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Modul- und Leistungspunktesysteme in der beruflichen Bildung

Title: Modul- und Leistungspunktesysteme in der beruflichen Bildung

Term Paper , 2014 , 46 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Matthias Schilling (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Sowohl die berufliche Ausbildung als auch die betriebliche Weiterbildung leisten einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands und sind hierzulande längst zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor geworden. Hohe Qualität und Flexibilität sind die wesentlichen Bedingungen, die sie erfüllen müssen, um den sich stets wandelnden Anforderungen zu genügen.
Aber nicht nur in Deutschland, sondern europaweit ist es essenziell, dass diese Qualität und Flexibilität immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Daher ist es unumgänglich, dass im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung dieser hohe Standard durch vielversprechende Neuerungen beibehalten bzw. gefördert wird. Die wohl größte Herausforderung in der heutigen Zeit ist nun die Schaffung und Etablierung eines Systems zur Akkumulierung und Übertragung von Leistungspunkten. Ziel ist es, ein europaweit durchlässiges System der Standardisierung internationaler Berufskompetenz zu schaffen.
Nach der Entwicklung des European Credit Transfer System (ECTS), eines Bezugsrahmens für den Hochschulbereich, der Transparenz und europaweite Anrechenbarkeit von Studienleistungen garantieren soll, sind nun vergleichbare Instrumente für die berufliche Bildung entwickelt worden.
In den zwei folgenden Kapiteln dieser Arbeit wird daher ausführlich auf die Instrumente EQF (European Qualifications Framework) und ECVET (European Credit System for Vocational Education and Training) eingegangen. Basierend auf diesen auf europäischer Ebene geschaffenen Instrumenten wurden die jeweiligen deutschen Pendants entwickelt. Zum einen der DQR (Deutscher Qualifikationsrahmen) als Pendant zum EQF und zum anderen der DECVET als Gegenstück zum ECVET. Diese werden ebenfalls Thema dieser Arbeit sein.
Im vierten Kapitel wird schließlich darauf eingegangen, wie diese Instrumente in der Praxis zur Anwendungen kommen. Dies erfolgt anhand eines Beispiels in der dualen Ausbildung bei der AUDI AG im Projekt EDGE.
In Kapitel fünf wird sodann ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen in der beruflichen Bildung geworfen. Die Arbeit schließt mit einem Fazit sowie einem Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Aktualität und Relevanz der Thematik

2. Qualifikationsrahmen

2.1. Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR)

2.1.1. Definition

2.1.2. Entstehung und Zielsetzung

2.1.3. Aufbau

2.2. Nationale Qualifikationsrahmen (NQR)

2.3. Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR)

2.3.1. Definition

2.3.2. Entstehung und Zielsetzung

2.3.3. Aufbau

2.4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen EQR und DQR

3. Leistungspunktesysteme

3.1. ECVET

3.1.1. Definition

3.1.2. Entstehung und Zielsetzung

3.1.3. Aufbau

3.1.4. Abgrenzung zum ECTS-System

3.2. DECVET

3.2.1. Definition

3.2.2. Ausgangssituation und Ziele

4. Das Projekt EDGE

4.1. Definition

4.2. Beispiel der AUDI AG

5. Aktuelle Entwicklungen und Umfrageergebnisse

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung und Anwendung von Qualifikationsrahmen und Leistungspunktesystemen in der beruflichen Bildung zu untersuchen, um die Transparenz, Vergleichbarkeit und Durchlässigkeit innerhalb des deutschen und europäischen Bildungssystems zu fördern. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Instrumente wie EQF, DQR, ECVET und DECVET die Anerkennung von Lernergebnissen erleichtern und somit die Mobilität von Lernenden erhöhen können.

  • Grundlagen und Aufbau des EQR und DQR als Meta-Rahmen für Qualifikationen.
  • Funktionsweise und Zielsetzung des europäischen Leistungspunktesystems ECVET.
  • Nationale Umsetzung und Erprobung von Leistungspunkten durch die Initiative DECVET.
  • Praktische Implementierung von Anrechnungsmodellen am Beispiel des Projekts EDGE der AUDI AG.
  • Analyse aktueller Entwicklungen und Herausforderungen bei der Umsetzung von ECVET.

Auszug aus dem Buch

4.2. Beispiel der AUDI AG

Die Berufsausbildung der AUDI AG bearbeitet im Rahmen des Projekts EDGE die Frage, inwieweit das ECVET die Durchlässigkeit innerhalb der dualen Berufsbildung fördern kann. Für AUDI ist die Mitarbeit im Projekt EDGE aus zweifacher Sicht interessant: Sie dient einerseits der Steigerung der beruflichen Handlungskompetenz durch Lernergebnisorientierung. Andererseits ist die Durchlässigkeit zwischen Berufen im Sinne der Möglichkeit eines Wechsels zwischen Berufen einer Berufsfamilie – sowohl aus Unternehmenssicht als auch aus der Sicht des Auszubildenden sinnvoll. Außerdem macht die Transparenz von Lernleistungen deutlich, welche Kompetenzen Azubis, die sich in der deutschen dualen Ausbildung befinden, an einem ausländischen Standort mitbringen.

