Der antiken und mittelalterlichen christlichen Wallfahrt ist wesentlich gemeinsam, dass sich Menschen religiös motiviert auf Reisen begaben und diese Reisenden "peregrini" genannt wurden. Im Unterschied zur antiken Wallfahrt, welche sich weitgehend darauf beschränkte, individuell, ohne besondere Hilfen und frei besonderer kirchlicher Normierung die in der biblischen Tradition stehenden heiligen Stätten aufzusuchen und die Wege Christi nachzugehen, kannte das Mittelalter Massenwallfahrten und entsprechende Infrastrukturen, Ersatzwallfahrten, abendländische Wallfahrtsorte bzw. -zentren ausserhalb Roms, Wallfahrten zur Busse oder Ablasserlangung, eigene Unterkünfte, Kennzeichen, eigentliche Führer sowie besondere Schutznormen und Privilegien für Pilger und kirchliche Wallfahrtsverbote für Frauen. Die mittelalterliche Wallfahrt war im Vergleich zur antiken somit immer mehr nicht nur von religiösen, sondern auch – und immer mehr – offensichtlich von wirtschaftlichen und (kirchen-)politischen Interessen geprägt.
Inhaltsverzeichnis
- Bezeichnung der Wallfahrenden
- Wallfahrtsziele
- Palästina, insbesondere Jerusalem
- Konstantinopel und übriger Orient
- Rom
- Weitere abendländische Wallfahrtsorte
- Busswallfahrten und Wallfahrten zwecks Ablasserwerb
- Strassen, Unterkünfte und Kennzeichen der Wallfahrer
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay befasst sich mit der Entwicklung der Wallfahrt in der Antike und im Mittelalter. Er untersucht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen beiden Epochen und beleuchtet die wichtigsten Wallfahrtsziele, die Rituale und die Bedeutung der Wallfahrt in der jeweiligen Zeit.
- Entwicklung der Wallfahrt in der Antike und im Mittelalter
- Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Epochen
- Wichtigste Wallfahrtsziele
- Rituale und Bedeutung der Wallfahrt
- Einfluss von politischen und religiösen Veränderungen auf die Wallfahrt
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel des Essays befasst sich mit der Bezeichnung der Wallfahrenden. Es wird erläutert, wie der Begriff "Peregrinus" im Laufe der Zeit seine Bedeutung wandelte und schließlich ausschließlich für Pilger zu heiligen Stätten verwendet wurde.
Das zweite Kapitel behandelt die wichtigsten Wallfahrtsziele. Es werden die Entwicklungen der Wallfahrten nach Palästina, insbesondere Jerusalem, Konstantinopel und dem übrigen Orient sowie nach Rom und weiteren abendländischen Wallfahrtsorten beschrieben. Die Kapitel beleuchten die Gründe für die Beliebtheit der einzelnen Ziele, die Herausforderungen, die mit den Reisen verbunden waren, und die Veränderungen, die sich im Laufe der Zeit ergaben.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die antike und mittelalterliche Wallfahrt, die Entwicklung der Wallfahrt, die wichtigsten Wallfahrtsziele, die Rituale und die Bedeutung der Wallfahrt in der jeweiligen Zeit. Der Text beleuchtet die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den beiden Epochen und analysiert den Einfluss von politischen und religiösen Veränderungen auf die Wallfahrt.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet der Begriff „Peregrinus“?
Ursprünglich bezeichnete der Begriff allgemein Reisende in der Fremde. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Bedeutung hin zu religiös motivierten Pilgern, die heilige Stätten aufsuchen.
Was unterscheidet die antike von der mittelalterlichen Wallfahrt?
Die antike Wallfahrt war meist individuell und frei von kirchlicher Normierung. Im Mittelalter entstanden Massenwallfahrten mit fester Infrastruktur, rechtlichen Schutznormen und wirtschaftlichen Interessen.
Welche waren die wichtigsten Wallfahrtsziele?
Jerusalem (Palästina), Rom und Konstantinopel waren zentral. Im Mittelalter kamen bedeutende abendländische Orte wie Santiago de Compostela hinzu.
Was sind Bußwallfahrten?
Dies waren Wallfahrten, die als kirchliche Strafe oder zur Erlangung eines Ablasses (Sündenvergebung) auferlegt oder unternommen wurden.
Gab es Einschränkungen für Frauen bei mittelalterlichen Wallfahrten?
Ja, im Mittelalter gab es zeitweise kirchliche Wallfahrtsverbote für Frauen, oft begründet mit den Gefahren der Reise oder moralischen Bedenken.
- Arbeit zitieren
- Dr.iur. Andrea G. Röllin (Autor:in), 2014, Antike und mittelalterliche Wallfahrt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/277411