Die Darstellung der Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels im Drama "Miss Sara Sampson" und die Analyse der darin erscheinenden Figur Mellefont.
In dem Seminar: „Literatur und Kultur der Empfindsamkeit“ lernten wir das Stück „Miss Sara Sampson“ kennen und erörterten und interpretierten einige Akte gemeinsam. Da ich das Stück weder im Schulunterricht noch in meiner Freizeit kennengelernt hatte, interessierte es mich umso mehr, als ich erfuhr, dass es im „heimlichen Kanon“ an Schulen als „Musterbeispiel des bürgerlichen Trauerspiels“ gehandelt wird. Da ich schon immer einen Faible für Dramen hatte und bis dato „Emilia Galotti“ mein Lieblingsstück war, freute ich mich es als Pflichtlektüre in diesem Seminar lesen zu können. Schon beim ersten Lesen entstand für mich das Interesse an der Figur Mellefont, welcher für mich bis dato schwierig charakterlich einzuordnen war.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Das bürgerliche Trauerspiel
- Die Figurenkonstellation in "Miss Sara Sampson"
- Die Figur Mellefont
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Figur Mellefont im Drama "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing. Ziel ist es, die Persönlichkeit Mellefonts zu analysieren und seine charakterlichen Eigenschaften aufzuzeigen, die sich beim ersten Lesen möglicherweise nicht sofort erschließen. Darüber hinaus soll die Einbettung der Figur in das bürgerliche Trauerspiel und die Besonderheiten dieses Genres beleuchtet werden.
- Das bürgerliche Trauerspiel und seine Merkmale
- Die Entwicklung der Figur Mellefont im Drama
- Mellefonts zwiegespaltene Persönlichkeit und seine Unentschlossenheit
- Die Rolle der Liebe und des sozialen Drucks im Leben Mellefonts
- Die Folgen von Mellefonts Entscheidungen für die Figuren des Dramas
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt die Ausgangssituation dar und erläutert das Interesse der Autorin an der Figur Mellefont. Sie beschreibt die Motivation, sich mit der Figur und dem bürgerlichen Trauerspiel zu beschäftigen.
Hauptteil
Der Hauptteil behandelt das bürgerliche Trauerspiel als Genre und die Rolle von Lessing als Vorreiter dieser Dramenform. Er beleuchtet die wichtigsten Merkmale des bürgerlichen Trauerspiels im Vergleich zur klassischen Tragödie und setzt die Figur Mellefont in den Kontext der Figuren und Konflikte des Dramas.
Schluss
Der Schluss bietet eine Zusammenfassung der Analyse der Figur Mellefont und fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Bürgerliches Trauerspiel, Gotthold Ephraim Lessing, "Miss Sara Sampson", Mellefont, Figurenanalyse, Empfindsamkeit, Liebe, gesellschaftlicher Druck, Tragödie,
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein bürgerliches Trauerspiel?
Ein Genre des Dramas, das im 18. Jahrhundert entstand und bürgerliche Schicksale sowie familiäre Konflikte anstelle von Staatsaktionen des Adels in den Mittelpunkt stellt.
Warum gilt "Miss Sara Sampson" als Musterbeispiel dieses Genres?
Es ist das erste bedeutende deutsche bürgerliche Trauerspiel von Gotthold Ephraim Lessing, das private Emotionen und moralische Dilemmata des Bürgertums thematisiert.
Welchen Charakter hat die Figur Mellefont?
Mellefont ist eine zwiegespaltene Persönlichkeit, die zwischen seiner Liebe zu Sara und seinem Drang nach persönlicher Freiheit sowie dem Druck der Gesellschaft schwankt.
Welche Rolle spielt die Empfindsamkeit in dem Stück?
Die Empfindsamkeit betont die moralische Läuterung durch Tränen und Mitleid, was sich in der emotionalen Tiefe der Charaktere und ihrer Sprache widerspiegelt.
Wie unterscheidet sich das bürgerliche Trauerspiel von der klassischen Tragödie?
Während die klassische Tragödie meist Helden und Könige zeigt, behandelt das bürgerliche Trauerspiel die moralischen Konflikte und die Tugendhaftigkeit gewöhnlicher Menschen.
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- Elisabeth Dölle (Autor), 2012, Die Anfänge des bürgerlichen Trauerspiels am Beispiel "Miss Sara Sampson" von Gotthold Ephraim Lessing, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/296028