Diese Arbeit verschafft einen Überblick über das Konzept der "Kultivierungsthese" des amerikanischen Kommunikations-Wissenschaftlers George Gerbner und veranschaulicht diese anhand einer US-Studie über Täter und Opfer-Darstellungen in Fernsehnachrichten. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Kritikpunkte an Gerbners These rundet diese Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
- Eingrenzung des Themas
- Die Kultivierungsthese George Gerbners
- Überblick über die US-Studie „Race and the Misrepresentation of Victimization on Local Television News“
- Von „Violence Index“ bis „Mainstreaming“ - ein Überblick über Gerbners Vorgehen
- Die Kultivierungsthese in der Kritik
- Ergebnisse
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über die „Kultivierungsthese“ George Gerbners zu geben. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die Darstellung von Täter- und Opferrollen in amerikanischen Fernsehnachrichten die Wahrnehmung der Zuschauer beeinflusst. Die Arbeit beleuchtet eine US-Studie, die sich mit der Darstellung von Schwarzen, Weißen und Latinos in Nachrichtensendungen befasst und die Kultivierungsthese in ihren Kontext stellt.
- Die Kultivierungsthese von George Gerbner
- Die Rolle der Medien in der Konstruktion von Realitäten
- Die Darstellung von Kriminalität und Opferrollen im Fernsehen
- Der Einfluss von Medienkonsum auf die Wahrnehmung der Welt
- Die Bedeutung von Diversität und Repräsentation in den Medien
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel widmet sich der Eingrenzung des Themas und stellt die Kultivierungsthese von George Gerbner vor. Gerbner argumentiert, dass Menschen, die viel fernsehen, eher dazu neigen, die im Fernsehen dargestellte Realität als wahr anzusehen. Kapitel 2 konzentriert sich auf die US-Studie „Race and the Misrepresentation of Victimization on Local Television News“. Die Studie analysiert, wie Schwarze, Weiße und Latinos in Nachrichtensendungen als Täter und Opfer dargestellt werden und untersucht, ob diese Darstellungen einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Zuschauer haben. Kapitel 2 beleuchtet außerdem Gerbners Vorgehen bei seiner Analyse der „angsterregenden Welt des Fernsehens“ und erklärt zentrale Begriffe wie „Mainstreaming“.
Schlüsselwörter
Kultivierungsthese, George Gerbner, Medienwirkung, Fernsehnachrichten, Kriminalität, Täter, Opfer, Racial Bias, Darstellung, Repräsentation, Medienkonsum, Wahrnehmung, „Mainstreaming“, „Violence Index“
Häufig gestellte Fragen
Was besagt die Kultivierungsthese von George Gerbner?
Die These besagt, dass regelmäßiger Fernsehkonsum die Wahrnehmung der Realität beeinflusst, sodass Vielseher dazu neigen, die Welt so wahrzunehmen, wie sie im Fernsehen dargestellt wird.
Was versteht man unter dem Begriff „Mainstreaming“?
Mainstreaming beschreibt den Prozess, bei dem durch hohen Fernsehkonsum unterschiedliche soziale Gruppen eine ähnliche, durch die Medien geprägte Sichtweise auf die Realität entwickeln.
Wie werden Minderheiten in US-Fernsehnachrichten oft dargestellt?
Studien zeigen eine Verzerrung (Racial Bias), bei der Schwarze und Latinos häufiger als Täter und seltener als Opfer dargestellt werden, als es der statistischen Realität entspricht.
Was ist der „Violence Index“?
Der Violence Index ist ein von Gerbner entwickeltes Instrument zur Messung des Gewaltanteils im Fernsehprogramm, um dessen Einfluss auf das Angstempfinden der Zuschauer zu untersuchen.
Welche Kritik gibt es an Gerbners Kultivierungsthese?
Kritiker bemängeln unter anderem die Vernachlässigung individueller Unterschiede der Zuschauer und die Schwierigkeit, einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Konsum und Wahrnehmung zu beweisen.
- Citation du texte
- David Berndt (Auteur), 2000, Die Kultivierungsthese George Gerbners am Beispiel einer Studie über Täter- und Opferdarstellungen im amerikanischen Fernsehen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296