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Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur". Begriffsdefinition und -verständnis

Title: Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur". Begriffsdefinition und -verständnis

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Alexander Fiedler (Author)

Ethnology / Cultural Anthropology
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In dieser Hausarbeit möchte ich zuerst Sigmund Freud vorstellen. Dieser hatte einen beträchtlichen Anteil an der Gründung und Entwicklung der Psychoanalyse und ist wahrscheinlich einer der berühmtesten Mediziner der Welt. Sein Leben war oft aber nicht so einfach, wie man es gerne denken würde: Zuerst befiel ihn der Krebs und dann wurde er durch den Nationalsozialismus aus seiner Heimat vertrieben.
Viele Menschen behaupten die freudsche Theorie des ES, ICH und ÜBER - ICH zu kennen, aber nur Wenige haben sich mit Sigmund Freud als Person beschäftigt und wissen in welchem Zusammenhang seine Theorien stehen.
Im zweiten Teil der Arbeit soll der Begriff „Kultur“ genauer beleuchtet werden: Zuerst möchte ich darauf eingehen, wie Kultur im Allgemeinen definiert wird, bzw. ob man den einen Kulturbegriff klar definieren kann, und wenn ja: Aus welchen Blickwinkeln heraus.
Danach möchte ich den Kulturbegriff nach Freud genauer beleuchten und versuchen zu interpretieren, damit man eine Ahnung davon bekommen kann, worauf Sigmund Freud seine Thesen aufgebaut hat.
Anschließend wird das eigentliche Werk, „Das Unbehagen in der Kultur“, vorgestellt. Hier möchte ich versuchen zu klären, was Freud unter dem „Unbehagen“ eigentlich versteht, welche Rolle Eros und Thanatos dabei spielen und was das Es, das Ich und das Über-Ich dabei für eine Rolle spielen. Zum Schluss werde ich dann zu meinem Resume kommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine kurze Biografie Sigmund Freuds

3. Der Begriff Kultur

3.1. Allgemeine Begriffsdefinitionen

3.2. Das Begriffsverständnis nach Freud

4. Das Unbehagen in der Kultur

4.1. Über das Werk

4.2. Wie entsteht das Unbehagen?

5. Mein Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit Sigmund Freuds zentralem Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ auseinander, um die psychologischen Mechanismen zu durchleuchten, die laut Freud den Preis für menschliche Zivilisation darstellen. Dabei wird untersucht, wie das Spannungsfeld zwischen individuellen Trieben und kulturellen Zwängen das menschliche Wohlbefinden und die Entwicklung der Gesellschaft beeinflusst.

  • Biografische Einordnung von Sigmund Freud und seinem wissenschaftlichen Wirken
  • Analyse und Differenzierung verschiedener soziologischer und kulturwissenschaftlicher Kulturbegriffe
  • Untersuchung der psychodynamischen Konzepte Es, Ich und Über-Ich im gesellschaftlichen Kontext
  • Die Rolle der Triebe Eros und Thanatos bei der Entstehung des Unbehagens
  • Kritische Reflexion über die Relevanz freudscher Thesen in der modernen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

4.2. Wie entsteht das Unbehagen?

Freud geht davon aus, dass die Menschen nach Glückseligkeit streben - also „einerseits die Abwesenheit von Schmerz [...], andererseits das Erleben starker Lustgefühle.“23 - und definiert daraus das „Lustprinzip, das den Lebenszweck setzt.“ 24

Freud nennt insgesamt „drei Quellen [...], aus denen [nun aber] unser Leiden kommt: die Übermacht der Natur, die Hinfälligkeit unseres eigenen Körpers und die Unzulänglichkeit der Einrichtungen, welche die Beziehungen zu einander in Familie, Staat und Gesellschaft regeln.“25

