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Die Theorie der Multiplen Intelligenz

Title: Die Theorie der Multiplen Intelligenz

Seminar Paper , 2001 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Felix Kapohl (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Bereits 1983 in seinem Buch "Frames of Mind"2 (siehe Quellenangaben) veröffentlichte Howard Gardner seine Theorie der Multiplen Intelligenzen (MI). Ursprünglich als Gegenbewegung zu den so verbreiteten klassischen psychometrischen Intelligenztests ausgelegt, hat seine Theorie den Status einer anerkannten Neuentwicklung erlangt. Viele seiner Anhänger, wie Kritiker, haben sich mit seiner Theorie und den darin vorgestellten Kriterien für Intelligenzen auseinandergesetzt und neue Aspekte integriert bzw. aufgedeckt. Aber warum überhaupt Intelligenz? Gardner hat mit Absicht diesen eigentlich sehr vorbelasteten Begriff gewählt um einerseits Aufmerksamkeit für seine Ideen zu bekommen, andererseits um sich durch diese Begriffswahl eindeutig gegen die psychometrischen Ansätze abzugrenzen. Somit ist seine Theorie nicht als Erweiterung oder Ergänzung sondern als Ersatz gedacht. Jedoch nimmt er immer davon Abstand seine Theorie abzuschließen bzw. als fertig und für alle Zeit richtig zu bezeichnen. Vielmehr möchte er es nach wie vor lieber als Ideensammlung verstanden wissen, die andere dazu bringen soll das menschliche Leistungsvermögen als etwas ganzheitliches zu begreifen, das nicht auf Mathematik beschränkt bleibt.
Seinem Hang zur Diskussionsfreudigkeit kommt er nun in seinem neuesten Buch zur MI nach, indem er einige neue Anregungen und eigene Überlegungen, die er seit der Veröffentlichung der MI getroffen hat, in seine Theorie einarbeitet. Ich werde mich insbesondere auf seine Argumentation zur möglichen Erweiterung der ursprünglichen sieben Intelligenzen beziehen. Howard Gardner hat sich 1996 entschieden eine neue Intelligenz zu den ursprünglichen sieben hinzuzufügen, die Naturalist Intelligence. Was hat ihn dazu geführt? Gardner muß im Rahmen seiner Beweggründe einräumen, dass er die ersten sieben Intelligenzen hauptsächlich deswegen gewählt hat, da sie am besten in seinen selbst aufgestellten Kriterienkatalog paßten (siehe S47)1. Tatsächlich hat er bereits von Anfang an über eine Vielzahl weiterer Intelligenzen nachgedacht, es aber für besser erachtet seine fundamentale Idee nicht durch eine Überzahl zu verschleiern und damit ihren Erfolg zu gefährden. Gardner sieht die Notwendigkeit vorsichtig mit Erweiterungen zu sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Naturalist Intelligence

Die acht Kriterien

Kritikpunkte

Spiritual / Existential Intelligence

Die Acht Kriterien

Kritikpunkte

Schlußbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Howard Gardners Theorie der Multiplen Intelligenzen auseinander, wobei der Fokus insbesondere auf der Erweiterung um die „Naturalist Intelligence“ sowie der diskutierten „Spiritual“ bzw. „Existential Intelligence“ liegt. Ziel ist es, die wissenschaftliche Validität dieser neuen Intelligenzkonzepte anhand des von Gardner selbst aufgestellten Kriterienkatalogs zu prüfen und die Argumentationsweise des Autors zu hinterfragen.

  • Analyse der Naturalist Intelligence und ihrer Einordnung in das Modell.
  • Untersuchung der acht Kriterien für Intelligenz nach Gardner.
  • Diskussion der Spiritual / Existential Intelligence als mögliche neunte Intelligenz.
  • Kritische Reflexion über die wissenschaftliche Fundierung und Methodik Gardners.
  • Betrachtung von Potenzialen für weitere Intelligenzformen, wie etwa eine Gedächtnisintelligenz.

Auszug aus dem Buch

Naturalist Intelligence

Die Naturalist Intelligence erfüllt nun Gardners Ansicht nach die Kriterien am genauesten, so dass es ihm als ein sicherer Weg erscheint sie als achte Intelligenz anzuerkennen.

