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Minnesang - Steinmars "Herbstlied"

Titel: Minnesang - Steinmars "Herbstlied"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 39 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cornelia Kopitzki (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ungeliebt von seiner Angebeteten verfällt der Autor der ‚Sauferei’ und ‚Fresserei’ und verliert darüber seine Seele. Das Ende vom Lied: Liebesmühe lohnt sich nicht! So könnte der heutige Leser Steinmars »Herbstlied« als simple ‚Anti’-Liebesdichtung verstehen. Dabei würde er freilich die Eigenart der spätmittelalterlichen Liebeslyrik verkennen, denn Minnesang ist vor allem hoch artifizielle Standesdichtung und keine »Erlebnislyrik«. Das so genannte »Herbstlied« bildet als Beispiel für den Minnesang des 13.Jahrhunderts den Gegenstand der vorliegenden Arbeit. Dieser Text ist einem Lied(?)uvre bestehend aus 14 Liedern, welches unter dem Autornamen Steinmar im Codex Manesse gesammelt wurde, entnommenen. Es handelt sich um ein in der Form der Minnekanzone gehaltenes fünfstrophiges Gedicht. Es ist das früheste Lied dieser Art in der mittelhochdeutschen Literatur, in dem offenbar die herbstlichen Freuden über Mai und Minne gestellt werden. Die Lieder Steinmars sind einzig in der im Vergleich zu den beiden anderen Liederhandschriften A und B repräsentativer und schmuckreicher ausgestatteten Handschrift C überliefert. Dem Steinmar-Korpus, der variantenreich die wesentlichen Merkmale zeitgenössischen Minnesangs enthält, ist eine Miniatur vorangestellt, die sich offensichtlich am ersten Lied – dem »Herbstlied« – orientiert. Bereits diese zeitgenössische Darstellung und die Initialstellung des Liedes lassen eine gewisse Rezeptionshäufigkeit und Bedeutsamkeit zumindest innerhalb des Steinmar Korpus vermuten.2

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • EINLEITUNG
  • 1 DAS >>>HERBSTLIED«.
    • 1.1 EINE ÜBERSETZUNGSVARIANTE
    • 1.2 ABWEICHUNGEN..
  • 2. INTERPRETATION
    • 2.1 INNERE KOMMUNIKATIONSEBENE – INTERNE SPRECHSITUATIONEN
      • 2.1.1 Das implizite Publikum - die Minnesangsthematik..
      • 2.1.2 Der personifizierte Herbst - das Motiv der Jahreszeiten.
      • 2.1.3 Der Wirt - Völlerei und Schlemmerei..
      • 2.1.4 Zusammenspiel der Ebenen – mîn sêle ûf eime rîppe sât..
    • 2.2.ÄUBERE KOMMUNIKATIONSEBENE - REZEPTIONSEBENE.
  • 3. QUELLENFORSCHUNG – LITERARISCHE TRADITIONEN.
    • 3.1 DER MINNESANG..
    • 3.2 DIE MITTELLATEINISCHE LITERATUR
    • 3.3 VOLKSTÜMLICHE GATTUNGEN.
    • 3.4 RESÜMEE.
  • 4. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Steinmars »Herbstlied« aus dem 13. Jahrhundert, einem Beispiel für den Minnesang dieser Zeit. Der Text, ein fünfstrophiges Gedicht in Form einer Minnekanzone, ist Teil eines Lied-Œuvres von Steinmar, das im Codex Manesse überliefert ist. Die Arbeit untersucht die Besonderheiten des »Herbstliedes« im Kontext des Minnesangs und der mittelalterlichen Literatur, insbesondere die thematische Abkehr von der traditionellen Minne-Thematik hin zu Genuss und Völlerei.

  • Die Rezeption des »Herbstliedes« im Kontext der Minnesangtradition.
  • Die Bedeutung der inneren und äußeren Kommunikationsebenen im Gedicht.
  • Die Rolle des Herbstes und des Wirts als Motiv und Figuren.
  • Die Abkehr von der Minnedienstthematik zugunsten von Völlerei und Genuss.
  • Der Einfluss literarischer Traditionen auf das »Herbstlied«.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung stellt das »Herbstlied« von Steinmar in den Kontext des Minnesangs des 13. Jahrhunderts und erörtert dessen Besonderheiten. Sie erläutert die Rezeption des Gedichtes in der Forschung und hebt seine thematische Neuerung hervor, die von einer Abkehr vom traditionellen Minnedienst zeugt.

Kapitel 1 beschäftigt sich mit dem »Herbstlied« selbst. Es werden eine Übersetzung und Abweichungen im Text betrachtet.

Kapitel 2 analysiert die Interpretationsebenen des Gedichtes. Es werden die innere Kommunikationsebene, die interne Sprechsituation und die äußere Kommunikationsebene untersucht. Die Rolle des impliziten Publikums, des personifizierten Herbstes und des Wirts als Motiv und Figur werden beleuchtet.

Kapitel 3 untersucht die Quellenforschung und die literarischen Traditionen, die das »Herbstlied« beeinflusst haben. Der Einfluss des Minnesangs, der mittellateinischen Literatur und volkstümlicher Gattungen wird beleuchtet.

Schlüsselwörter

Die wichtigsten Schlüsselwörter des Textes sind: Minnesang, Herbstlied, Steinmar, Völlerei, Genuss, Minne, Tradition, Kommunikation, Sprechsituation, Quellenforschung, mittellateinische Literatur, volkstümliche Gattungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Steinmars „Herbstlied“?

Im Gegensatz zum klassischen Minnesang preist das Lied nicht die Liebe, sondern herbstliche Genüsse wie Essen und Trinken als Ersatz für unerwiderte Liebe.

Was ist das Besondere am Minnesang des 13. Jahrhunderts?

Er entwickelte sich von der reinen Standesdichtung hin zu artifizielleren Formen, die auch parodistische oder lebensnahe Elemente (wie bei Steinmar) enthielten.

Was ist der Codex Manesse?

Die umfangreichste und prachtvollste Liederhandschrift des Mittelalters, in der auch die Werke von Steinmar überliefert sind.

Warum wird das Lied als „Anti-Liebesdichtung“ bezeichnet?

Weil der Sprecher die „Mühe der Minne“ aufgibt und sich stattdessen der Völlerei zuwendet, was einen Bruch mit den Idealen des hohen Minnesangs darstellt.

Welche Rolle spielt der Wirt im Gedicht?

Der Wirt fungiert als zentrale Figur für die Themen Schlemmerei und leibliche Genüsse, die über die geistige Liebe gestellt werden.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Minnesang - Steinmars "Herbstlied"
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für deutsche Sprache und Literatur)
Veranstaltung
Minnesang im europäischen Kontext
Note
1,0
Autor
Cornelia Kopitzki (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
39
Katalognummer
V28671
ISBN (eBook)
9783638303835
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Minnesang Steinmars Herbstlied Minnesang Kontext
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelia Kopitzki (Autor:in), 2004, Minnesang - Steinmars "Herbstlied", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/28671
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  39  Seiten
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