Wer hat die Wahl? Die Jugendlichen, die sich in einer Phase befinden, in der man noch nicht erwachsen und trotzdem kein Kind mehr ist? Oder die Erwachsenen, die diese Phase überwunden haben und nun reich an Erfahrungen versuchen, ihre Fehler der nachfolgenden Generation zu ersparen; wohl wissentlich, dass Alle ihre eigenen Fehler machen müssen?
Wahl ist immer ein Stück Identitätsfindung. Und das in allen Lebensbereichen. Sowohl im politischen Raum durch die Beteiligung an Jugendstadtrats- und Kommunalwahlen, in der Wahl des Berufwegs durch Schule, Ausbildung und/oder Studium als auch in der privaten Sphäre, z.B. durch die erste Liebe oder die Wahl von Freizeitstilen. Für keine andere Gruppe der Gesellschaft spielt demnach das Thema ‚Wahl’ eine so große Rolle, wie für die Jugendlichen. Doch welche Wahl haben sie?
Jugendliche haben die Rolle des unmündigen Kindes hinter sich, gelten aber auch noch nicht als Erwachsene. Was kennzeichnet dann eigentlich Jugend?: Charakteristisch ist zuvörderst ein wachsender Freiheitsdrang, verbunden mit dem Wunsch nach vermehrter Übernahme von persönlicher Verantwortung und Selbstständigkeit innerhalb eines Identitätsbildungsprozesses.
Inhaltsverzeichnis (Inhaltsverzeichnis)
- Jugendliches Leben zwischen zwei Fronten
- „Identitätsfindung und -bildung“
- „Jugend und Erwachsene“
- „Es ist schwer jung zu sein“
- „Gesellschaftliche Herausforderungen“
- „Jugendliches Leben im Wandel der Zeit“
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Der Text befasst sich mit der besonderen Lebenssituation von Jugendlichen in der heutigen Zeit, eingeklemmt zwischen Kindheit und Erwachsensein. Er beleuchtet die Herausforderungen der Identitätsfindung, die Konfrontation mit den Erwartungen der Erwachsenenwelt und die besonderen Bedürfnisse und Probleme dieser Generation.
- Identitätsfindung und -bildung im Jugendalter
- Spannungsfeld zwischen Jugend und Erwachsenenwelt
- Gesellschaftliche Erwartungen und Herausforderungen für Jugendliche
- Das Lebensgefühl der heutigen Jugend
- Die Rolle der Medien in der Konstruktion von Jugendlichkeit
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Jugendliches Leben zwischen zwei Fronten
Die Einleitung skizziert die Herausforderungen, die sich aus der Zwischenstellung von Jugendlichen zwischen Kindheit und Erwachsensein ergeben. Der Text stellt die Frage nach der Wahlmöglichkeit junger Menschen in verschiedenen Lebensbereichen und führt das Konzept der Identitätsfindung im Jugendalter ein.
„Identitätsfindung und -bildung“
Dieser Abschnitt beleuchtet den Prozess der Identitätsfindung und -bildung im Jugendalter, basierend auf der Theorie des „psychosozialen Moratoriums“ von Erik H. Erikson. Er beschreibt die Rolle von Eltern, Peers und anderen einbindenden Kulturen in der Identitätsentwicklung.
„Jugend und Erwachsene“
Dieser Abschnitt beleuchtet die Spannungen zwischen Jugend und Erwachsenenwelt. Der Text analysiert die Distanz der Jugend zur Erwachsenenwelt, die durch unterschiedliche Lebensstile, Normen und Verhaltenserwartungen gekennzeichnet ist. Er beschreibt die Entstehung von Konflikten und Missverständnissen zwischen den Generationen.
„Es ist schwer jung zu sein“
Dieser Abschnitt vertieft die Herausforderungen, die sich aus der Position zwischen zwei Fronten ergeben. Der Text beschreibt den Spagat zwischen Kindheit und Erwachsensein, den Jugendlichen leisten müssen. Er beleuchtet auch die Ambivalenz der Gesellschaft gegenüber der Jugend: einerseits die Sehnsucht nach jugendlicher Vitalität, andererseits die Angst vor Veränderungen.
„Gesellschaftliche Herausforderungen“
Dieser Abschnitt thematisiert die besonderen Herausforderungen, denen junge Menschen heute gegenüberstehen. Der Text beschreibt den wachsenden Druck in Bezug auf Arbeit, Bildung und die Orientierung in einer komplexen und unsicheren Welt. Er beleuchtet die Perspektivlosigkeit und die Folgen des Drucks auf das Lebensgefühl der Jugendlichen.
Schlüsselwörter (Keywords)
Der Text beschäftigt sich mit zentralen Themen der Jugendforschung, darunter Identitätsentwicklung, Generationenkonflikte, gesellschaftliche Erwartungen an Jugendliche, Jugendkultur, Medien und Jugendlichkeit, sowie Lebensgefühl der heutigen Jugend.
Häufig gestellte Fragen
Was kennzeichnet die Lebensphase „Jugend“?
Jugend ist geprägt durch einen wachsenden Freiheitsdrang, den Wunsch nach Selbstständigkeit und einen komplexen Identitätsbildungsprozess zwischen Kindheit und Erwachsensein.
Was ist das „psychosoziale Moratorium“ nach Erikson?
Es beschreibt eine Phase, in der Jugendliche experimentieren können und von bestimmten gesellschaftlichen Verpflichtungen entbunden sind, um ihre Identität zu finden.
Welche Rolle spielen Peers bei der Identitätsfindung?
Gleichaltrige (Peers) bieten Orientierung und einen Raum außerhalb des Elternhauses, um soziale Rollen zu testen und eigene Normen zu entwickeln.
Warum gibt es oft Konflikte zwischen Jugendlichen und Erwachsenen?
Konflikte entstehen durch unterschiedliche Lebensstile, Normen und die Ambivalenz der Erwachsenenwelt, die einerseits Vitalität sucht und andererseits Angst vor Veränderung hat.
Welchem Druck sind junge Menschen heute ausgesetzt?
Jugendliche stehen unter wachsendem Leistungsdruck in Bildung und Beruf sowie der Herausforderung, sich in einer unsicheren, komplexen Welt zu orientieren.
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- Alexander Stock (Author), 2006, Nicht erwachsen, nicht mehr Kind. Jugendliches Leben zwischen zwei Fronten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305352