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Arten der Heterogenität in Schule und Unterricht. Ein Blick auf Österreich

Titel: Arten der Heterogenität in Schule und Unterricht. Ein Blick auf Österreich

Examensarbeit , 2015 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Milan Bogdanovic (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Heterogenität, bzw. der Umgang damit, hat sich mittlerweile als pädagogischer Dauerbrenner fest etabliert. Mein Interesse liegt nun darin darzustellen, was unter diesem Begriff verstanden wird und welche Arten, besser gesagt Milieus, im Kontext der Schule unterschieden werden können. Daraus werden für die hier vorliegende Proseminararbeit folgende Fragen abgeleitet werden:
• Welche Milieus der Heterogenität gibt es und wie wirken sich diese im Allgemeinen aus?
• Mit welchen Hilfsmitteln kann die soziale Benachteiligung gemessen werden und wie sehen diese Benachteiligungen in Österreich aus, bzw. wird die Schule als Institution derzeit der Heterogenität gerecht?

Weiters werden behandelt:
Mit Hilfe des Buches von Tanja Sturm "Lehrbuch Heterogenität in der Schule" sollen die Milieus erklärt und mit weiteren Quellen vervollständigt werden. Danach folgt ein Blick auf die sozio-ökonomische Ungleichheit und die PISA-Resultate Österreichs und die damit verbundenen Auswirkungen. Im Kapitel "Geschlechterbedingte Heterogenität" werde ich versuchen die wichtigsten Begriffe zu klären und kurz stereotype Vorstellungen in der Schule aufzeigen. Die Differenzdimension der migrationsbedingten Heterogenität soll einen geschichtlichen Überblick erhalten und die Benachteiligung von MigrantInnen im österreichischen Schulsystem sichtbar machen. Letztendlich soll dasselbe für die Differenzdimension der behinderungsbedingten Heterogenität geschehen, jedoch ohne die Historie mit einzubeziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Heterogenität?

2.1 Milieus innerhalb der Heterogenität

2.2 Die Schule als Organisationsmilieu

3 Sozio-ökonomische Ungleichheit

3.1 Leistungsunterschiede - Manifestierungen sozio-ökonomischer Ungleichheit

3.1.1 PISA als Leistungsmessinstrument der sozialen Ungleichheit

3.1.2 Auswirkungen des PISA-Leistungstests auf die Heterogenitätsdebatte

3.2 Bildungssprache

4 Geschlechterbedingte Heterogenität

4.1 Sex, sex category, gender und omnipräsente Kategorie

4.2 Koedukation und dessen Auswirkungen auf das österreichische Bildungssystem

4.3 Geschlechterbedingte Benachteiligung innerhalb der heutigen Schule

5 Migrationsbedingte Heterogenität

5.1 Migrationsbegriff und Geschichte

5.2 Migrationsbedingte Benachteiligung im österreichischen Schulsystem

6 Behinderungsbedingte Heterogenität

6.1 Modelle des Behinderungsbegriffs

6.2 Behinderungsbedingte Benachteiligung in Österreich

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Begriff der Heterogenität im schulischen Kontext zu definieren und verschiedene Milieus sowie Differenzdimensionen aufzuzeigen, die in österreichischen Bildungseinrichtungen zu Benachteiligungen führen können.

  • Analyse sozio-ökonomischer Ungleichheiten und deren Einfluss auf den Bildungserfolg.
  • Untersuchung der geschlechterbedingten Heterogenität und bestehender stereotyper Vorstellungen.
  • Betrachtung der migrationsbedingten Herausforderungen und der Auswirkungen im Schulsystem.
  • Darstellung der behinderungsbedingten Heterogenität und des Umgangs mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.
  • Kritische Reflexion der PISA-Ergebnisse in Bezug auf das österreichische Schulsystem.

Auszug aus dem Buch

2.1 Milieus innerhalb der Heterogenität

Hetero- und Homogenität kann mit Hilfe des Milieubegriffs erklärt werden. Ein Milieu ist in erster Linie ein soziales Umfeld, in der eine Person lebt und die ihn oder sie beeinflusst. Besonders relevant ist hierbei der Milieubegriff Bourdieus, welcher ein bekannter Wissenschaftler innerhalb der Sozialisationsforschung ist und ein multidimensionales Modell des sozialen Raums erstellt hat. Dieser Milieubegriff unterscheidet zwischen ökonomischen, kulturellen und sozialen Kapital. Mit Multidimensionalität ist gemeint, dass sich Milieudimensionen, wie zum Beispiel die generationelle und die geschlechtliche Zugehörigkeit, überlagern. Milieus werden in zwei mögliche Formen unterschieden, einerseits das generalisierte Wissen, welches allen zu jeder Zeit zur Verfügung steht, so wissen bereits Volksschulkinder was zum Beispiel ein Buch ist, und andererseits das konjunktive oder handlungspraktische, kommunikativ-generalisierte Wissen, welches ein Erfahrungswissen ist, das aus der Kommunikation mit anderen Personen oder Gegenständen generiert wird. Überdies verbinden (konjugieren) die Peers eines bestimmten Milieus ihr handlungspraktisches Wissen, sodass untereinander Kommunikation erst stattfinden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Heterogenität ein, stellt Forschungsfragen zur Differenzierung im schulischen Kontext auf und gibt einen Überblick über die behandelten Dimensionen.

