelbare Konfrontation mit seinesgleichen, beginnt er sich selbst zu reflektieren. Die Konsequenzen sind bekannt: Eitelkeit, Misstrauen und Rachsucht bestimmen zum Großteil seinen Alltag. „Die Selbstliebe (amour de soi) verliert ihre Naivität und wird zur Eigenliebe (amour propre).“

Beiden Theoretiker teilen die Annahme, dass das genuin Menschliche, also das was sein Wesen als solches erst ausmacht, sich nur im Zusammenleben in der Gemeinschaft entwickeln kann. Diese Vorstellung vom Erreichen der Eudamonia ist nicht neu. Der Ausspruch des zoon politikon wurde bereits im antiken Griechenland durch Aristoteles geprägt. Vereinzelung kann demnach nicht zur Glückseligkeit führen.

Solange der Mensch im Naturzustand verweilt, wird er von seiner individuellen Freiheit nicht Gebrauch machen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vormoderne oder Moderne? - Eine Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, wie moderne Herrschaftsverhältnisse jenseits religiöser oder natürlicher Instanzen durch vertragliche Einigung legitimiert werden.

2. Der Kontraktualismus der Neuzeit: Das Kapitel definiert den Kontraktualismus als Modell, bei dem freie Individuen durch Selbstbeschränkung Herrschaft legitimieren, um Naturzustandsprobleme zu lösen.

3. Die menschlichen Natur im Naturzustand: Es wird die anthropologische Grundlage für beide Philosophen erarbeitet, wobei Rousseau den Naturzustand positiver bewertet als der von permanenter Furcht geprägte Zustand bei Hobbes.

4. Die Vertragstheorie des Jean Jacques Rousseau: ´populus est rex´: Dieses Kapitel erläutert, wie durch den contrat social und den Gemeinwillen (volonté générale) ein republikanisches System der Volkssouveränität entsteht.

5. Die Vertragstheorie des Thomas Hobbes: ´rex est populus´: Hier wird analysiert, wie die Menschen bei Hobbes ihre Freiheit auf einen Souverän, den Leviathan, übertragen, um Anarchie durch staatliche Zwangsgewalt zu ersetzen.

6. Fazit: Das Fazit stellt die gegensätzlichen Ansätze – moralische Selbstdisziplinierung bei Rousseau versus rein institutionelle Ordnung bei Hobbes – zusammenfassend gegenüber.

Schlüsselwörter

Kontraktualismus, Vertragstheorie, Jean-Jacques Rousseau, Thomas Hobbes, Naturzustand, Volkssouveränität, Allgemeinwille, Leviathan, Herrschaftslegitimation, Gesellschaftsvertrag, Anthropologie, politische Philosophie, Aufklärung, Freiheit, Anarchie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die vertragstheoretischen Ansätze von Rousseau und Hobbes und vergleicht, wie beide Philosophen den Übergang vom Naturzustand in den staatlich geordneten Zustand begründen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Anthropologie des Naturzustands, die Konzepte des Gesellschaftsvertrags sowie die verschiedenen Arten der Legitimierung politischer Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine objektive Gegenüberstellung der konträren Gesellschaftskonstruktionen beider Denker, statt nur die "bessere" Theorie zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikphilosophische Analyse und eine vergleichende Literaturdiskussion der Primär- und Sekundärquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der menschlichen Natur, die Theorie des Gemeinwillens bei Rousseau sowie die Etablierung des Leviathans bei Hobbes.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie "Volonté générale", "Leviathan", "Kontraktualismus", "Naturzustand" und "Souveränität".

Warum bewertet Rousseau den Naturzustand anders als Hobbes?

Für Rousseau ist der Naturmensch ursprünglich positiv gestimmt, während bei Hobbes der Naturzustand ein "Krieg aller gegen alle" ist, der von Angst und Misstrauen geprägt wird.

Inwiefern unterscheiden sich die beiden Vertragskonzepte in ihrer praktischen Umsetzung?

Während bei Rousseau das Volk im Gemeinwillen souverän bleibt, sieht Hobbes eine vollständige Übertragung der individuellen Rechte auf einen absolutistischen Souverän vor.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Philosophen Rousseau und Hobbes im Vergleich. Die Entäußerung des Bürgers auf dem Weg zur Freiheit
Universidad
University of Heidelberg
Autor
Julian Schütz (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
13
No. de catálogo
V305440
ISBN (Ebook)
9783668035485
ISBN (Libro)
9783668035492
Idioma
Alemán
Etiqueta
philosophen rousseau hobbes vergleich entäußerung bürgers freiheit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julian Schütz (Autor), 2008, Die Philosophen Rousseau und Hobbes im Vergleich. Die Entäußerung des Bürgers auf dem Weg zur Freiheit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305440
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