Alt zu werden ist ein positiv konnotiertes Thema und ein uraltes, weit verbreitetes Ziel der Menschen. An der großen medialen Aufmerksamkeit kann man das starke Interesse am Thema Langlebigkeit sowohl von Wissenschaftlern als auch von Laien erkennen.
In vorliegender Arbeit wird anhand von Studien der Zusammenhang von Glück und einem langen Leben erläutert und wissenschaftlich fundiert dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Langlebigkeit als Teilaspekt von Gesundheit
2.1 Die Bedeutung von Gesundheit für Glück
2.2 Die Rolle von Gesundheitsstandards
2.3 Langlebigkeit als spezielles Maß für Gesundheit
3 Der Einfluss von Glück auf Langlebigkeit
3.1 Glück als Ursache für Langlebigkeit
3.2 Forschungsdesigns für empirische Untersuchungen
3.3 Befunde der empirischen Untersuchungen zur Thematik
3.3.1 Erste Anfänge: Palmore
3.3.2 Eine weitere Studie: Optimists vs. pessimists
3.3.3 Die Nonnen-Studie
3.3.4 Der Einfluss positiver Lebensorientierung
3.3.5 Diverse Metastudien zur Thematik
3.3.6 Why is the world getting older?
3.3.7 Happy people live longer
3.3.8 Die Arnhem Elderly Study
3.3.9 Positive affect and survival in older men and women
3.3.10 Happy orang-utans
4 Implikationen aus den Studien
4.1 Erklärungsansätze für gefundenen Zusammenhang
4.2 Konsequenzen aus den Befunden
4.3 Weiterer Forschungsbedarf
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht wissenschaftlich, ob und wie ein kausaler Zusammenhang zwischen dem subjektiven Wohlbefinden (Glück) und der Langlebigkeit von Individuen besteht, indem sie empirische Langzeitstudien analysiert.
- Analyse der kausalen Wirkung von Glück auf die Lebenserwartung
- Untersuchung verschiedener empirischer Forschungsdesigns in der Glücksforschung
- Zusammenfassung und Auswertung aktueller Studien zu positiven Emotionen und Überlebensraten
- Diskussion von Erklärungsansätzen für den gefundenen Zusammenhang
- Ableitung von gesundheitspolitischen und individuellen Implikationen
Auszug aus dem Buch
3.3.3 Die Nonnen-Studie
Richtig bekannt wurde der Zusammenhang Glück und Langlebigkeit durch eine beeindruckende Studie im Jahr 2001 (Bjørnskov, 2008, S. 1750). Bei der Nonnenstudie handelt es sich um eine Längsschnittstudie des Neurologen Dr. David Snowdon an der Universität von Kentucky. Thema der Studie, welche im Jahr 1986 begann und bis heute andauert, ist das Altern und die Alzheimer-Erkrankung. Ziel ist es, Gründe für Alzheimer, begünstigende Faktoren sowie Möglichkeiten zur Vorsorge zu finden. Auch andere Hirnerkrankungen, die mit dem Altern assoziiert sind, werden untersucht.
Zunächst zum grundlegenden Aufbau der Untersuchung: Bei der Versuchsgruppe handelt es sich um 678 katholische Schwestern des amerikanischen Klosterordens „School Sisters of Notre Dame“ in Mankato, Minnesota. Ausgewählt für die Studie wurde die Gruppe hauptsächlich aus folgendem Grund: Durch die Führung des selben Lebensstils im Kloster handelt es sich um eine außergewöhnlich homogene und damit ideale Versuchsgruppe: Der ähnliche Lebensstil wie z.B. Verzicht auf Drogen, Alkohol und Rauchen, gleicher Familienstand, ähnliche Berufe (Unterricht an Schulen) sowie selbe Wohnsituation, Verpflegung und Gesundheitsversorgung und das Wegfallen des Einflussfaktors Einkommen führt zu günstigen Bedingungen über einen langen Zeitraum für eine solche Studie (Danner et al., 2001, S. 804).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert das große öffentliche Interesse an Langlebigkeit und führt die Forschungsfrage ein, ob Glück kausal mit einer längeren Lebensdauer zusammenhängt.
2 Langlebigkeit als Teilaspekt von Gesundheit: Dieses Kapitel erläutert die Wechselwirkungen zwischen Gesundheit, Einkommen und Glück und definiert Langlebigkeit als ein reliables, objektives Gesundheitsmaß.
3 Der Einfluss von Glück auf Langlebigkeit: Das Hauptkapitel präsentiert und analysiert verschiedene empirische Studien, die den Zusammenhang zwischen positivem Wohlbefinden und der Sterblichkeitsrate untersuchen.
4 Implikationen aus den Studien: Hier werden theoretische Erklärungsansätze für die Befunde diskutiert, Konsequenzen für die Gesundheitspolitik abgeleitet und der zukünftige Forschungsbedarf identifiziert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Bedeutung von Glück für ein längeres und erfüllteres Leben, wobei kritisch auf die Offenheit künftiger Forschung verwiesen wird.
Schlüsselwörter
Glück, Langlebigkeit, Lebenserwartung, Subjektives Wohlbefinden, Empirische Forschung, Gesundheit, Sterblichkeitsrate, Positive Emotionen, Psychologie, Prävention, Lebensqualität, Setpoint-Theorie, Metaanalyse, Langzeitstudie, Kausalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob und wie ein glückliches Leben (im Sinne subjektiven Wohlbefindens) positiv zur Langlebigkeit von Menschen und anderen Lebewesen beitragen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Glücksforschung, Demografie, Gesundheitsökonomie und die Analyse von Langzeitstudien zur Sterblichkeit.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis existierender empirischer Daten argumentativ zu begründen, dass Glück nicht nur ein Ergebnis, sondern eine Ursache für eine erhöhte Lebenserwartung ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die eine Vielzahl empirischer Langzeitstudien und Metaanalysen systematisch zusammenfasst und vergleichend auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil beschreibt verschiedene methodische Ansätze der Glücksforschung und diskutiert im Detail zahlreiche Studien, darunter bekannte Untersuchungen wie die Nonnen-Studie oder die Arnhem Elderly Study.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Glück, Langlebigkeit, subjektives Wohlbefinden, Sterblichkeitsrisiko und positive Emotionen.
Was macht die „Nonnen-Studie“ für die Glücksforschung so besonders?
Sie gilt als eine der aussagekräftigsten Studien, da sie durch den hochgradig homogenen Lebensstil der Probandinnen (Ordensschwestern) externe Einflussfaktoren wie Einkommen oder ungesunde Lebensweisen nahezu ausschließen konnte.
Gilt der Zusammenhang zwischen Glück und Langlebigkeit auch für Tiere?
Ja, die Arbeit verweist auf eine Studie an Orang-Utans in Zoos, bei der ebenfalls ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden der Tiere und deren Überlebensrate festgestellt werden konnte.
- Citation du texte
- Verena Bartschat (Auteur), 2014, Einfluss des Faktors Glück auf die Langlebigkeit. Empirische Befunde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/268428