Sowohl zur Vergänglichkeit des Körpers als auch zur übermächtigen Natur bemerkt Freud, dass man diese anerkennen muss und im Grunde nichts gegen diese beiden Quellen des Leidens bewirken kann. Diese treiben uns in unserem Handeln sogar an und motivieren uns, so dass wir unser Leiden durch Fortschritt und Erfahrung zum Teil sogar eliminieren oder abschwächen können.26 Freud meint damit unmissverständlich die medizinischen und technischen Fortschritte, die das Leben der Menschen seit tausenden von Jahren zum Positiven beeinflussen; nicht nur in dem sie Lebensqualität verbessern, sondern auch die menschliche Lebenserwartung stetig erhöhen.27 Anders verhält es sich mit den kulturellen Einrichtungen:

Als eine der wichtigsten Institutionen, die Glück schaffen und Leiden vermeiden sollen, ist für Freud die Religion. Wie viele aufklärerische Denker verurteilt Freud aber die Religionen als „Massenwahn“28. Mit dieser Deklaration erinnert Freud etwas an den Gedanken des Opiums fürs Volk, den Karl Marx prägte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Person Sigmund Freud kurz vor und skizziert das Vorhaben, den Begriff Kultur sowie das Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ zu untersuchen.

2. Eine kurze Biografie Sigmund Freuds: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg Freuds von seiner Geburt in Freiberg über sein Medizinstudium bis hin zu seiner wissenschaftlichen Etablierung und Emigration nach.

3. Der Begriff Kultur: Hier wird die Vielschichtigkeit des Kulturbegriffs beleuchtet, indem allgemeine Definitionen und spezifische theoretische Einordnungen gegenübergestellt werden.

4. Das Unbehagen in der Kultur: Dieser zentrale Teil erläutert Freuds Theorie, warum Zivilisation zwangsläufig ein beklemmendes Gefühl der Unzufriedenheit im Menschen erzeugt.

5. Mein Fazit: Das Fazit reflektiert die Erkenntnisse und überträgt Freuds kulturtheoretische Überlegungen auf heutige Phänomene wie die Internetkultur oder gesellschaftliche Regulierungen.

Schlüsselwörter

Sigmund Freud, Psychoanalyse, Kultur, Unbehagen, Zivilisation, Triebtheorie, Es, Ich, Über-Ich, Eros, Thanatos, Kulturkritik, Triebverzicht, Aggression, Sublimierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Sigmund Freuds kulturtheoretischem Hauptwerk und der Frage, warum der Mensch in der Zivilisation zwangsläufig ein Gefühl von Unbehagen verspürt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Psychoanalyse, die Definition von Kultur, die psychische Struktur des Menschen sowie das Spannungsfeld zwischen individuellem Trieb und gesellschaftlicher Norm.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu verstehen, was Freud unter dem „Unbehagen“ versteht und welche Rolle das Zusammenspiel von Eros und Thanatos dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und theoriebasierte Analyse, die Freuds Originaltexte mit soziologischen und ethnologischen Perspektiven verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung von Kultur, die Vorstellung des Werkes „Das Unbehagen in der Kultur“ und die Analyse der Entstehungsfaktoren des Leidens durch die Kultur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychoanalyse, Triebverzicht, Eros, Thanatos und kulturelle Zivilisationskritik geprägt.

Wie definiert Freud laut der Arbeit den Begriff Kultur?

Freud sieht Kultur als Gesamtheit aller Leistungen und Einrichtungen, die das menschliche Leben von tierischen Ahnen abheben und dem Schutz vor Natur und Mitmenschen dienen.

Warum entstehen laut der Arbeit Schuldgefühle in der Kultur?

Schuldgefühle entstehen durch die Spannung zwischen dem gestrengen Über-Ich und dem Ich, wobei die Kultur die Aggressionslust des Einzelnen in sich selbst zurücklenkt.

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Details

Title
Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur". Begriffsdefinition und -verständnis
College
University of Bamberg  (Geistes- und Kulturwissenschaften)
Course
Kulturtheorien
Grade
1,3
Author
Alexander Fiedler (Author)
Publication Year
2013
Pages
17
Catalog Number
V304088
ISBN (eBook)
9783668024625
ISBN (Book)
9783668024632
Language
German
Tags
Sigmund Freud Freud Kultur Kulturtheorien Psychologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Fiedler (Author), 2013, Sigmund Freuds "Das Unbehagen in der Kultur". Begriffsdefinition und -verständnis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304088
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