In den letzten Jahren erschienen im deutschsprachigen Raum vermehrt Publikationen zu dem aus der Praxis entstandenen Organisationskonzept der „Shared Service Center“ (SSC), welches sich in Amerika bereits hoher Verbreitung erfreut. Auf die Möglichkeit zur Bündelung von Finanz- und/oder Controllingaufgaben (FCA) in einem SSC wiesen bisher nur wenige Autoren hin. Mit der Bündelung von Unterstützungsaufgaben (wie zB IT, Personalbereich, Finanzwesen usw.) in wirtschaftlich von anderen Unternehmensbereichen abgrenzbaren Einheiten, den sog. „Shared Service Centern“, sollen im Wesentlichen durch die Konsolidierung, die Konzentration von Know How und das Prozessreengineering deutliche Kosten- und Qualitätsvorteile realisierbar sein. Die von Booz Allen & Hamilton genannten Einsparungspotenziale von 20 % im Controlling und bis zu über 30 % in der Finanzbuchhaltung hängen natürlich immer vom jeweiligen Unternehmen ab. In der Literatur wird darauf hingewiesen, dass das SSC-Konzept vor allem in größeren Unternehmen zweckmäßig eingesetzt werden kann. Ausgehend davon und unter Einbeziehung der Tatsache, dass sich Kosteneinsparungen hauptsächlich aus der Bündelung ehemals mehrfach ausgeführter Aufgaben ergeben, erscheint das SSC-Konzept für Konzerne (da Einheit aus mehreren Unternehmen) besonders geeignet, weshalb diese Arbeit das SSC-Konzept in Konzernen untersuchen soll und zwar für den Finanz- und/oder Controllingbereich (FCB).
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition „Konzern“
- Finanzfunktionen
- Beschreibung „Finanzfunktionen“ in der Literatur
- Controlling im Konzern
- Arbeitsdefinition „Finanzfunktionen“
- Das Shared Service Center-Konzept (SSC)
- Begriffsdefinition
- Treiber der Entwicklung von SSC
- Ziele der Errichtung von SSC im Allgemeinen
- Zusammenfassung: Einsatzbereiche des SSC-Konzepts in der Praxis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert das Shared Service Center (SSC)-Konzept in großen Unternehmen, insbesondere im Kontext von Konzernen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Anwendung des SSC-Konzepts im Finanz- und/oder Controllingbereich (FCB). Die Arbeit befasst sich mit der Definition von „Konzernen“ im österreichischen Recht, beschreibt die Finanzfunktionen und untersucht die Treiber und Ziele der SSC-Entwicklung. Der Fokus liegt auf der Analyse der Kosteneinsparungen und Qualitätsvorteile, die durch die Bündelung von Finanz- und Controllingaufgaben in SSCs erreicht werden können. Die Arbeit berücksichtigt die relevanten Literaturquellen und liefert Einblicke in die praktische Anwendung des SSC-Konzepts.
- Definition des Shared Service Center-Konzepts
- Treiber und Ziele der Entwicklung von SSCs in Konzernen
- Kosten- und Qualitätsvorteile durch die Bündelung von FCB-Aufgaben
- Relevante rechtliche Rahmenbedingungen für Konzerne in Österreich
- Praktische Beispiele für die Anwendung des SSC-Konzepts in Konzernen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Shared Service Center (SSC)-Konzepts ein, beleuchtet die zunehmende Verbreitung dieses Organisationsmodells und stellt die Relevanz der SSC-Anwendung in Konzernen heraus.
- Definition „Konzern“: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Definition eines Konzerns im österreichischen Recht, insbesondere im Hinblick auf die Pflicht zur Erstellung eines Konzernabschlusses. Die relevanten Gesetzestexte und Paragraphen werden vorgestellt.
- Finanzfunktionen: Dieses Kapitel beschreibt die Finanzfunktion als Teilbereich der Betriebswirtschaft und analysiert ihre Rolle in der Gesamtstruktur eines Unternehmens. Die Kapitel untersucht verschiedene Definitionen der Finanzfunktion in der Literatur und beleuchtet die Bedeutung des Rechnungswesens.
Schlüsselwörter
Shared Service Center (SSC), Konzern, Finanzfunktionen, Controlling, Kosteneinsparungen, Qualitätsvorteile, Prozessreengineering, Österreichisches Recht, Konzernabschluss, HGB, IFRS, Betriebswirtschaft, Rechnungswesen
- Citation du texte
- Mag. (FH) Carmen Zsivkovits (Auteur), 2006, Das Shared Service Center (SSC)-Konzept bei großen Unternehmen. Definitionen und Funktionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277525