Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Modellen zur Analyse der ökonomischen Effekte von Musik-Festivals.
Die wirtschaftliche Bedeutung von Musikfestivals zu bestimmen, ist eine diffizile Arbeit, da viele verschiedene Stakeholder an der Veranstaltung partizipieren. Auch lassen sich die genauen Zahlen der Unterstützung durch die Stadt bzw. das Bundesland nur bedingt ermitteln.
Die privaten Haushalte konsumieren Produkte der Musikbranche (Kauf von Eintrittskarten, CDs usw.), arbeiten ehrenamtlich, teilweise findet eine Förderung von musikalischen Talenten oder Veranstaltungen statt. Die Musikbranche zahlt Löhne, Gehälter und Gagen an den privaten Sektor.
Der Unternehmenssektor sponsert Großveranstaltungen und ist auf diesen präsent. Die Musik- und Festivalbranche kauft Vorleistungen von den anbietenden Unternehmen.
Das Ausland importiert Musikprodukte aus Deutschland und engagiert deutsche Künstler.
Ebenso werden ausländische Musikprodukte nachgefragt und internationale Künstler für Auftritte in Deutschland gebucht.
Der Staat fördert und subventioniert die Musikbranche, stellt Geld- und Sachleistungen für Veranstaltungen zur Verfügung. Von Seiten der Musik- und Festivalbranche fließen Umsatz-, Lohn- und Einkommenssteuern sowie Zölle in die öffentlichen Haushalte.
Im Folgenden werden die verschiedenen Modelle zur Messung der ökonomischen Auswirkungen charakterisiert und ihre Vor- und Nachteile kurz erörtert.
Grundsätzlich bieten sich zwei Methoden zur Messung der wirtschaftlichen Effekte an: Zum einen die Messung der Ausgaben der Besucher bei der Veranstaltung, zum anderen die Messung der Einnahmen der an der Veranstaltung beteiligten oder dadurch betroffenen Unternehmen. Die hiermit verbundenen Probleme der genauen Zahlenermittlung sind evident.
Inhaltsverzeichnis
- Modelle zur Analyse der ökonomischen Effekte von Festivals
- Nachfragemethoden
- Angebotsmethoden
- Methode der saisonalen Differenz
- Methode der Bestimmung der Einnahmereste
- Methode der Angebotsseitenschätzung
- Methode der Ausgabenhochrechnung
- Messung der Wirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Beschäftigtenzählung
- Einfache Berechnung nach Touristenausgaben
- Methode des Vergleichs touristischer mit nicht-touristischen Regionen
- Modelle zur Bestimmung der ökonomischen Wirkungszusammenhänge
- Multiplikatormodell
- Wertschöpfungsmodell
- Input-Output - Modell
- Modelle zur Messung der Kommunikationswirkung
- Stufenmodelle/Wirkungshierarchiemodelle
- Behavioristische Analysemodelle
- Modell zur Erklärung der Wirkungsweise von Event-Marketing
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Analyse der ökonomischen Effekte von Musik-Festivals. Sie untersucht verschiedene Modelle und Methoden, um die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Veranstaltungen zu quantifizieren und zu verstehen.
- Analyse der verschiedenen Modelle und Methoden zur Messung der ökonomischen Effekte von Musikfestivals
- Bewertung der Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle
- Betrachtung der verschiedenen Stakeholder, die an Musikfestivals beteiligt sind
- Erfassung der ökonomischen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
- Untersuchung der Kommunikationswirkung von Musikfestivals
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel behandelt verschiedene Modelle zur Analyse der ökonomischen Effekte von Musik-Festivals. Es werden sowohl Nachfrage- als auch Angebotsmethoden vorgestellt, um die Ausgaben der Besucher und die Einnahmen der beteiligten Unternehmen zu erfassen. Die verschiedenen Methoden werden hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile diskutiert. Zudem wird die Messung der Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt betrachtet.
Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit den Modellen zur Bestimmung der ökonomischen Wirkungszusammenhänge von Musikfestivals. Es werden verschiedene Ansätze, wie das Multiplikatormodell, das Wertschöpfungsmodell und das Input-Output-Modell, vorgestellt und in ihren Besonderheiten analysiert.
Im dritten Kapitel werden Modelle zur Messung der Kommunikationswirkung von Musikfestivals beleuchtet. Es werden Stufenmodelle, behavioristische Analysemodelle und Modelle zur Erklärung der Wirkungsweise von Event-Marketing vorgestellt und diskutiert.
Schlüsselwörter
Musikfestivals, ökonomische Effekte, Nachfragemethoden, Angebotsmethoden, Arbeitsmarkt, Multiplikatormodell, Wertschöpfungsmodell, Input-Output-Modell, Kommunikationswirkung, Event-Marketing.
- Citar trabajo
- Raimund Bellinghausen (Autor), 2007, Modelle zur Analyse der ökonomischen Effekte von Musik-Festivals, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/289325