Sucht im Alter wurde in unserer Gesellschaft sehr lange unterbewertet. So gab es im Jahr 2000 noch keine Studie, in der ältere Menschen einbezogen wurden. Dabei spielen Störungen, die durch den Gebrauch von Alkohol, Drogen, Medikamenten und Tabak entstehen eine große Rolle. Bei Alkohol wird oft die Meinung vertreten, dass eine Abhängigkeit nicht wirklich ernst genommen wird („Lass ihm doch sein Glas Wein, er hat doch sonst nichts mehr im Leben“). Dabei wird aber oft übersehen, dass es nicht nur bei diesen einem Glas bleibt. So dominiert die Sucht nach Alkohol den Alltag. So vernachlässigt der Betroffene Freunde und bisherige Interessen, es kommt zu einer Persönlichkeitsveränderung und im schlimmsten Fall droht er zu verwahrlosen. Dazu stellt sich die Frage, welche Rolle spielen Abhängigkeitserkrankungen im Alter? Sind ältere Menschen einem besonderen Risiko ausgesetzt? Gibt es spezielle Entstehungsbedingungen im Alter? Welche Hilfs- und Behandlungsmöglichkeiten gibt es für ältere alkoholkranke Menschen? Und welche Herausforderungen und Handlungsfelder ergeben sich hieraus für die Soziale Arbeit?
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Begriffserklärung
- Alter
- Alkoholabhängigkeit
- Alkoholismus im Alter
- Entstehungsbedingungen
- Auswirkungen im Alter
- Beratung alkoholabhängiger Menschen im Alter
- Zuweisungsmodi für die Inanspruchnahme der Beratung
- Versorgungsstruktur für Alkoholabhängige ältere Menschen
- Barrieren der Inanspruchnahme von Beratung
- Ansätze für die Beratung alkoholabhängiger Menschen
- Der personenzentrierte Ansatz
- Der kognitive Ansatz
- Der systemische Ansatz
- Umgang mit älteren Menschen in der Beratung
- Fazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Beratung alkoholabhängiger Menschen im Alter. Sie analysiert die Entstehung und Auswirkungen von Alkoholismus im Alter sowie die Herausforderungen und Handlungsfelder der Sozialen Arbeit in diesem Kontext.
- Entstehungsbedingungen von Alkoholabhängigkeit im Alter
- Auswirkungen von Alkoholabhängigkeit auf ältere Menschen
- Barrieren der Inanspruchnahme von Beratung
- Ansätze für die Beratung alkoholabhängiger Menschen im Alter
- Herausforderungen und Handlungsfelder für die Soziale Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas Sucht im Alter dar und beleuchtet die besondere Situation älterer Menschen mit Alkoholabhängigkeit. Die Begriffserklärung definiert die Begriffe „Alter“ und „Alkoholabhängigkeit“ und setzt sie in den gesellschaftlichen Kontext. Das Kapitel „Alkoholismus im Alter“ analysiert die Entstehungsbedingungen von Alkoholabhängigkeit im Alter, die sich aus Veränderungen im beruflichen, körperlichen und privaten Bereich ergeben. Es werden die Auswirkungen von Alkoholabhängigkeit auf die psychosoziale, körperliche und psychische Ebene älterer Menschen beleuchtet. Das Kapitel „Beratung alkoholabhängiger Menschen im Alter“ befasst sich mit den Zuweisungsmodi für die Inanspruchnahme von Beratung, der Versorgungsstruktur für Alkoholabhängige ältere Menschen und den Barrieren der Inanspruchnahme von Beratung. Es werden verschiedene Ansätze für die Beratung alkoholabhängiger Menschen im Alter vorgestellt, darunter der personenzentrierte, der kognitive und der systemische Ansatz. Abschließend wird der Umgang mit älteren Menschen in der Beratung thematisiert.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Alkoholabhängigkeit, Alter, Beratung, Soziale Arbeit, Entstehung, Auswirkungen, Barrieren, Ansätze, Herausforderungen, Handlungsfelder, Versorgungsstruktur, Zuweisungsmodi, personenzentrierter Ansatz, kognitiver Ansatz, systemischer Ansatz, Umgang mit älteren Menschen.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird Alkoholabhängigkeit im Alter oft unterschätzt?
Oft wird der Alkoholkonsum bagatellisiert („das letzte Glas Wein“), während die Sucht den Alltag dominiert und zu Verwahrlosung oder Persönlichkeitsveränderungen führen kann.
Was sind Entstehungsbedingungen für Sucht im Alter?
Einsamkeit, der Verlust des Partners, körperliche Schmerzen oder der Übergang in den Ruhestand können Auslöser für eine Alkoholabhängigkeit sein.
Welche Beratungsansätze gibt es für ältere Alkoholkranke?
Die Soziale Arbeit nutzt personenzentrierte, kognitive und systemische Ansätze, um individuell auf die Bedürfnisse älterer Menschen einzugehen.
Welche Barrieren verhindern die Inanspruchnahme von Hilfe?
Schamgefühle, mangelnde Informationen über Versorgungsstrukturen und das gesellschaftliche Stigma der Sucht im Alter sind große Hürden.
Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit in diesem Kontext?
Sie identifiziert Handlungsfelder, koordiniert die Versorgungsstruktur und bietet spezialisierte Beratung an, um die Lebensqualität im Alter zu sichern.
- Quote paper
- Stephanie Drinkgern (Author), 2015, Alkohol im Alter. Beratung alkoholabhängiger Menschen im Alter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/294390