Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Münchhausen-by-proxy-Syndrom, einer subtilen Form der Kindesmisshandlung. Gerade im Bereich der frühkindlichen Pädagogik können Berührungspunkte mit dieser Krankheit und deren Folgen entstehen, die oftmals nicht wahrgenommen werden, da sie zum einen eher unbekannt und zum anderen schwer erkennbar ist.
Ein Grund hierfür sind die oberflächlich liebevollen, fürsorglichen Mütter, die einem Außenstehenden nicht als der Auslöser der scheinbaren Krankheit des Kindes erscheinen. Die Diagnosestellung ist äußerst schwierig, da diese Mütter die behandelnden Ärzte lange Zeit als Mittäter missbrauchen, indem sie ein eigentlich gesundes Kind einer Reihe von Behandlungen und oftmals auch invasiven Eingriffen aussetzen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriff und Erklärung des Münchhausen-by-proxy-Syndroms
- Warnsignale und aufgetretene Manipulationstechniken
- Die Beteiligten
- Opfer
- Geschwisterkinder
- Verursachende Personen
- Opfer
- Folgen nach der Diagnosestellung
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Münchhausen-by-proxy-Syndrom (Mbps) und zielt darauf ab, die subtile Form der Kindesmisshandlung zu beleuchten. Die Arbeit soll die Leser über die Erkrankung und ihre Folgen informieren, insbesondere im Kontext der Pädagogik der frühen Kindheit.
- Definition und Erklärung des Münchhausen-by-proxy-Syndroms
- Erkennung von Warnsignalen und Manipulationstechniken
- Charakteristika der Opfer und ihrer Geschwisterkinder
- Verhaltensweisen und Psychodynamik der verursachenden Personen
- Folgen für die betroffenen Kinder nach Diagnosestellung
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 definiert das Münchhausen-by-proxy-Syndrom (Mbps) als eine Sonderform der artifiziellen Störungen, bei der Personen, in der Regel Mütter, ihren Kindern Schäden zufügen, um medizinische Aufmerksamkeit zu erlangen. Es werden verschiedene Definitionen und Kriterien des Mbps aus unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt, darunter die Definition nach dem Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM 5), die pädiatrische Sichtweise von Rosenberg (1987) und die Kriterien von Roy Meadow (2002).
Kapitel 3 beleuchtet Warnsignale und Manipulationstechniken, die bei Mbps auftreten können. Diese können verschiedene Formen annehmen, wie z. B. das Vortäuschen oder künstliche Erzeugen von Krankheitssymptomen, das Missbrauchen von Ärzten als Mittäter und das Verleugnen des eigenen Handelns.
Kapitel 4.1 beschreibt die Opfer des Mbps und widmet sich in Abschnitt 4.1.1 den Geschwisterkindern, die ebenfalls unter den Folgen dieser Form der Kindesmisshandlung leiden können. Abschnitt 4.2 konzentriert sich auf die verursachenden Personen, insbesondere die „Mütter“, und analysiert ihre Verhaltensweisen und psychodynamischen Hintergründe.
Schlüsselwörter
Münchhausen-by-proxy-Syndrom, Kindesmisshandlung, artifizielle Störungen, Manipulationstechniken, Warnsignale, Opfer, Geschwisterkinder, verursachende Personen, Folgen, Diagnosestellung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Münchhausen-by-proxy-Syndrom (Mbps)?
Mbps ist eine Form der Kindesmisshandlung, bei der eine Bezugsperson (meist die Mutter) Krankheiten beim Kind vortäuscht oder künstlich erzeugt, um selbst Aufmerksamkeit von medizinischem Personal zu erhalten.
Warum ist das Syndrom so schwer zu erkennen?
Die Täterinnen wirken nach außen oft extrem fürsorglich und liebevoll. Sie missbrauchen Ärzte als „Mittäter“, indem sie diese zu unnötigen Untersuchungen und invasiven Eingriffen verleiten.
Welche Warnsignale gibt es für Mbps?
Warnsignale sind unter anderem Symptome, die nur in Anwesenheit der Mutter auftreten, Behandlungen, die nicht anschlagen, oder eine Mutter, die auffällig wenig Erleichterung zeigt, wenn eine Diagnose negativ ausfällt.
Sind auch Geschwisterkinder gefährdet?
Ja, die Arbeit zeigt auf, dass Geschwisterkinder oft ebenfalls Opfer von Manipulationen werden oder unter den psychischen Folgen der familiären Dynamik leiden.
Welche Folgen hat die Diagnose für das betroffene Kind?
Neben den körperlichen Schäden durch unnötige Behandlungen leiden Kinder oft unter massiven psychischen Traumata, Bindungsstörungen und einer gestörten Wahrnehmung der eigenen Gesundheit.
- Quote paper
- Sandra Fischer (Author), 2013, Das Münchhausen-by-proxy-Syndrom. Eine subtile Form der Kindesmisshandlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273915