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Literarische Texte im DaF-Unterricht. Vorteile für Leseprozess und Deutungsfähigkeiten, didaktische Konsequenzen

Titel: Literarische Texte im DaF-Unterricht. Vorteile für Leseprozess und Deutungsfähigkeiten, didaktische Konsequenzen

Hausarbeit , 2013 , 10 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Clara Kiele (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was sind die Vorteile von Literatur im DaF-Unterricht? Die Arbeit beantwortet grundsätzliche didaktische Fragen von der Vermittlung literarischer Texte im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Definition literarischer Texte

2. Der literarische Text im Fremdsprachen-Unterricht

2.1. Vorteile

2.2. Der fremdsprachliche Leseprozess

2.3. Heuristische Deutungsfähigkeiten

3. Didaktische Konsequenzen

3.1. Textauswahl und Lesetraining

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die didaktische Einbettung und den methodischen Einsatz literarischer Texte im Fremdsprachenunterricht, um Lernende nicht nur sprachlich, sondern auch interkulturell zu fördern.

  • Definition und Wesensmerkmale literarischer Texte.
  • Vorteile der Literaturarbeit gegenüber rein funktionalen Gebrauchstexten.
  • Analyse des fremdsprachlichen Leseprozesses als selektive und antizipatorische Tätigkeit.
  • Vermittlung von heuristischen Deutungsfähigkeiten als Kulturtechnik.
  • Kriterien für die Textauswahl und methodische Ansätze im Leseunterricht.

Auszug aus dem Buch

2.3. Heuristische Deutungsfähigkeiten

Wie bereits mehrfach angesprochen werden beim Lesen Inferenzen gebildet, die im Verlauf des Textes bestätigt oder korrigiert werden. Die Bildung dieser Schlussfolgerungen entsteht aus dem Zusammenspiel aus Weltwissen des Lesers und dem Textwissen. Das Deutungsschema legt dabei der Text fest, welches der Leser mit seinem Weltwissen befüllt, so entsteht in jedem Leseprozess eine individuelle Perspektive des Gelesenen. Hierbei entstehen Sinnzusammenhänge im Text, die sich bestätigen oder auch nicht. Der Leser muss seine aufgestellten Hypothesen wiederholt überprüfen. Hierfür müssen die Leser Signale im Text interpretieren (vgl. Ehlers 1992, 70). Solche Interpretationssignale sind sprachliche Signale, Kontextsignale, Text- oder Gattungssignale sowie literarische und erzählerische Signale (EHLERS 1992, 71). Sprachliche Signale meinen dabei Stilmittel wie etwa metaphorische und rhetorische Mittel. Kontextsignale beschreiben das Wissen über den Kontext, in dem der Text verfasst wurde (Wer ist der Verfasser, wann wurde das Werk geschrieben?). Literarische und erzählerische Signale beziehen sich auf Erwartungen an einen höheren Sinn oder Grund an den Text (Weshalb wurde er verfasst? Was möchte er mir sagen?).

Die verschiedenen Signale sprechen unterschiedliches Wissen an. Der Leser muss die Textsignale im Hinblick auf mögliche Deutungen bewerten. Die Bewertung des Textes hängt deshalb ab von seinem Wissen über Sprachkonventionen, Textaufbau, Gattungen, literarische Stilmittel sowie seinem Weltwissen (vgl. EHLERS 1992, 73). Unter Einschluss seines Wissens bezüglich der verschiedenen Interpretationssignale bewertet der Leser den Text und vollzieht eine Deutung des selbigen. Er muss sich schließlich für eine mögliche Deutung des Textes entscheiden. Ein solches Verfahren bezeichnet man auch als Heuristik. Heuristische Deutungsfähigkeiten sind für das literarische Textverständnis essentiell. Sie erfordern nicht nur die Beherrschung der Regeln des Text- und Themenaufbaus, sondern auch das Können sein „Wissen so anzuwenden, daß [der Leser] Erwartungen einnehmen, Hypothesen bilden und abändern kann, bis er am Ende eine Ganzheit / ein Gesamtverständnis gefunden hat“ (EHLERS 1992, 71).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition literarischer Texte: Dieses Kapitel definiert Literatur als fiktionale Kunstform und grenzt sie durch sprachliche sowie strukturelle Merkmale von nicht-literarischen Texten ab.