Dem Wort nach ist der „Naturalist“, also der Naturwissenschaftler, in der westlichen Kultur eindeutig den Wissenschaften zugeordnet. Gardner nennt hier beispielsweise Biologen oder Ornithologen (siehe S48)1. Jedoch ist diese Intelligenz einfacher in einer unwissenschaftlichen Kultur erkennbar. Der Kern dieser Intelligenz besteht nun also in der besonderen Fähigkeit des Erkennens und Klassifizierens von Dingen der unmittelbaren – zunächst natürlichen – Umwelt. Dies ist eine unschätzbar wichtige Fähigkeit um Essbares von nicht Essbarem zu unterscheiden bzw. Gefahren und Unbekanntes richtig einschätzen zu können. Diese Fähigkeit Unterschiede zu erkennen und gewichten zu können ist auf keinen Sinn beschränkt. So können blinde Menschen eine ebenso hohe Erkennungsgenauigkeit bei der Klassifizierung von Dingen und Lebewesen ihrer Umwelt erreichen wie Sehende.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einführung in die Theorie der Multiplen Intelligenzen (MI) als Gegenbewegung zu klassischen psychometrischen Tests und Darstellung der Intention Gardners.

Naturalist Intelligence: Erläuterung der Herleitung und Bedeutung der naturalistischen Intelligenz als achte Form der Intelligenz.

Die acht Kriterien: Detaillierte Darstellung der vier Untergruppen von Kriterien, anhand derer Gardner Intelligenz definiert.

Kritikpunkte: Reflexion über die Einwände gegen die Naturalist Intelligence, insbesondere die Abgrenzung zur logisch-mathematischen Intelligenz.

Spiritual / Existential Intelligence: Untersuchung der spirituellen bzw. existentiellen Intelligenz und deren Unterteilung in drei spezifische Bereiche.

Die Acht Kriterien: Anwendung des Kriterienkatalogs auf die existenzielle Intelligenz zur Prüfung ihrer Klassifizierung als neunte Intelligenz.

Kritikpunkte: Diskussion von Gardners Entscheidung, die existenzielle Intelligenz letztlich nicht offiziell als neunte Intelligenz aufzunehmen.

Schlußbemerkung: Kritische Würdigung der Theorie als Meilenstein, verbunden mit dem Wunsch nach einer stichhaltigeren Argumentation in der weiteren Forschung.

Schlüsselwörter

Multiple Intelligenzen, Howard Gardner, Naturalist Intelligence, Existential Intelligence, Intelligenzforschung, Kriterienkatalog, Psychometrie, Kognitionspsychologie, Mustererkennung, Klassifizierung, Gehirnforschung, Intelligenztheorie, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Theorie der Multiplen Intelligenzen von Howard Gardner, mit einem Schwerpunkt auf der Erweiterung um die „Naturalist Intelligence“ und der Debatte um eine „Existential Intelligence“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Validität von Intelligenzkriterien, die Abgrenzung verschiedener Intelligenzformen und die wissenschaftliche Argumentationslogik des Autors bei der Erweiterung seines Modells.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Überprüfung der neu hinzugefügten Intelligenzformen anhand Gardners eigenem Kriterienkatalog sowie eine Reflexion über die wissenschaftliche Stringenz seines Vorgehens.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der Gardners Thesen mit dem von ihm selbst aufgestellten Anforderungskatalog für Intelligenz abgeglichen und kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Naturalist Intelligence, die Erläuterung der acht Intelligenzkriterien sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Existential Intelligence.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Multiple Intelligenzen, Intelligenzforschung, Kriterienkatalog, Mustererkennung und kognitive Psychologie beschreiben.

Warum tut sich Gardner so schwer, die „Existential Intelligence“ offiziell als neunte Intelligenz anzuerkennen?

Gardner empfindet die Argumente zwar als teilweise stichhaltig, zieht sich aber letztlich auf eine eher gefühlsmäßige Entscheidung zurück, da ihm die Einordnung zu weit zu gehen scheint.

Welche weiteren Intelligenzen werden vom Autor kritisch in den Raum gestellt?

Der Autor führt als Beispiel eine mögliche „Gedächtnisintelligenz“ oder „Kreativitätsintelligenz“ an, für die es aus seiner Sicht ebenfalls Argumente gäbe, die Gardner jedoch ignoriert.

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Details

Title
Die Theorie der Multiplen Intelligenz
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl Psychologie)
Course
Intelligenz und Begabung
Grade
1,0
Author
Felix Kapohl (Author)
Publication Year
2001
Pages
14
Catalog Number
V2928
ISBN (eBook)
9783638117593
ISBN (Book)
9783640255993
Language
German
Tags
Theorie Multiplen Intelligenz Begabung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Felix Kapohl (Author), 2001, Die Theorie der Multiplen Intelligenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2928
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