Die vorliegende Arbeit widmet sich den qualitativen Signalen von Immobilienblasen.
Es soll untersucht werden, ob und inwiefern qualitative Signale zur Früherkennung von Blasen dienen können. Dabei wird der Fokus vorerst auf den allgemeinen Immobilienpreiszyklus gerichtet. Anhand diesem wird die Entstehung von Immobilienblasen erläutert und die Indikatoren erörtert, die zu Preisblasen führen können.
Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf den Ansatz des Behavioral Finance gelegt. Er soll Aufschluss über das irrationale Verhalten von Anlegern geben und inwiefern dieses Anomalien (z.B. Blasen) an den Immobilienmärkten fördert.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden im letzten Abschnitt anhand von aktuellen Daten am Immobilienmarkt in Deutschland untersucht.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Abschnitt: Entstehung von Immobilienblasen am gewerblichen Immobilienmarkt
- A. Zyklen am Immobilienmarkt
- I. Indikatoren von Immobilienzyklen
- a) Endogene Ursachen
- b) Exogene Ursachen
- II. Die vier Phasen des Immobilienzyklus
- B. Ursachen von Krisen am gewerblichen Immobilienmarkt
- I. Entwicklungsphasen von Immobilienblasen
- II. Beispiel geplatzter Immobilienblase in Spanien
- III. Signale für die Entstehung von Immobilienblasen
- a) Charakteristische Signale in der Phase des Displacements
- b) Charakteristische Signale in der Boom-Phase
- c) Charakteristische Signale in der Manie-Phase
- d) Charakteristische Signale in der Bust-Phase
- 2. Abschnitt: Behavioral Finance als Ansatz zur Erklärung des Anlegerverhaltens
- A. Erklärungsansätze für das Anlageverhalten von Marktteilnehmern
- I. Der klassische Ansatz des Homo Oeconomicus
- II. Der neue Ansatz der Behavioral Finance
- B. Der Informationsverarbeitungsprozess von Individuen
- I. Ursachen für Informationswahrnehmungsverzerrungen von Anlegern
- a) Heuristiken zur Vereinfachung von Informationen
- b) Selektive Wahrnehmung der Anleger
- II. Ursachen für Informationsverarbeitungsverzerrungen von Anlegern
- a) Dispositionseffekt als irrationales Verhaltensmuster von Anlegern
- b) Steigende Risikobereitschaft durch den Sunk-Cost-Effekt
- C. Einfluss der Masse auf die Urteilsbildung von Individuen
- I. Die Selbstüberschätzung der Marktteilnehmer
- II. Herdenverhalten als Folge von irrationalem Handeln von Individuen
- a) Finanzielle Ansteckung über physische Geldflüsse
- b) Psychologische Ansteckung innerhalb der Herde
- c) Psychologische Aufschaukelung innerhalb der Herde
- 3. Abschnitt: Qualitative Signale am deutschen Immobilienmarkt zur Früherkennung von Immobilienblasen
- A. Der deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index
- I. Immobilienklima als Indikator der gefühlten Stimmung am Immobilienmarkt
- II. Immobilienkonjunktur als Indikator für ökonomische Entwicklungen am Immobilienmarkt
- B. Auswertung realer Immobilienmarktdaten
- I. Entwicklung des Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index von 2008 bis 2011
- a) Abwärtstrend in 2008
- b) Stimmungsaufhellung in 2009
- c) Positive Grundstimmung in 2010
- d) Wendepunkt in 2011
- II. Einfluss von qualitativen Signalen bei der Früherkennung von Immobilienblasen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht qualitative Signale zur Früherkennung von Immobilienblasen am gewerblichen Immobilienmarkt. Ziel ist es, die Entstehung von Immobilienblasen zu analysieren und Ansätze aus der Behavioral Finance zu nutzen, um das Anlegerverhalten zu erklären. Die Arbeit fokussiert sich auf den deutschen Markt und evaluiert relevante Indikatoren.
- Entstehung und Entwicklung von Immobilienblasen
- Einfluss von Behavioral Finance auf das Anlegerverhalten
- Qualitative Signale zur Früherkennung von Immobilienblasen
- Analyse des deutschen Immobilienmarktes
- Bewertung relevanter Indikatoren
Zusammenfassung der Kapitel
1. Abschnitt: Entstehung von Immobilienblasen am gewerblichen Immobilienmarkt: Dieser Abschnitt beleuchtet die zyklischen Schwankungen des Immobilienmarktes, untersucht die Ursachen von Krisen und analysiert charakteristische Signale in den verschiedenen Phasen eines Immobilienzyklus (Displacement, Boom, Manie, Bust). Es werden sowohl endogene als auch exogene Faktoren berücksichtigt, und am Beispiel des Berliner Immobilienmarktes sowie einer geplatzten Immobilienblase in Spanien werden konkrete Entwicklungen veranschaulicht. Die Analyse der Signale in jeder Phase bietet ein umfassendes Verständnis der Dynamik von Immobilienblasen.
