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Einfache und differenzierte „Textlupe“ zur Textüberarbeitung im Vergleich

Planung, Durchführung und Evaluation einer Unterrichtseinheit in einer 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums

Titel: Einfache und differenzierte „Textlupe“ zur  Textüberarbeitung im Vergleich

Examensarbeit , 2009 , 64 Seiten , Note: 1

Autor:in: Stephanie Hilbert (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schreiben ist ein Grundwerkzeug des Menschen hinsichtlich der Kommunikation mit Anderen. Schreiben lernen heißt, sich eine Kompetenz anzueignen, die die Voraussetzung für das weitere Leben darstellt. Gerade im Zeitalter des medialen Fortschritts, in dem Kommunikation vermehrt über technische Hilfsmittel wie das Internet, Mobiltelefone oder Smartphones abläuft, wird es immer wichtiger korrekt und eloquent schreiben zu können. Ohne diese Fähigkeit ist es nahezu unmöglich, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Bereits leichte Schwächen in diesem Bereich bedeuten für heutige Schülerinnen und Schüler Probleme in Hinblick auf die Ausbildungsplatzsuche, einen Schul- oder Studienabschluss. Da ich meine Aufgabe als Lehrer u.a. darin sehe, meine Schüler so gut wie möglich auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten und ihnen notwendige Voraussetzungen zu vermitteln, haben mich die folgenden Erfahrungen dazu veranlasst mich intensiv mit der Entwicklung der Schreibkompetenz zu beschäftigen.
Im Rahmen meines Unterrichts in einer 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums konnte ich immer wieder beobachten, dass die Schüler den Schreibprozess einer Schreibaufgabe beenden, indem sie ihren ersten Entwurf abgeben ohne diesen ein zweites Mal zu lesen oder in irgend einer Form zu überarbeiten. Ich traue dem Großteil meiner Schüler allerdings durchaus qualitativ höherwertigere Ergebnisse zu, die sie meiner Meinung nach durch eine Überarbeitung ihrer Texte erreichen könnten. Diese Einschätzung lässt sich damit begründen, dass sich beispielsweise in Klassenarbeiten sehr häufig noch Flüchtigkeitsfehler befinden, obwohl die Schüler bereits vor dem Ende der Stunde abgegeben hatten und somit zeitlich die Möglichkeit einer Überarbeitung bestand. Darüber hinaus verwenden meine Schüler häufig umgangssprachliche Ausdrücke und Modalverben, was zu einer Abwertung und Einseitigkeit ihres Sprachstils führt.
Ausgehend von diesen schriftsprachlichen Defiziten habe ich eine Unterrichtseinheit konzipiert, welche die Fähigkeiten meiner Schüler im Hinblick auf ihre Schreibkompetenz fördert. Hierbei ist es mir besonders wichtig die Schüler dafür zu sensibilisieren wie sie ihre Texte aufwerten können und diese Optimierungen im Anschluss an ihre Textproduktion durchzuführen. Dadurch erreichen die Schüler eine Metakognition hinsichtlich ihres Schreibprozesses und werden sich über die eigenen Handlungsweisen und damit verfügbaren Schreibstrategien bewusst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Zielsetzung