2 Was ist Heterogenität?: Das Kapitel definiert den Begriff Heterogenität und erläutert die Bedeutung von Milieus sowie die Schule als Organisationsmilieu.

3 Sozio-ökonomische Ungleichheit: Hier werden die Zusammenhänge zwischen ökonomischem Hintergrund, PISA-Ergebnissen und schulischer Benachteiligung sowie die Problematik der Bildungssprache behandelt.

4 Geschlechterbedingte Heterogenität: Dieses Kapitel klärt Begriffe wie Sex und Gender, reflektiert die Koedukation und beleuchtet aktuelle Benachteiligungen von Buben und Mädchen aufgrund von Lehrerstereotypen.

5 Migrationsbedingte Heterogenität: Die Arbeit thematisiert hier den Wandel von der Ausländerpädagogik hin zur interkulturellen Pädagogik und analysiert die Benachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund.

6 Behinderungsbedingte Heterogenität: Dieser Abschnitt differenziert zwischen medizinischen und sozialwissenschaftlichen Behinderungsbegriffen und beschreibt die strukturellen Nachteile für beeinträchtigte SchülerInnen in Österreich.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Relevanz der untersuchten Differenzdimensionen und fordert eine kritischere Auseinandersetzung in Bildungspolitik und Schulpraxis.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Milieu, soziale Ungleichheit, PISA-Studie, Bildungsbenachteiligung, Geschlechtergerechtigkeit, Koedukation, Migration, interkulturelle Pädagogik, sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf, Bildungssystem, Chancengleichheit, Stereotype, soziale Mobilität, Schulorganisationsgesetz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Heterogenität im österreichischen Bildungswesen und zeigt verschiedene Dimensionen auf, in denen soziale und individuelle Unterschiede zu Benachteiligungen von SchülerInnen führen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen sozio-ökonomische Ungleichheit, geschlechterbedingte Rollenbilder, migrationsbedingte Bildungsherausforderungen und den Umgang mit Behinderungen im Schulsystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, das Verständnis von Heterogenität im schulischen Kontext zu schärfen und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Milieus und Differenzdimensionen die Bildungslaufbahn beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Grundlagen werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf das „Lehrbuch Heterogenität in der Schule“ von Tanja Sturm sowie auf aktuelle PISA-Studien, Bildungsberichte und gesetzliche Grundlagen wie das Schulorganisationsgesetz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Kapitel, die jeweils spezifische Heterogenitätsdimensionen – ökonomisch, geschlechtlich, migrationsbezogen und behinderungsbedingt – detailliert analysieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Heterogenität, Milieutheorie, Bildungschancen, soziale Ungleichheit und pädagogische Professionalität geprägt.

Warum spielt der sozio-ökonomische Hintergrund eine so große Rolle für den Schulerfolg?

Wie durch PISA-Ergebnisse belegt, korreliert der Bildungsgrad der Eltern stark mit der Leistung der Kinder, da das österreichische Schulsystem stark selektiv agiert und individuelle Förderungen oft am Elternhaus hängen.

Welche Kritik äußert der Autor an der Umsetzung der Koedukation in Österreich?

Der Autor kritisiert, dass die Koedukation zwar eingeführt wurde, jedoch die dahinterliegenden Ziele der Geschlechtergerechtigkeit und der Auflösung von Rollenbildern nie konsequent verfolgt wurden, was bis heute zu Benachteiligungen führt.

Wie bewertet die Arbeit die aktuelle Integration von Kindern mit Behinderung?

Die Arbeit konstatiert, dass das österreichische Schulsystem keine nachhaltige Miteinbeziehung vorsieht und SchülerInnen mit Beeinträchtigungen durch eingeschränkte Bildungszugänge in der Oberstufe benachteiligt werden.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Arten der Heterogenität in Schule und Unterricht. Ein Blick auf Österreich
Hochschule
Universität Wien
Veranstaltung
Pädagogische Professionalität im Kontext von Schule
Note
1,0
Autor
Milan Bogdanovic (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V292751
ISBN (eBook)
9783656899365
ISBN (Buch)
9783656899372
Sprache
Deutsch
Schlagworte
arten heterogenität schule unterricht blick österreich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Milan Bogdanovic (Autor:in), 2015, Arten der Heterogenität in Schule und Unterricht. Ein Blick auf Österreich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/292751
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Leseprobe aus  17  Seiten
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