Wie schaffte man es, in einem Land, das bereits die letzten 12 Jahre unter strengster Zensur durch das Naziregime leben musste, legitim eine Zensur durchzusetzen? Welche Maßnahmen und welche Institutionen wurden ins Leben gerufen, um das Zensursystem am Laufen zu halten? Wie wurde mit Kritik umgegangen, die unvermeidlich war? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen ist das Ziel dieser Hausarbeit.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- RAHMENEBDINGUNGEN
- Die Situation am Ende des II. Weltkriegs
- Konferenz von Jalta und Potsdamer Abkommen
- Reparationszahlungen an die Sowjetunion
- Institutionen in der SBZ
- Die Sowjetische Militäradministration
- Die Verwaltung für Information
- Die Abteilung für Volksbildung der SMAD
- Die Deutsche Zentralverwaltung für Volksbildung und der Kulturelle Beirat
- ZENSUR
- Zensur im Buchwesen
- Vorzensur
- Nachzensur
- Zensur von Periodika
- Vorzensur
- Nachzensur
- ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Zensur im Buchwesen und der Presse in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) in den Jahren 1945-1949. Sie befasst sich mit den Rahmenbedingungen, die zur Errichtung des Zensurapparates führten, und analysiert die Maßnahmen und Institutionen, die zur Durchsetzung der Zensur eingesetzt wurden. Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der Zensur auf die Meinungsfreiheit und den kulturellen Diskurs in der SBZ.
- Die Rahmenbedingungen für die Zensur in der SBZ nach dem Zweiten Weltkrieg
- Die Rolle der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) und ihrer Institutionen bei der Durchsetzung der Zensur
- Die Funktionsweise der Zensur im Buchwesen und der Presse
- Die Auswirkungen der Zensur auf die Meinungsfreiheit und den kulturellen Diskurs in der SBZ
- Die Herausforderungen und Dilemmata im Umgang mit Zensur in einer Nachkriegsgesellschaft.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Kontext der Zensur in der SBZ nach dem Zweiten Weltkrieg einführt. Kapitel 2 befasst sich mit den Rahmenbedingungen für die Errichtung des Zensurapparates, wobei die Konferenz von Jalta und das Potsdamer Abkommen sowie die Gründung der SMAD und ihrer Institutionen beleuchtet werden. Kapitel 3 untersucht die Zensur im Buchwesen und in der Presse, einschließlich der Vor- und Nachzensur.
Schlüsselwörter
Zensur, Sowjetische Besatzungszone (SBZ), Nachkriegsdeutschland, Buchwesen, Presse, Sowjetische Militäradministration (SMAD), Propaganda, Meinungsfreiheit, Kultureller Diskurs, Ideologie.
Häufig gestellte Fragen
Wer war für die Zensur in der SBZ verantwortlich?
Die Hauptverantwortung lag bei der Sowjetischen Militäradministration (SMAD), unterstützt durch deutsche Institutionen wie die Zentralverwaltung für Volksbildung.
Was ist der Unterschied zwischen Vor- und Nachzensur?
Vorzensur findet vor der Veröffentlichung statt (Prüfung von Manuskripten), während Nachzensur bereits gedruckte Werke kontrolliert und gegebenenfalls verbietet.
Wie wurde die Zensur nach der NS-Zeit legitimiert?
Die Zensur wurde oft als notwendige Maßnahme zur „Entnazifizierung“ und zum Schutz der neuen antifaschistisch-demokratischen Ordnung dargestellt.
Welche Rolle spielten Periodika im Zensursystem?
Zeitungen und Zeitschriften unterlagen einer strengen Kontrolle der Verwaltung für Information, um sicherzustellen, dass sie die ideologischen Ziele der Besatzungsmacht unterstützten.
Was waren die Folgen der Zensur für den kulturellen Diskurs?
Die Zensur schränkte die Meinungsfreiheit massiv ein und führte zu einer ideologischen Einseitigkeit in Literatur und Presse der Nachkriegsjahre.
- Quote paper
- Stephanie Lihs (Author), 2010, Zensur in der Sowjetischen Besatzungszone, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/271245