2. Abschnitt: Behavioral Finance als Ansatz zur Erklärung des Anlegerverhaltens: Dieser Abschnitt stellt den klassischen Ansatz des Homo Oeconomicus dem neueren Ansatz der Behavioral Finance gegenüber. Er untersucht, wie Informationsverarbeitungs- und Wahrnehmungsverzerrungen, wie Heuristiken, selektive Wahrnehmung, Dispositionseffekt und Sunk-Cost-Effekt, das Anlegerverhalten beeinflussen. Der Einfluss von Herdenverhalten und Selbstüberschätzung wird ebenfalls beleuchtet, um ein umfassendes Bild irrationaler Entscheidungsfindung am Markt zu liefern.
3. Abschnitt: Qualitative Signale am deutschen Immobilienmarkt zur Früherkennung von Immobilienblasen: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf den deutschen Markt und analysiert den Deutschen Hypo Immobilienkonjunktur-Index als Indikator für das Immobilienklima und die Konjunktur. Die Auswertung realer Marktdaten von 2008 bis 2011 zeigt die Entwicklung des Index und den Einfluss qualitativer Signale auf die Früherkennung von Immobilienblasen. Der Abschnitt verbindet die theoretischen Überlegungen der vorherigen Abschnitte mit der praktischen Anwendung auf den deutschen Immobilienmarkt.
Schlüsselwörter
Immobilienblase, gewerblicher Immobilienmarkt, Immobilienzyklus, Behavioral Finance, Anlegerverhalten, Informationsverzerrung, Herdenverhalten, qualitative Signale, Früherkennung, Deutscher Hypo Immobilienkonjunktur-Index, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Dokument: Früherkennung von Immobilienblasen am gewerblichen Immobilienmarkt
Was ist der Gegenstand dieser Arbeit?
Diese Arbeit untersucht qualitative Signale zur Früherkennung von Immobilienblasen am gewerblichen Immobilienmarkt, analysiert deren Entstehung und nutzt Ansätze der Behavioral Finance zur Erklärung des Anlegerverhaltens. Der Fokus liegt auf dem deutschen Markt und der Evaluierung relevanter Indikatoren.
Welche Themen werden im ersten Abschnitt behandelt?
Der erste Abschnitt beleuchtet die zyklischen Schwankungen des Immobilienmarktes, die Ursachen von Krisen und analysiert charakteristische Signale in den verschiedenen Phasen eines Immobilienzyklus (Displacement, Boom, Manie, Bust). Es werden sowohl endogene als auch exogene Faktoren berücksichtigt und konkrete Beispiele (z.B. Spanien) veranschaulicht.
Was ist der Schwerpunkt des zweiten Abschnitts?
Der zweite Abschnitt vergleicht den klassischen Ansatz des Homo Oeconomicus mit der Behavioral Finance. Er untersucht, wie Informationsverarbeitungs- und Wahrnehmungsverzerrungen (Heuristiken, selektive Wahrnehmung, Dispositionseffekt, Sunk-Cost-Effekt) das Anlegerverhalten beeinflussen und beleuchtet den Einfluss von Herdenverhalten und Selbstüberschätzung.
Worauf konzentriert sich der dritte Abschnitt?
Der dritte Abschnitt analysiert den deutschen Immobilienmarkt und den Deutschen Hypo Immobilienkonjunktur-Index als Indikator für das Immobilienklima und die Konjunktur. Die Auswertung realer Marktdaten von 2008 bis 2011 zeigt die Entwicklung des Index und den Einfluss qualitativer Signale auf die Früherkennung von Immobilienblasen.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit?
Schlüsselwörter sind: Immobilienblase, gewerblicher Immobilienmarkt, Immobilienzyklus, Behavioral Finance, Anlegerverhalten, Informationsverzerrung, Herdenverhalten, qualitative Signale, Früherkennung, Deutscher Hypo Immobilienkonjunktur-Index, Deutschland.
Welche Phasen eines Immobilienzyklus werden unterschieden?
Die Arbeit unterscheidet die Phasen Displacement, Boom, Manie und Bust innerhalb eines Immobilienzyklus.
Welche Konzepte der Behavioral Finance werden angewendet?
Die Arbeit wendet Konzepte wie Heuristiken, selektive Wahrnehmung, Dispositionseffekt, Sunk-Cost-Effekt, Herdenverhalten und Selbstüberschätzung an.
Welche Daten werden im dritten Abschnitt ausgewertet?
Der dritte Abschnitt wertet Daten des Deutschen Hypo Immobilienkonjunktur-Index von 2008 bis 2011 aus.
Welchen Zweck hat der Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index?
Der Deutsche Hypo Immobilienkonjunktur-Index dient als Indikator für das Immobilienklima und die Konjunktur am deutschen Immobilienmarkt.
Welche Zielsetzung verfolgt die Arbeit?
Die Arbeit zielt darauf ab, qualitative Signale zur Früherkennung von Immobilienblasen am gewerblichen Immobilienmarkt zu untersuchen und das Anlegerverhalten mithilfe der Behavioral Finance zu erklären.
- Citation du texte
- Theresa Löwenstein (Auteur), 2012, Qualitative Signale zur Früherkennung von gewerblichen Immobilienblasen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/299818