Die vorliegende Ausarbeitung stellt einen fiktiven Forschungsantrag dar. Das präventive Projekt „JugendLine – Jugendliche für Jugendliche“, durchgeführt in dem Landkreis Hohenlohe in Baden-Württemberg, verfolgt das Globalziel, ein suchtmittelfreies Leben zu fördern. Im Speziellen wird angestrebt, Jugendlichen einen Zugang zu professionellen Beratungseinrichtungen/Hilfsangeboten zu erleichtern. Die Grundannahme hinsichtlich der Wirksamkeit geht davon aus, dass durch den Austausch „auf Augenhöhe“ über individuell-relevante Themen (z.B. Liebeskummer, Mobbing, Drogen, Eltern, Sexualität, etc.) sowie durch den Verweis auf Hilfsinstitutionen während des Telefongesprächs (Beratungszentren, Therapeutische Praxen, Suchtzentren, etc.) das Risiko gemindert wird, Suchtmittel zu konsumieren.
Inhaltsverzeichnis
- Das Konzept „JugendLine“ und dessen theoretischer Hintergrund.
- Studiendesign der Wirksamkeitsevaluation
- Rekrutierung der Studienteilnehmer
- Beschreibung der Stichprobe
- Erhebungsmaße
- Erwartete Ergebnisse und statistische Evaluationsmethoden...
- Potentielle Probleme und Limitationen des gewählten Ansatzes…..\n
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Forschungsantrag zielt auf die Wirksamkeitsevaluation des präventiven Projekts „JugendLine - Jugendliche für Jugendliche“ ab. Das Projekt, das im Landkreis Hohenlohe in Baden-Württemberg umgesetzt wird, verfolgt das Ziel, Jugendlichen einen Zugang zu professionellen Beratungseinrichtungen zu erleichtern und ein suchtmittelfreies Leben zu fördern. Die Evaluation soll die Wirksamkeit der telefonischen Beratung durch Jugendliche für Jugendliche untersuchen, indem die Veränderung der Einstellungen und des Verhaltens der Nutzer analysiert wird.
- Die Wirksamkeit des „Elaboration Likelihood Model“ (ELM) in der Jugendarbeit.
- Die Rolle von Peer-Beratung in der Prävention von Suchtmittelkonsum.
- Die Effekte von „JugendLine“ auf die Wahrnehmung, Akzeptanz und Nutzung professioneller Hilfsangebote.
- Die Bedeutung von Moderatorvariablen wie Geschlecht, Alter und Schulform für die Wirksamkeit der Intervention.
- Die Entwicklung von stabilen Einstellungs- und Verhaltensänderungen bei den Nutzern von „JugendLine“.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 stellt das Konzept „JugendLine“ und seinen theoretischen Hintergrund vor. Es wird das „Elaboration Likelihood Model“ (ELM) erläutert und dessen Relevanz für die Wirksamkeit der Intervention diskutiert.
Kapitel 2 beschreibt das Studiendesign der Wirksamkeitsevaluation. Da ein randomisiertes Design nicht realisierbar ist, wird ein nicht-randomisiertes Design mit Interventions- und Kontrollgruppe vorgeschlagen. Die Evaluation soll Veränderungen zwischen Zeitpunkten und Gruppen untersuchen, um kausale Ursache-Wirkungs-Aussagen treffen zu können.
Kapitel 3 befasst sich mit der Rekrutierung der Studienteilnehmer. Die Interventionsgruppe wird aus Nutzern von „JugendLine“ im Landkreis Hohenlohe rekrutiert, während die Kontrollgruppe in einem Landkreis ohne vergleichbare Intervention erhoben wird. Die Stichprobenziehung soll entlang der intendierten Zielgruppe von „JugendLine“ erfolgen, um möglichst vergleichbare Stichproben zu generieren.
Kapitel 4 beschreibt die Stichprobe und deren Charakteristik. Der Umfang der Stichprobe orientiert sich an der Anzahl der Nutzungen von „JugendLine“. Um Verzerrungen der Ergebnisse aufgrund von unterschiedlicher Stichprobencharakteristik entgegenzuwirken, wird die Verwendung von Propensity Scores erwogen.
Kapitel 5 behandelt die Erhebungsmaße, die für die Evaluation verwendet werden sollen. Es wird ein multimethodaler Ansatz vorgeschlagen, der sowohl quantitative als auch qualitative Maße umfasst.
Kapitel 6 beschäftigt sich mit den erwarteten Ergebnissen und den statistischen Evaluationsmethoden. Es werden die relevanten Parameter und die Analysemethoden zur Überprüfung der Wirksamkeit von „JugendLine“ erläutert.
Kapitel 7 diskutiert potentielle Probleme und Limitationen des gewählten Ansatzes. Es werden die Herausforderungen der Evaluation sowie die möglichen Einflussfaktoren auf die Ergebnisse beleuchtet.
Schlüsselwörter
JugendLine, Wirksamkeitsevaluation, Prävention, Suchtmittelkonsum, Jugendarbeit, Beratung, Peer-Beratung, Elaboration Likelihood Model (ELM), Interventionsdesign, Stichprobenziehung, Erhebungsmaße, statistische Evaluationsmethoden, Moderatorvariablen, Propensity Scores.
- Citar trabajo
- Jana Kampe (Autor), 2014, Das Projekt "JugendLine". Jugendliche beraten Jugendliche, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/286853