2. Der literarische Text im Fremdsprachen-Unterricht: Hier wird die Rolle des literarischen Textes als Medium zur ganzheitlichen Förderung der Fremdsprachenkompetenz innerhalb des kommunikativen Unterrichts diskutiert.

2.1. Vorteile: Es wird dargelegt, wie literarische Texte durch emotionale Involviertheit und die Vermittlung landeskundlicher Informationen zur Verbesserung globaler Lesekompetenzen beitragen.

2.2. Der fremdsprachliche Leseprozess: Das Kapitel charakterisiert den Leseprozess als eine zielgerichtete, selektive und insbesondere antizipatorische Tätigkeit, bei der der Leser durch Leerstellen im Text aktiv eingebunden wird.

2.3. Heuristische Deutungsfähigkeiten: Diese Ausführungen beschreiben die Fähigkeit des Lesers, aus textuellen Signalen und eigenem Weltwissen Schlussfolgerungen zu ziehen, um Sinnzusammenhänge zu erschließen.

3. Didaktische Konsequenzen: Hier wird kritisch hinterfragt, warum authentische Literatur gegenüber didaktisierten Texten bevorzugt werden sollte und welche Anforderungen an die Lehrperson bei der Textauswahl gestellt werden.

3.1. Textauswahl und Lesetraining: Dieses Kapitel schlägt das abschnitthafte Lesen als Methode vor, um Erwartungshorizonte der Lernenden gezielt zu trainieren und die Kommunikation über das Gelesene zu fördern.

4. Schlussbemerkungen: Die Arbeit resümiert, dass Literatur ein essentielles Werkzeug ist, um den Kulturhorizont zu erweitern und das Fremdverstehen im Unterricht nachhaltig zu stärken.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Literaturdidaktik, Lesekompetenz, Heuristik, Deutungsfähigkeit, Textanalyse, Kommunikativer Ansatz, Interkulturelles Lernen, Textauswahl, Leseprozess, Fiktionalität, Fremdverstehen, Sinnbildung, Literaturgeschichte, Sprachvermittlung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Bedeutung und dem methodischen Einsatz literarischer Texte im Fach Deutsch als Fremdsprache.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Definition von Literatur, der kognitive Prozess des fremdsprachlichen Lesens sowie die praktischen Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie literarische Texte genutzt werden können, um neben sprachlichen Fertigkeiten auch interkulturelle Kompetenzen und ein tieferes Textverständnis zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse fachdidaktischer Literatur und Konzepte, um didaktische Strategien für den Literaturunterricht abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Leseprozesses, die Erläuterung heuristischer Deutungsfähigkeiten und praktische Überlegungen zur Textauswahl und Methodik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Fremdsprachenunterricht, Lesekompetenz, Heuristik, interkulturelles Lernen und die Unterscheidung zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten.

Warum spielt die Unterscheidung von fiktionalen und nicht-fiktionalen Texten eine Rolle?

Die Unterscheidung ist zentral, da fiktionale Literatur im Gegensatz zu Gebrauchstexten durch ästhetische Merkmale und Leerstellen einen aktiven, emotionalen Einbezug des Lernenden erfordert.

Welchen Nutzen hat das "abschnitthafte Lesen" laut der Autorin?

Diese Methode fördert die Lesemotivation, ermöglicht den Austausch über Erwartungen an den Text und unterstützt die Lernenden dabei, Sinneinheiten besser zu erfassen.

Was macht "heuristische Deutungsfähigkeiten" zu einer Kulturtechnik?

Sie erfordern kulturelles Weltwissen und das Verständnis für implizite Annahmen, die in literarischen Texten vorausgesetzt werden – wer diese Techniken beherrscht, kann sich besser in fremden Kulturen orientieren.

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Details

Titel
Literarische Texte im DaF-Unterricht. Vorteile für Leseprozess und Deutungsfähigkeiten, didaktische Konsequenzen
Hochschule
Philipps-Universität Marburg
Note
1,0
Autor
Clara Kiele (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V280568
ISBN (eBook)
9783656743569
ISBN (Buch)
9783656837862
Sprache
Deutsch
Schlagworte
literarische texte daf-unterricht vorteile leseprozess deutungsfähigkeiten konsequenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clara Kiele (Autor:in), 2013, Literarische Texte im DaF-Unterricht. Vorteile für Leseprozess und Deutungsfähigkeiten, didaktische Konsequenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/280568
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