Ist das Deutsche Reich durch seine „feindlichen Nachbarn“ systematisch in den 2. Weltkrieg getrieben worden? Haben Hitler und die nationalsozialistische Staatsführung zunächst am Aufbau eines wie auch immer gearteten friedlichen Deutschlands gearbeitet? War zum Schutz des eigenen Territoriums der 1939 von Deutschland begonnene „Präventivkrieg“ unvermeidlich? An kaum einem Beispiel ist diese Frage so instruktiv zu beantworten wie dem Ausbau der NS-Sprengstoffwerke. Eine Übersicht der Geschichte des Werks Tanne in Clausthal-Zellerfeld und seines Massenfriedhofs wird gegeben.
Inhaltsverzeichnis
- Der früh geplante Weltkrieg
- Zwangsarbeit im Werk Tanne
- Der Russenfriedhof - ein Massengrab
- Bisheriger Kenntnisstand zum Friedhof
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Publikation beleuchtet die Geschichte der Sprengstoff-Fabrik Tanne in Clausthal-Zellerfeld und setzt dabei den Schwerpunkt auf die Rolle der Fabrik im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg, die Nutzung von Zwangsarbeit sowie die Folgen für die Umwelt und die Bevölkerung. Sie bietet eine umfassende Analyse der Fabrik und ihrer Bedeutung innerhalb des Rüstungssystems des Deutschen Reiches.
- Planmäßiger Ausbau der Sprengstoffproduktion im Deutschen Reich
- Die Rolle von Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion
- Der Russenfriedhof als Mahnmal für die Opfer der Zwangsarbeit
- Die rechtlichen und ökologischen Folgen der Rüstungsproduktion
- Die Bedeutung der Fabrik Tanne in der Geschichte der Rüstungsproduktion und der Umweltbelastung
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt die Planungen für einen massiven Ausbau der Sprengstoffproduktion im Deutschen Reich. Dabei wird die Rolle von Carl Krauch und dem IG Farben-Konzern sowie die systematischen Kriegsvorbereitungen beleuchtet.
Das zweite Kapitel thematisiert die Nutzung von Zwangsarbeit in der Sprengstoff-Fabrik Tanne und zeigt die menschenunwürdigen Bedingungen, unter denen die Menschen arbeiten mussten. Es wird auch auf die Herkunft der ZwangsarbeiterInnen eingegangen.
Das dritte Kapitel konzentriert sich auf den Russenfriedhof in Clausthal-Zellerfeld. Es werden die Umstände der Entstehung des Friedhofs sowie die Bedeutung des Friedhofs als Mahnmal für die Opfer der Zwangsarbeit dargestellt.
Schlüsselwörter
Sprengstoffproduktion, Zwangsarbeit, Rüstungssystem, Zweiter Weltkrieg, Umweltbelastung, Russenfriedhof, IG Farben, Carl Krauch, Montan, Verwert-Chemie, Dynamit Nobel, Kriegsvorbereitung.
Häufig gestellte Fragen
Was war das Werk "Tanne" in Clausthal-Zellerfeld?
Das Werk Tanne war eine bedeutende NS-Sprengstoff-Fabrik im Harz, die eine zentrale Rolle im Rüstungssystem des Dritten Reiches spielte.
Was ist der "Russenfriedhof" an den Pfauenteichen?
Es handelt sich um ein Massengrab und Mahnmal für die Zwangsarbeiter, die unter menschenunwürdigen Bedingungen im Werk Tanne arbeiten mussten und dort starben.
Welche Unternehmen waren am Ausbau der Sprengstoffproduktion beteiligt?
Beteiligt waren unter anderem die IG Farben, Dynamit Nobel sowie die Montan GmbH und die Verwert-Chemie.
War der Ausbau der Fabriken eine Reaktion auf den Krieg oder geplant?
Die Publikation legt dar, dass der massive Ausbau der Rüstungsproduktion bereits frühzeitig als Teil der systematischen Kriegsvorbereitung geplant war.
Welche ökologischen Folgen hatte die Rüstungsproduktion in Clausthal-Zellerfeld?
Die Sprengstoffproduktion führte zu erheblichen Umweltbelastungen in der Region Harz, die auch rechtliche Folgen nach sich zogen.
- Arbeit zitieren
- Dr. Friedhart Knolle (Autor:in), 2015, Die Gedenkstätte „Russenfriedhof“ der Sprengstoff-Fabrik Tanne an den Pfauenteichen in Clausthal-Zellerfeld, Harz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301429