Die BP-Krise im Golf von Mexico ist ein Beispiel par excellence für eine Kommunikationskrise – nicht nur natürlich – aber sie spielt wohl die größte Rolle für BP. Doch wie kommt es zu solchen Krisen und wie kam es im Speziellen im Golf von Mexico zu dieser Krise? Wie verlaufen Krisen theoretisch – wie ist sie bei BP verlaufen? Welche Auswirkungen hat eine solche Krise, welche Konsequenzen gab es für BP? Das alles soll in der vorliegenden Arbeit erörtert werden – aus theoretischer Sicht und anhand des Beispiels der BP-Krise 2010. Es stellt sich also folgende Forschungsfrage:
„Wie entsteht und verläuft eine Krise mit welchen Auswirkungen in der Theorie und bei der Krise der Deepwater Horizon von BP im Golf von Mexico 2010?“
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsdefinitionen
3 Ein Überblick der BP-Krise 2010 im Golf von Mexico
4 Krisenursachen, Krisenverlauf und Krisenauswirkungen
4.1 Die Krisenursachen
4.1.1 Krisenursachen aus theoretischer Perspektive
4.1.2 Krisenursachen bei der BP-Krise
4.2 Der Krisenverlauf
4.2.1 Theoretische Ansätze und Krisenverlaufsmodelle
4.2.2 Die Ad-hoc-Krise
4.2.3 Der Verlauf der BP-Krise
5 Auswirkungen der BP-Krise
6 Fazit
7 Quellenverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und den Verlauf von Krisen, insbesondere von Kommunikationskrisen, und wendet diese theoretischen Erkenntnisse exemplarisch auf die Ölkatastrophe der Bohrplattform Deepwater Horizon von BP im Jahr 2010 an. Dabei wird analysiert, wie sich technische Störfälle zu massiven Reputations- und Kommunikationskrisen entwickeln können.
- Theoretische Grundlagen zu Krisendefinitionen und Krisenmanagement
- Analyse von Modellen zum Krisenverlauf (z.B. Vier-Phasen-Modelle)
- Untersuchung der spezifischen Ursachen und des Verlaufs der BP-Krise
- Bewertung der Auswirkungen auf Image und Reputation mittels eines logisch-analytischen Messverfahrens
- Kritische Reflexion der Anwendbarkeit theoretischer Krisenmodelle auf die Praxis
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Krisenursachen aus theoretischer Perspektive
Warum entstehen Krisen überhaupt? Wie kommt es dazu, dass ein Unternehmen, das lange Zeit sehr stabil war, plötzlich massive Probleme hat, sei es mit Finanzen, Produkten, oder schlechter Kommunikation und was sind die Gründe dafür, dass ein Medium in eine Kommunikationskrise gerät? Dies sind die basislegenden Fragen mit dem sich dieser kleine Auszug von Krisenursachen beschäftigt, um einzuordnen, wie eine Krise überhaupt entsteht – mit besonderem Merkmal auf die Kommunikationskrise.
Jürgen Kleikamp (2012) schreibt, dass prinzipiell alles eine Krise sein kann; als Beispiele nennt er Einsturz öffentlicher Gebäude, ein Großbrand mit Opfern, einen Amoklauf, Geiselnahme, Naturkatastrophen, Evakuierungen, Flugzeugabstürze oder Zugunglücke, Unglücke mit Kindern oder auch Steuerhinterziehung beziehungsweise den Verdacht darauf (vgl. 37). Das alles sind Situationen, die ein Unternehmen plötzlich vor große Herausforderungen stellen. Es herrscht sofortiger Klärungsbedarf, meistens große Verwirrung und sofort beginnen Medien und JournalistInnen Gründe und Verantwortliche zu suchen, während die Katastrophe noch im Gange ist.
