Obwohl im landwirtschaftlichen Sektor nur etwa vier Prozent aller Beschäftigten der Gemeinschaft tätig sind, die nur drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften, genießt der Agrarmarkt sowohl national wie in der gemeinschaftlichen Politik besonderen Vorrang. Allein für die Agrarpolitik sind etwa die Hälfte des EU-Haushaltes vorgesehen, welches es – gemessen an den Ausgaben – zum wichtigsten Politikbereich der EU macht. Gleichzeitig ergeben sich gegenwärtig immer neue Realitäten und Herausforderungen: Globalisierung des Welthandels, gezielte Qualitätsansprüche der Verbraucher und die Erweiterung der Union setzen den Agrarmarkt unter einen permanenten Reformdruck. Im Spannungsfeld von nötigen Reformen und politischen Widerständen der derzeitigen Nutznießer wird an den modernen Agrarmarkt die Anforderung gestellt, neben den Bedürfnissen des ländlichen Raumes auch die Erwartungen der heutigen Gesellschaft und die Notwendigkeiten im Umweltbereich zu berücksichtigen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1 Einführung und Problemstellung
- 1.2 Gang der Untersuchung
- 2. Hauptteil
- 2.1 Definition und Zielsetzung des EU-Agrarmarktes
- 2.2 Entwicklung der EU-Agrarpolitik
- 2.3 Beteiligte Organe und Entscheidungsprozess
- 2.3.1 Europäische Kommission
- 2.3.2 Rat der Europäischen Union
- 2.3.3 Europäisches Parlament
- 2.3.4 Entscheidungsprozess
- 2.4 Grundlegung des EU-Agrarmarktes
- 2.4.1 Gemeinsame Marktordnungen (GMO)
- 2.4.2 Entwicklung des ländlichen Raumes
- 2.4.4 Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft (EAFGL)
- 2.5 Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Agenda 2000
- 2.5.1 Reformziele
- 2.5.2 Europäische Erweiterung
- 3. Schlussteil
- 3.1 Kritische Würdigung
- 3.2 Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit widmet sich der umfassenden Darstellung des europäischen Agrarmarktes. Sie untersucht dessen Definition und Zielsetzung, analysiert die Entwicklung der EU-Agrarpolitik und die Rolle der beteiligten Organe sowie deren Entscheidungsprozess. Besondere Aufmerksamkeit wird der Grundlegung des EU-Agrarmarktes durch die Gemeinsame Marktordnungen (GMO) und die Entwicklung des ländlichen Raumes gewidmet. Die Arbeit beleuchtet zudem die Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Rahmen der Agenda 2000 und setzt diese in Bezug zur Erweiterung der Europäischen Union.
- Definition und Zielsetzung des EU-Agrarmarktes
- Entwicklung der EU-Agrarpolitik
- Beteiligte Organe und Entscheidungsprozess im EU-Agrarmarkt
- Grundlegung des EU-Agrarmarktes durch die GMO und die Entwicklung des ländlichen Raumes
- Reformen der GAP im Rahmen der Agenda 2000 und deren Bezug zur Erweiterung der Europäischen Union
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Problematik des europäischen Agrarmarktes ein. Sie beleuchtet die Bedeutung des Sektors für die EU und stellt die Herausforderungen durch Globalisierung, Qualitätsansprüche und die Erweiterung der Union heraus. Im Hauptteil wird der EU-Agrarmarkt definiert, seine Zielsetzung und Entwicklung beleuchtet sowie die Rolle der beteiligten Organe und deren Entscheidungsprozess dargestellt. Des Weiteren werden die Grundzüge des Agrarmarktes durch die Gemeinsamen Marktordnungen und die Entwicklung des ländlichen Raumes erläutert. Die Reformen der Gemeinsamen Agrarpolitik im Rahmen der Agenda 2000 und deren Bedeutung für die Erweiterung der EU bilden den weiteren Schwerpunkt. Der Schlussteil bietet eine kritische Würdigung des EU-Agrarmarktes und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Europäischer Agrarmarkt, EU-Agrarpolitik, Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), Gemeinsame Marktordnungen (GMO), Entwicklung des ländlichen Raumes, Europäische Kommission, Rat der Europäischen Union, Europäisches Parlament, Agenda 2000, Erweiterung der Europäischen Union.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Agrarmarkt für die EU so bedeutend?
Obwohl nur etwa 4 % der Beschäftigten im Agrarsektor tätig sind, entfällt etwa die Hälfte des EU-Haushaltes auf die Agrarpolitik, was sie zum finanziell wichtigsten Politikbereich macht.
Was ist das Ziel der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP)?
Die GAP zielt darauf ab, die landwirtschaftliche Produktivität zu sichern, den ländlichen Raum zu entwickeln und gleichzeitig den Anforderungen des Umweltschutzes und der Verbraucher gerecht zu werden.
Welche Reformen brachte die Agenda 2000 für den Agrarmarkt?
Die Agenda 2000 bereitete den Agrarmarkt auf die EU-Osterweiterung vor und setzte neue Schwerpunkte in der ländlichen Entwicklung sowie im Umweltschutz.
Welche Organe sind am Entscheidungsprozess beteiligt?
Der Entscheidungsprozess im EU-Agrarmarkt wird primär durch die Europäische Kommission, den Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament gestaltet.
Was versteht man unter Gemeinsamen Marktordnungen (GMO)?
Die GMO bilden das rechtliche Grundgerüst für die Regulierung der Märkte für verschiedene landwirtschaftliche Erzeugnisse innerhalb der Europäischen Union.
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- Anja Repke (Autor), 2003, Der Europäische Agrarmarkt, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/27619