In seinem 1996 veröffentlichten Buch „Highlife Time“ beschreibt John Colins die in Ghana wichtigste und populärste, vorkommende Tanzmusik, die sogenannte „Highlife-Musik“.
Ihre Wurzeln liegen laut Colins in den Blaskapellen, den Tanzorchestern und den Gitarren, sowie Akkordeon Palmwine Gruppen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In der heutigen Zeit zeigen sich weiterhin starke Verbindungen zu den sogenannten Concert Party Gruppen und ihren Gitarrenbands auf. Bei diesen Concert Party Gruppen handelt es sich vorwiegend um professionelle Künstler, die neben der Highlife Tanzmusik auch Theater, Akrobatik und Zaubervorstellungen für die urbane Landbevölkerung und für die arme Bevölkerung der Städte darbieten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts avancierten diese Bands zur kulturell vorantreibenden Kraft Ghanas. In der Folgezeit, den späten 1960er Jahren, sollten diese Bands dann zu einem wesentlichen Einflussfaktor für die populären ghanaischen Musiker werden.
Grundlegend für die Entwicklung der Concert Partys waren die im Zuge der Kolonialisierung nach Ghana „eingeführten“ westlichen Konzerte. Hierbei spielen z.B. die alljährlichen Schulkonzerte zur Feier des British Empire Days (24.Mai), und die sogenannten Cantatas, bei denen biblische Geschichten aufgeführt werden, eine wichtige Rolle für die Etablierung der westlichen Bühnenperformances in der ghanaischen Kultur.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Highlife
2.1 Die Concert Partys – Ursprünge und Entwicklung
2.2 Highlife Musik – Ursprünge und Entwicklung
3. Bezug zum Thema des Seminars
4. Kritische Beurteilung des Textes
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit setzt sich mit dem Buch „Highlife Time“ von Professor John Colins auseinander, um die historische Entstehung, die stilistische Wandlung sowie die interkontinentale Popularisierung der ghanaischen Highlife-Musik nachzuvollziehen und kritisch einzuordnen.
- Historische Ursprünge der ghanaischen Concert-Party-Kultur
- Entwicklung und Einflüsse der Highlife-Musik auf die lokale Musikszene
- Rolle der Akkulturation und multikultureller Einflüsse in der Musikentwicklung
- Musikwissenschaftliche Bewertung des Quellwerks von John Colins
Auszug aus dem Buch
2.1. Die Concert Partys – Ursprünge und Entwicklung
In seinem 1996 veröffentlichten Buch „Highlife Time“ beschreibt John Colins die in Ghana wichtigste und populärste, vorkommende Tanzmusik, die sogenannte „Highlife-Musik“. Ihre Wurzeln liegen laut Colins in den Blaskapellen, den Tanzorchestern und den Gitarren, sowie Akkordeon Palmwine Gruppen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. In der heutigen Zeit zeigen sich weiterhin starke Verbindungen zu den sogenannten Concert Party Gruppen und ihren Gitarrenbands auf.
Bei diesen Concert Party Gruppen handelt es sich vorwiegend um professionelle Künstler, die neben der Highlife Tanzmusik auch Theater, Akrobatik und Zaubervorstellungen für die urbane Landbevölkerung und für die arme Bevölkerung der Städte darbieten. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts avancierten diese Bands zur kulturell vorantreibenden Kraft Ghanas. In der Folgezeit, den späten 1960er Jahren, sollten diese Bands dann zu einem wesentlichen Einflussfaktor für die populären ghanaischen Musiker werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk von John Colins ein und benennt das Ziel der Beschreibung der Highlife-Musik sowie die kritische Auseinandersetzung mit dem Buch.
2. Highlife: Dieses Kapitel beleuchtet detailliert die Ursprünge der Tanzmusik, unterteilt in die soziokulturelle Entwicklung der Concert Partys und die musikalische Evolution der Highlife-Stile.
3. Bezug zum Thema des Seminars: Hier wird der Zusammenhang zwischen den multikulturellen Einflüssen der Kolonialzeit und der Entwicklung ghanaischer Musik als Prozess der Akkulturation analysiert.
4. Kritische Beurteilung des Textes: Das Fazit bewertet das Buch als lebendige, historisch fundierte Darstellung, weist jedoch auf Mängel in der musikanalytischen Tiefe hin.
Schlüsselwörter
Highlife, Ghana, Concert Party, Akkulturation, Tanzmusik, Musikgeschichte, Palmwine Gruppen, Kolonialismus, Musikindustrie, Gitarrenbands, Westafrika, populäre Musik, interkultureller Austausch, E.T. Mensah, Tanzorchester.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Buch „Highlife Time“ von John Colins, welches die Entstehung und Entwicklung der populären Highlife-Musik in Ghana dokumentiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Im Zentrum stehen die historischen Ursprünge der ghanaischen Musik, der Einfluss von Akkulturation und die Entwicklung spezieller Ensembles wie Concert Partys und Tanzorchestern.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Entwicklung der ghanaischen Musik nachzuvollziehen und das Werk von Colins sowohl inhaltlich zusammenzufassen als auch musikwissenschaftlich kritisch zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literarische Analyse des Werkes durchgeführt, die durch eine historische Kontextualisierung der Musikstile ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Concert Partys, die musikalischen Einflüsse auf die Highlife-Musik sowie den Bezug zur multikulturellen Seminarthematik.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Highlife, Akkulturation, Concert Party, koloniale Einflüsse und ghanaische Populärmusik.
Welche Rolle spielten die sogenannten „Sixpenny Shows“?
Die Sixpenny Shows waren populäre, für die ärmere Bevölkerung zugängliche Aufführungen von Ishmael 'Bob' Johnson, die einen starken lokalen Bezug zur Akan-Sprache aufwiesen.
Warum wird das Buch von Colins aus wissenschaftlicher Sicht kritisiert?
Das Werk wird für den Mangel an transkribierten Musikstücken und fehlende Quellenverweise kritisiert, was eine vertiefte musikanalytische Untersuchung erschwert.
- Arbeit zitieren
- Marcel Hylla (Autor:in), 2004, Zu: John Colins - Highlife Time - Concert Partys und Highlife Musik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27631