Die Analyse der Thematik im Rahmen dieser Bachelorarbeit wird folgende Struktur aufweisen.
Zunächst werden in Kapitel 2 die wichtigsten Ansprüche an eine gesetzlich vorgeschriebene Rentenversicherung vorgestellt. Hierbei wird insbesondere auf die Faktoren Demographie, Kapitalsicherheit und den Arbeitsmarkt eingegangen. Anschließend werden, aufbauend auf den vorher definierten Ansprüchen, die Funktionsweisen der Rentenfinanzierungsverfahren in Kapitel 3 vorgestellt. Explizit wird hierbei auf reine Umlage- sowie Kapitaldeckungsverfahren, aber auch auf Mischverfahren der beiden Varianten eingegangen. Die vorgestellten Verfahren werden unter der Zuhilfenahme der vorher definierten Anspruchsgrundlage bewertet und strukturelle Unterschiede werden herausgestellt.
Im darauffolgenden Kapitel 4 erfolgt der Herleitung der jeweiligen internen Rendite, anhand derer die Verfahren verglichen werden können. Die Berechnung erfolgt hierbei in einer idealisierten Modellwelt. Aufgrund dessen werden sowohl das Ergebnis, als auch die Modellannahmen im Anschluss auf ihre Gültigkeit hinterfragt.
Mögliche Unterschiede in der Rendite bieten die Grundlage für einen Wechsel zwischen den Verfahren. Hierbei wird nur auf den Übergang vom Umlageverfahren zum Kapitaldeckungsverfahren eingegangen. Der andere Fall, der Übergang aus einem Kapitaldeckungsverfahren in ein Umlageverfahren, erweist sich als weniger problematisch und wurde in der Vergangenheit bereits vollzogen. Daher wird dieser Fall im Rahmen dieser Bachelorarbeit nicht weiter betrachtet. In Kapitel 5 wird das Übergangsszenario zunächst auf Pareto-Effizienz untersucht. Darüber hinaus werden mögliche intergenerative Umverteilungseffekte, die durch den Übergang entstehen, skizziert. Im Anschluss daran werden mögliche Lösungen der Übergangsproblematik aufgezeigt. Am Ende des Kapitels erfolgt ein Blick auf die Folgen des Übergangs und der Übergang insgesamt wird kritisch hinterfragt.
Die wichtigsten Ergebnisse dieser Arbeit werden daraufhin in einem Fazit in Kapitel 6 zusammengefasst, es erfolgt hierbei auch der Rückblick auf die ursprüngliche Aufgabenstellung. Den Abschluss dieser Arbeit bildet ein Ausblick auf künftige politische Entscheidungsfelder, hierzu werden die Ansichten der wichtigsten Entscheidungsträger zu der Thematik kurz dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Motivation
- Konkretisierung der Aufgabenstellung
- Struktur der Untersuchung
- Anforderungen an Rentenfinanzierungssysteme
- Demographie
- Externe Risiken
- Arbeitsmarkt
- Weitere Ansprüche
- Funktionsweisen der Verfahren
- Grundlagen
- Umlageverfahren
- Kapitaldeckungsverfahren
- Mischverfahren
- Abschnittdeckungsverfahren
- Drei Generationen Vertrag
- Abgestufte Finanzierung
- Struktureller Vergleich
- Effizienzvergleich der Verfahren
- Mackenroth-These
- Modellannahmen
- Interne Rendite
- Umlageverfahren
- Kapitaldeckungsverfahren
- Mischverfahren
- Vergleich
- Konkrete Übergangsszenarien
- Übergang vom Umlage- zum Kapitaldeckungsverfahren
- Pareto-Effizienz
- Intergenerative Umverteilung
- Folgen und Kritik des Übergangs
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob Kapitaldeckungsverfahren angesichts demographischer Veränderungen die Rentenfinanzierung besser sichern können als das in Deutschland bestehende Umlageverfahren. Im Fokus steht dabei der Vergleich der beiden Verfahren hinsichtlich ihrer Effizienz und Nachhaltigkeit.
- Demographische Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Rentenfinanzierung
- Funktionsweise und Effizienz von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren
- Intergenerative Umverteilung und ihre Bedeutung für die Rentenfinanzierung
- Konkrete Übergangsszenarien vom Umlage- zum Kapitaldeckungsverfahren
- Bewertung der Nachhaltigkeit und Effizienz der verschiedenen Rentenfinanzierungssysteme
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Motivation und die Relevanz der Thematik vor. Sie beleuchtet die aktuellen Herausforderungen der Rentenfinanzierung in Deutschland im Kontext des demographischen Wandels. Das zweite Kapitel behandelt die Anforderungen an Rentenfinanzierungssysteme und beleuchtet dabei die Faktoren Demographie, externe Risiken, Arbeitsmarkt und weitere Ansprüche. Kapitel drei beschäftigt sich mit den Funktionsweisen der verschiedenen Verfahren, darunter das Umlage-, das Kapitaldeckungs- und das Mischverfahren. Im vierten Kapitel erfolgt ein Effizienzvergleich der Verfahren unter Verwendung der Mackenroth-These und der internen Rendite. Das fünfte Kapitel analysiert konkrete Übergangsszenarien vom Umlage- zum Kapitaldeckungsverfahren, wobei die Pareto-Effizienz und die intergenerative Umverteilung im Vordergrund stehen.
Schlüsselwörter
Rentenfinanzierung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Demographischer Wandel, Lebenserwartung, Geburtenziffer, Intergenerative Umverteilung, Effizienz, Nachhaltigkeit, Übergangsszenarien
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren?
Beim Umlageverfahren finanzieren die heutigen Beitragszahler die aktuellen Rentner; beim Kapitaldeckungsverfahren spart jeder für seine eigene spätere Rente am Kapitalmarkt an.
Was besagt die Mackenroth-These?
Sie besagt, dass der gesamte Sozialaufwand einer Volkswirtschaft immer aus dem aktuellen Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden muss, unabhängig vom Finanzierungsverfahren.
Wie wirkt sich der demographische Wandel auf die Rente aus?
Sinkende Geburtenziffern und steigende Lebenserwartung setzen das Umlageverfahren unter Druck, da immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen.
Was ist ein „Drei-Generationen-Vertrag“?
Ein Mischverfahren, das die Lasten und Ansprüche zwischen der Kinder-, Erwerbs- und Rentnergeneration neu ausbalanciert.
Welche Probleme gibt es beim Übergang zum Kapitaldeckungsverfahren?
Die Hauptproblematik ist die Doppelbelastung der Übergangsgeneration, die sowohl die aktuellen Renten finanzieren als auch eigenes Kapital aufbauen muss (Pareto-Effizienz-Problem).
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- Jens-Conrad Stiewe (Author), 2014, Rentenfinanzierungssysteme im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283677