Zugegeben, Kleikamps Beispiele treffen eher auf sogenannte Ad-hoc-Krisen zu (vgl. hierzu Kapitel 4.2.2), aber grundsätzlich beschreiben sie Situationen, die - ob nun längerfristig aufgestaut oder plötzlich ohne Vorwarnung passieren – eine Krise entstehen lassen können. Hier fiktive Beispiele dafür, dass sich eine solche Krise angestaut hat, wären, dass bei einem Großbrand der Flammenschutz in den Wänden hätte länger schon renoviert werden müssen oder dass Kabel oder Leitungen Probleme gemacht haben und zu einem Kabelbrand führten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Unternehmenskrisen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Entstehung und des Verlaufs einer Krise am Beispiel der Deepwater Horizon.
2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Krise, Public Relations, Krisenmanagement, Kommunikationskrise sowie Reputation und Image definiert.
3 Ein Überblick der BP-Krise 2010 im Golf von Mexico: Es wird der faktische Ablauf des Unglücks auf der Bohrplattform Deepwater Horizon sowie die unmittelbaren technischen Probleme und gescheiterten Rettungsversuche dargestellt.
4 Krisenursachen, Krisenverlauf und Krisenauswirkungen: Dieses Hauptkapitel analysiert theoretische Ansätze für Krisenursachen und -verläufe und überträgt diese auf den konkreten Fall der BP-Krise, wobei insbesondere das Vier-Phasen-Modell und das Phänomen der Ad-hoc-Krise diskutiert werden.
5 Auswirkungen der BP-Krise: Hier werden die finanziellen und ökologischen Folgen des Oil Spills beleuchtet sowie eine logisch-analytische Reputationsmessung von BP durchgeführt.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und kritisiert die begrenzte Anwendbarkeit theoretischer Krisenmodelle auf komplexe Praxisbeispiele.
7 Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und Online-Quellen.
Schlüsselwörter
Krisenkommunikation, BP, Deepwater Horizon, Krisenmanagement, Reputationskrise, Ad-hoc-Krise, Krisenursachenforschung, Kommunikationsmanagement, Imageverlust, Unternehmenskrise, Vier-Phasen-Modell, Ölkatastrophe, Public Relations, Krisenverlauf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Organisationen in Krisen geraten und wie diese Krisen, insbesondere durch die öffentliche Kommunikation, wahrgenommen und bewertet werden, illustriert am Beispiel der Ölkatastrophe von BP.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Krisentheorie, der Modellierung von Krisenverläufen, der Analyse der BP-Krise 2010 und der Bewertung von Reputation und Image in Krisenzeiten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die zentrale Frage lautet: Wie entsteht und verläuft eine Krise mit welchen Auswirkungen in der Theorie und bei der Krise der Deepwater Horizon von BP im Golf von Mexico 2010?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die theoretische Krisenmodelle mit einer praxisorientierten Fallanalyse sowie einer logisch-analytischen Auswertung von Reputationsmerkmalen kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst Ursachen und theoretische Verlaufsmodelle von Krisen dargelegt, um diese anschließend detailliert auf den Ablauf der BP-Katastrophe und deren Folgen für das Unternehmen anzuwenden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Krisenkommunikation, BP-Krise, Reputationsmanagement, Krisenverlauf und Unternehmensimage.
Warum wird die Krise von BP als "Ad-hoc-Krise" eingeordnet?
Weil der Krisenprozess zeitlich extrem verkürzt war und mit dem plötzlichen Blowout der Bohrplattform ohne Vorwarnung für die Öffentlichkeit begann, was viele klassische Phasenmodelle schwer anwendbar macht.
Welche Rolle spielte das Management in der Krise?
Das Management und insbesondere der ehemalige CEO Tony Hayward werden für ihre kommunikativen Fehler, die mangelnde Wahrhaftigkeit und das Versuchen, das Ausmaß der Katastrophe zu verharmlosen, stark kritisiert.
- Quote paper
- Cedric Fritsch (Author), 2014, Die Kommunikationskrise von BP im Golf von Mexico, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/281008