2 Theoretische Grundlagen

2.1. Prozessorientierte Schreibdidaktik

2.2 Definition des Begriffes Schreibkompetenz

2.3 Kooperatives Schreiben

2.4 Die Methode „Textlupe“

3 Evaluationskonzept und Arbeitshypothesen

3.1 Hypothesen, Kriterien, Indikatoren

3.2 Instrumente für die Unterrichtsbewertung

4 Konzeption der Unterrichtseinheit

4.1 Planungsrelevante Faktoren

4.1.1 Schülerbezogene Planungsfaktoren

4.1.2 Lehrerbezogene Planungsfaktoren

4.1.3 Organisatorische Planungsfaktoren

4.2 Entscheidungen

4.2.1 Legitimation des Unterrichts

4.2.2 Didaktisch-methodische Absichten

5 Planung, Durchführung und Auswertung der einzelnen Stunden

5.1 Erste Doppelstunde (04.11.2008)

5.1.1 Durchführungskonzept

5.1.2 Begründung der Vorgehensweise

5.1.3 Lernziele

5.1.4 Durchführung und Reflexion der Stunde

5.2 Zweite Doppelstunde und zusätzliche Einzelstunde (06.11.2008)

5.2.1 Durchführungskonzept

5.2.2 Begründung der Vorgehensweise

5.2.3 Lernziele

5.2.4 Durchführung und Reflexion

5.3 Dritte Doppelstunde (11.11.2008)

5.3.1 Durchführungskonzept

5.3.2 Begründung der Vorgehensweise

5.3.3 Lernziele

5.3.4 Durchführung und Reflexion

6 Evaluation

6.1 Auswertung der ersten Hypothese

6.2 Auswertung der zweiten Hypothese

6.3 Auswertung der dritten Hypothese

7 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Wirksamkeit der Methode "Textlupe" zur Förderung der Schreibkompetenz von Schülern in einer 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums zu untersuchen, um zu klären, wie diese Methode gestaltet sein muss, um optimale Ergebnisse bei der Textüberarbeitung zu erzielen.

  • Prozessorientierte Schreibdidaktik
  • Methodik der "Textlupe" (einfach vs. differenziert)
  • Kooperatives Schreiben und Feedbackprozesse
  • Schreibkompetenz und individuelle Förderung
  • Evaluation von Unterrichtseinheiten

Auszug aus dem Buch

Die Methode „Textlupe“

Es bieten sich für den Umgang mit den Textentwürfen der Schüler grundsätzlich mehrere methodische Verfahren der Überarbeitung an: Im Rahmen von „Schreibkonferenzen“ werden die Texte in Kleingruppen vorgelesen und besprochen. Die Methoden „über den Rand hinausschreiben“, „Zettellawinen“ oder „Leserbriefe“ und auch „Textlupe“ veranlassen die Schüler, schriftlich zu den zu überarbeitenden Texten Stellung zu nehmen. Eine dritte Vorgehensweise ist das Verhandeln des Textes in einer Art Rollenspiel im Rahmen einer „Pressekonferenz“ oder eines „Geschworenengerichts“.

Die „Textlupe“, die zur Methodik der schriftlichen Kommentierung gehört, ist ein Verfahren zum schrittweisen kooperativen Schreiben. Die Schüler arbeiten dabei in Kleingruppen und bekommen jeweils den Text eines Gruppenmitglieds, den sie mithilfe eines strukturierten Kommentarbogens überarbeiten sollen. Im Anschluss wird der fremde Text in der Gruppe herumgereicht, bis jedes Teammitglied seine Eindrücke, Beobachtungen und Vorschläge auf der Textlupe vermerkt hat.

Die Textlupe zeichnet sich dabei dadurch aus, dass sie die Regeln des Feedbacks einhält, indem die Schüler in der ersten Spalte dazu aufgefordert werden, den Text zunächst zu würdigen. Außerdem kann das Verfahren als intensiv und komplex beschrieben werden, da der Leser mit hoher Aufmerksamkeit und durch kontrolliertes Beurteilen eine differenzierte Rückmeldung zum Text gibt. Während dieses Prozesses wird er sogar konstruktiv tätig, indem er punktuell in die Rolle der Schreibers wechselt. Bedeutsam ist außerdem, dass durch das Rotieren der Textlupe nicht nur Text und Leser, sondern auch die Leser untereinander in schriftliche Kommunikation treten. Diese schriftlichen Kommentare stehen dem Schreiber im Anschluss an die Textlupe zur Verfügung und er setzt im Rahmen seines eigenen Überarbeitungsprozesses für ihn sinnvolle Anregungen um. Gegenüber mündlichen Rückmeldeverfahren hat die Textlupe den Vorteil, dass Überarbeitungsvorschläge auf dem Kommentarbogen festgehalten werden und dem Schreiber dauerhaft zur Verfügung stehen und so auf das individuelle Arbeitstempo der Schüler Rücksicht genommen werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Zielsetzung: Hier werden die Relevanz der Schreibkompetenz und das Ziel der Arbeit, den Überarbeitungsprozess mittels der "Textlupe" zu untersuchen, dargelegt.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die prozessorientierte Schreibdidaktik, definiert den Begriff der Schreibkompetenz und stellt Methoden des kooperativen Schreibens sowie die Textlupe vor.

