Im Jahr 2000 lebten in Deutschland bereits 114.000 Menschen, die 90 Jahre oder älter waren und auch aktuelle Studien zeigen einen anhaltenden demographischen Wandel zu einer Gesellschaft der Alten, die in vielen Industrienationen zu beobachten ist. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Bundesbürger steigen dabei auf 84,5 Jahre für Frauen und 80,5 Jahre für Männer, die Achtzig und Neunzigjährigen sind mittlerweile nicht nur in der Bundesrepublik die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe, während die Unsicherheit und die Zukunftsängste wachsen. Fortschritte der Medizin verdrängen den Tod und die Auseinandersetzung mit dem Sterben immer weiter aus der Gesellschaft. Demgegenüber steht eine große Debatte um die Möglichkeit den eigenen Tod in Krankheits- und Pflegefall einzuleiten, die sich vielfach unter dem Begriff Sterbehilfe in den Medien findet.
Inhaltsverzeichnis
- Sterbehilfe und Sterbebegleitung
- Die verschiedenen Arten der Sterbehilfe
- Passive Sterbehilfe
- Indirekte Sterbehilfe
- Freitodbegleitung
- Aktive Sterbehilfe
- Sterbehilfe und Euthanasie
- Die Rechtslage in Deutschland
- Patientenverfügung
- Sterbehilfe im Ausland
- Die Situation in anderen Ländern
- Kritik an der Sterbehilfe
- Religiöse Kritik
- Kritik aus medizinischer Sicht
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit dem komplexen Thema der Sterbehilfe und beleuchtet die verschiedenen Arten, die rechtliche Situation in Deutschland und im Ausland sowie die Kritik an der Sterbehilfe aus unterschiedlichen Perspektiven.
- Definition und Abgrenzung der verschiedenen Arten der Sterbehilfe
- Die rechtliche Situation in Deutschland und die Problematik der Patientenverfügung
- Die Praxis der Sterbehilfe in anderen Ländern, insbesondere in der Schweiz
- Kritik an der Sterbehilfe aus religiöser und medizinischer Sicht
- Die ethischen und moralischen Aspekte der Sterbehilfe
Zusammenfassung der Kapitel
Der Text beginnt mit einer Einführung in das Thema Sterbehilfe und beleuchtet den demographischen Wandel und die zunehmende Bedeutung des Themas in der Gesellschaft. Anschließend werden die verschiedenen Arten der Sterbehilfe vorgestellt, darunter passive Sterbehilfe, indirekte Sterbehilfe, Freitodbegleitung und aktive Sterbehilfe. Der Text geht auf die historische Entwicklung des Begriffs "Euthanasie" ein und erklärt die Gründe für die Tabuisierung des Themas in Deutschland.
Im weiteren Verlauf wird die Rechtslage in Deutschland im Detail betrachtet, wobei die unterschiedlichen rechtlichen Aspekte der verschiedenen Arten der Sterbehilfe beleuchtet werden. Die Bedeutung der Patientenverfügung wird hervorgehoben und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Patientenwillens im Ernstfall werden diskutiert.
Der Text beleuchtet die Situation in anderen Ländern, insbesondere in der Schweiz, die als "Land des Todestourismus" bekannt ist. Die Praxis der Sterbehilfe in den Niederlanden wird ebenfalls betrachtet und die ethischen und moralischen Aspekte der Sterbehilfe werden diskutiert.
Abschließend werden die Kritik an der Sterbehilfe aus religiöser und medizinischer Sicht dargestellt. Die Argumente der Gegner der Sterbehilfe werden beleuchtet und die ethischen und moralischen Dilemmata des Themas werden aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Sterbehilfe, Sterbebegleitung, passive Sterbehilfe, indirekte Sterbehilfe, Freitodbegleitung, aktive Sterbehilfe, Euthanasie, Rechtslage, Patientenverfügung, Todestourismus, Kritik, religiöse Kritik, medizinische Kritik, ethische Aspekte, moralische Aspekte.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?
Passive Sterbehilfe bedeutet den Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen, während aktive Sterbehilfe die gezielte Tötung eines Menschen auf dessen Verlangen beschreibt.
Wie ist die Rechtslage zur Sterbehilfe in Deutschland?
Die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten, während die passive und indirekte Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen rechtlich zulässig sind.
Was versteht man unter "Todestourismus"?
Dieser Begriff beschreibt das Phänomen, dass Menschen in Länder wie die Schweiz reisen, um dort legale Angebote zur Freitodbegleitung in Anspruch zu nehmen, die in ihrem Heimatland verboten sind.
Warum ist eine Patientenverfügung so wichtig?
Eine Patientenverfügung dokumentiert den Willen des Patienten für den Fall, dass er sich nicht mehr selbst äußern kann, und ist maßgeblich für die Durchführung passiver Sterbehilfe.
Welche religiöse Kritik gibt es an der Sterbehilfe?
Viele Religionen lehnen Sterbehilfe ab, da sie das Leben als ein von Gott gegebenes Gut betrachten, über das der Mensch nicht eigenmächtig verfügen darf.
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- Philip Neuß (Author), 2011, Sterbehilfe und Sterbebegleitung. Zum Text "Tanner geht" von Wolfgang Prosinger, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/288655