Zur Entwicklung und Erprobung von Anrechnungsmodellen sind der zweijährige Ausbildungsberuf des Maschinen- und Anlageführers und der dreijährige Ausbildungsberuf des Fertigungsmechanikers gewählt worden. Es gibt bereits Anrechnungsverordnungen für diese Ausbildungsberufe, die allerdings „workload-orientiert“ sind, d.h. die Verordnung rechnet Ausbildungszeiten an, macht aber nicht transparent, was ein Absolvent im Sinne der Kompetenzorientierung in der Lage ist, zu leisten und welche Lernleistungen anrechenbar sind. Aus jedem Beruf wurde daher jeweils eine Gruppe von 24 Auszubildenden ausgewählt, mit der die Erprobung im Ausbildungsjahr 2008/2009 begonnen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Aktualität und Relevanz der Thematik: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Qualitätsstandards und Flexibilität in der Berufsbildung durch die Etablierung von Leistungspunktesystemen.

2. Qualifikationsrahmen: Dieses Kapitel erläutert die Struktur und Zielsetzung des EQR und DQR als Basis für die Vergleichbarkeit von Bildungsabschlüssen.

3. Leistungspunktesysteme: Hier werden das europäische System ECVET sowie die nationale Initiative DECVET detailliert betrachtet und vom hochschulischen ECTS abgegrenzt.

4. Das Projekt EDGE: Dieses Kapitel analysiert anhand des Praxisbeispiels der AUDI AG, wie ECVET-Modelle konkret zur Anrechnung von Lernergebnissen in der Ausbildung beitragen.

5. Aktuelle Entwicklungen und Umfrageergebnisse: Die Ergebnisse einer Umfrage unter Bildungsträgern zur Akzeptanz und Bekanntheit von ECVET werden hier ausgewertet.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung der Qualifikationsrahmen zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige Förderung des Dialogs zwischen Praxis und Politik.

Schlüsselwörter

Berufliche Bildung, Qualifikationsrahmen, EQR, DQR, Leistungspunktesystem, ECVET, DECVET, Lernergebnisse, Transparenz, Mobilität, Durchlässigkeit, Projekt EDGE, AUDI AG, Anrechnung, Kompetenzfeststellung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von Qualifikationsrahmen und Leistungspunktesystemen, um die Transparenz und Durchlässigkeit im Bereich der beruflichen Bildung zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Europäische und Deutsche Qualifikationsrahmen, das ECVET-System für die Berufsbildung, die nationale Initiative DECVET sowie die praktische Anwendung dieser Konzepte.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Einführung dieser Instrumente individuelle Bildungswege flexibler gestaltet und die Anerkennung erworbener Kompetenzen europaweit erleichtert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Praxisbeispielen, insbesondere der Pilotprojekte im Rahmen der Initiative DECVET sowie des Projekts EDGE.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (EQR/DQR, ECVET/DECVET) erläutert, bevor anhand des Beispiels der AUDI AG die praktische Umsetzung von Anrechnungsmodellen dargelegt wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Lernergebnisorientierung, Durchlässigkeit, Kompetenzanrechnung, Mobilität und die explizit genannten Instrumente wie ECVET und DQR.

Wie unterscheidet sich ECVET konzeptionell vom ECTS?

Während das ECTS primär auf dem Workload-Konzept basiert, orientiert sich ECVET an Lernergebnissen (Outcome-Orientierung) und ist somit besser für die Integration von informell und non-formal erworbenen Kompetenzen geeignet.

Warum ist das Projekt EDGE bei der AUDI AG für die Untersuchung relevant?

Das Projekt EDGE zeigt exemplarisch, wie Anrechnungsmodelle zwischen verschiedenen dualen Ausbildungsberufen in der Praxis funktionieren und welche Herausforderungen bei der Umsetzung auftreten.

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Details

Title
Modul- und Leistungspunktesysteme in der beruflichen Bildung
College
University of Applied Sciences Münster
Grade
1,3
Author
Matthias Schilling (Author)
Publication Year
2014
Pages
46
Catalog Number
V276237
ISBN (eBook)
9783656694564
ISBN (Book)
9783656695981
Language
German
Tags
modul- leistungspunktesysteme bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Schilling (Author), 2014, Modul- und Leistungspunktesysteme in der beruflichen Bildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/276237
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