3 Evaluationskonzept und Arbeitshypothesen: Das Kapitel stellt die Hypothesen, Kriterien und Indikatoren der Studie sowie die zur Messung verwendeten Instrumente vor.

4 Konzeption der Unterrichtseinheit: Hier werden die planungsrelevanten Faktoren der Klasse und die didaktisch-methodischen Überlegungen für das Projekt beschrieben.

5 Planung, Durchführung und Auswertung der einzelnen Stunden: Dieses Kapitel dokumentiert detailliert den Ablauf, die Begründung und die Reflexion der drei Unterrichtsdoppelstunden.

6 Evaluation: Die Auswertung der aufgestellten Hypothesen anhand der erhobenen Daten wird hier analysiert und kritisch beurteilt.

7 Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Unterrichtsvorhaben.

Schlüsselwörter

Schreibdidaktik, Schreibkompetenz, Textlupe, Textüberarbeitung, kooperatives Schreiben, Prozessorientierung, Fabeln, Unterrichtsevaluation, Binnendifferenzierung, Metakognition, Feedbackprozesse, Schreibprozess, Wirtschaftsgymnasium, Gruppenarbeit, Lehrmethodik

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie die Methode „Textlupe“ zur Überarbeitung von Texten eingesetzt werden kann, um die Schreibkompetenz von Schülern am Wirtschaftsgymnasium gezielt zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Verfasserin?

Zentral sind die prozessorientierte Schreibdidaktik, das kooperative Schreiben in Gruppen sowie die Differenzierung von Unterrichtsverfahren zur individuellen Leistungsförderung.

Welches Ziel oder welche Forschungsfrage wird verfolgt?

Das primäre Ziel ist es zu überprüfen, wie die Methode „Textlupe“ gestaltet sein muss, um den Schreibprozess der Schüler zu optimieren und ihnen die Bedeutung der Überarbeitung für die Textqualität zu vermitteln.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer Unterrichtssequenz, deren Erfolg durch Fragebögen, Textanalysen (Vergleich von Entwürfen) und strukturierte Kommentarbögen evaluiert wurde.

Was umfasst der Hauptteil der Hausarbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe, die Planung und Konzeption des Unterrichts, die detaillierte Darstellung und Reflexion der drei Doppelstunden sowie die abschließende Evaluation der Arbeitshypothesen.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Schreibkompetenz, Textlupe, prozessorientiertes Schreiben, kooperative Textarbeit, Binnendifferenzierung und Evaluation sind die bestimmenden Begriffe.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen "einfacher" und "differenzierter" Textlupe eine Rolle?

Die Differenzierung ermöglicht es, schwächeren Schülern durch klare Kriterien Halt zu geben, während leistungsstärkere Schüler durch komplexere Anforderungen individuell gefordert werden können.

Warum wurden für das Projekt speziell Fabeln als Textgattung gewählt?

Fabeln bieten klare, überschaubare Merkmale, die für Schüler leicht erkennbar sind und sich daher hervorragend für das strukturierte Überarbeiten innerhalb einer Unterrichtssequenz eignen.

Welche Rolle spielen die Mitschüler im Feedbackprozess?

Durch die "Textlupe" treten die Schüler untereinander in eine schriftliche Kommunikation, wodurch sie wechselseitig als Berater fungieren und beim Prüfen ihrer Texte entlastet werden.

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Details

Titel
Einfache und differenzierte „Textlupe“ zur Textüberarbeitung im Vergleich
Untertitel
Planung, Durchführung und Evaluation einer Unterrichtseinheit in einer 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums
Hochschule
Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung Hamburg
Note
1
Autor
Stephanie Hilbert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
64
Katalognummer
V273021
ISBN (eBook)
9783656647362
ISBN (Buch)
9783656647355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfache textlupe textüberarbeitung vergleich planung durchführung evaluation unterrichtseinheit klasse wirtschaftsgymnasiums
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Hilbert (Autor:in), 2009, Einfache und differenzierte „Textlupe“ zur Textüberarbeitung im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/273021
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  64  Seiten
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