Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, anhand der Analyse zweier Gedichte von Lamartine, darzustellen, inwieweit diese eine typische romantische Landschaftsdarstellung hervorrufen. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Untersuchung der Verbindung zwischen dem Subjekt und der Landschaft liegen.
Im ersten Teil der Hausarbeit wird zuerst eine Einführung in die französische Romantik erfolgen. Hierbei werden zuerst für die Romantik wichtige, in Verbindung mit Landschaft stehende Themen wie poésie intérieur, Imagination und Korrespondenzlandschaft, eingeführt. Der weitere Verlauf der Hausarbeit widmet sich dem Dichter Alphonse de Lamartine. Zuerst wird eine kurze Einführung in sein Werk Méditations poétiques erfolgen, um sich daraufhin der Analyse der ausgewählten Gedichte „L’Isolement“ und „Vallon“ zu widmen. Anhand der Analyse soll gezeigt werden, dass die Landschaftsdarstellung in den Gedichten typisch ist für die Romantik hinsichtlich der zuvor geklärten Themen: poésie interieur, Imagination und Korrespondenzlandschaft.
Ab der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts kehren viele Autoren dem Rationalismus der Aufklärung den Rücken zu und widmen sich neuen Themen, wie der Erkundung der Leidenschaften und der Symbiose mit der Natur. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ergreift schließlich die romantische Bewegung Frankreich und löst somit die Epoche der Aufklärung und des Klassizismus gänzlich ab. Mit dieser literarischen Bewegung erlebt die Lyrik in Frankreich erstmals seit der Renaissance wieder eine Blütezeit. Zu den berühmtesten Dichtern der französischen Romantik gehört Alphonse de Lamartine. Seine Gedichtsammlung Méditations poétiques wird als Geburtsurkunde der romantischen Lyrik in Frankreich angesehen. Ein wesentlicher Charakterzug der Romantik, nämlich der Bezug des Menschen zur Natur, spiegelt sich in der Lyrik des Dichters wider. Seine Gedichte sind geprägt von romantischen Landschaftsdarstellungen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Romantik in Frankreich
- Themen der romantischen Literatur in Frankreich
- Poésie intérieure
- Imagination
- Die romantische Korrespondenzlandschaft
- Themen der romantischen Literatur in Frankreich
- Alphonse de Lamartine und sein Werk Méditations poétiques
- Alphonse de Lamartine
- Méditations poétiques
- Analyse der Gedichte „L'Isolement“ und „Le Vallon“
- Analyse des Gedichts „L'Isolement“
- Analyse des Gedichts „Le Vallon“
- Fazit der Analyse der Gedichte „L'Isolement“ und „Le Vallon“
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert zwei Gedichte von Alphonse de Lamartine, „L'Isolement“ und „Le Vallon“, um zu untersuchen, inwieweit diese eine typische romantische Landschaftsdarstellung hervorrufen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Beziehung zwischen dem lyrischen Subjekt und der Landschaft.
- Die französische Romantik und ihre spezifischen Merkmale
- Die Bedeutung von Poesie intérieure, Imagination und Korrespondenzlandschaft in der romantischen Literatur
- Alphonse de Lamartine als Vertreter der französischen Romantik
- Analyse der Landschaftsdarstellung in den Gedichten „L'Isolement“ und „Le Vallon“
- Die Verbindung zwischen dem lyrischen Subjekt und der Landschaft in den ausgewählten Gedichten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die französische Romantik ein und beschreibt die Abkehr von der Aufklärung und dem Klassizismus hin zu einer stärkeren Betonung von Emotionen und Individualität. Es wird besonders auf die Bedeutung der Natur für die romantische Literatur hingewiesen.
Das zweite Kapitel widmet sich der Analyse der Themen der romantischen Literatur in Frankreich. Dabei werden Poesie intérieure, Imagination und Korrespondenzlandschaft als zentrale Elemente der Romantik vorgestellt.
Kapitel drei konzentriert sich auf Alphonse de Lamartine und sein Werk Méditations poétiques. Es wird eine kurze Einführung in das Werk gegeben und auf die Bedeutung der Landschaft in Lamartines Gedichten eingegangen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: französische Romantik, Poesie intérieure, Imagination, Korrespondenzlandschaft, Alphonse de Lamartine, Méditations poétiques, „L'Isolement“, „Le Vallon“, Landschaftsdarstellung, lyrisches Subjekt, Natur.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Besondere an Lamartines „Méditations poétiques“?
Das Werk von 1820 gilt als Geburtsstunde der romantischen Lyrik in Frankreich und brach mit den starren Regeln des Klassizismus durch eine neue Subjektivität.
Was versteht man unter einer „Korrespondenzlandschaft“?
In der Romantik spiegelt die äußere Natur den seelischen Zustand des lyrischen Ichs wider; die Landschaft wird zum Spiegelbild der Emotionen (z. B. Melancholie, Einsamkeit).
Worum geht es in dem Gedicht „L’Isolement“?
Das Gedicht thematisiert die tiefe Einsamkeit und Trauer des Ichs nach dem Verlust einer geliebten Person, wobei die Natur als weite, aber trostlose Kulisse fungiert.
Welche Rolle spielt die Imagination in Lamartines Lyrik?
Die Imagination erlaubt es dem Dichter, über die reale Welt hinauszugehen und in der Natur spirituelle oder transzendente Erfahrungen zu finden.
Wie unterscheidet sich die Romantik von der Aufklärung?
Während die Aufklärung Vernunft und Rationalität betonte, stellt die Romantik das Gefühl, das Individuum und die mystische Verbundenheit mit der Natur ins Zentrum.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2014, Die Landschaftsdarstellung in Alphonse de Lamartines "Méditations poétiques", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/283563