Amokläufe sind kein modernes Phänomen und aktuell etwas aus dem Fokus der Gesellschaft gerutscht. Dennoch verliert dieses Thema niemals an Aktualität, bedenkt man allein schon die Tatsache, dass es derartige Gewalttaten (sog. erweiterte Suizide) scheinbar urplötzlich auftreten und jeden treffen können.
Und doch sind immer wieder Vorboten dieser (drohenden) gesellschaftlichen Katastrophen zu vernehmen.
Diese Arbeit beschäftigt sich beginnend mit den Ursprüngen des Amoks, schwerpunktmäßig mit den Amokläufen an Schulen. Zeichnet sowohl ein Bild der Täter, als auch der Umstände, welche zur Tat führen. Dabei steht vor allem die Entwicklung der meist jugendlichen Täter im Fokus.
Inhaltsverzeichnis
- Wenn die Schule zum Tatort wird
- Von den Inseln in die Großstädte - Was ist Amok und wo kommt es her?
- Die Tat I Der typische Verlauf
- Teenage Wasteland - Probleme des Jugendalters
- Anforderungen an Heranwachsende - Development tasks
- Entwicklung von Körper und Psyche
- Wertvorstellungen und Identität
- Das Umfeld der School Shooter
- Soziodemographische Hintergründe
- Das Soziale Umfeld
- Die Peer-Group
- Run for cover - Einflussfaktoren des School Shootings
- Leises Gewaltpotenzial
- Faszination der Gewalt - der Einfluss der Medien
- Die neuen Totems und die Männlichkeit
- Sex, Gewalt und Fantasie
- I don't like mondays - Mädchen und Amok
- Die Tat II - Brüten, Planen und Vorwarnen
- Rachefantasien werden Realität
- Letzte Warnung
- Was die Schule zum Tatort macht
- Der Leistungskampf
- Der Lehrer als Feindbild?!
- Gemeinsam Dagegen - Prävention und Intervention
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Studienarbeit befasst sich mit dem Phänomen von Amokläufen, insbesondere mit School Shootings. Die Arbeit analysiert die Hintergründe und Ursachen von Schulmassakern und beleuchtet die Faktoren, die zum Ausbruch von Gewalt in Schulen führen können.
- Die Definition und historische Entwicklung von Amok
- Der typische Verlauf eines Amoklaufs
- Die Herausforderungen und Probleme des Jugendalters
- Das soziale Umfeld von School Shooters
- Die Rolle von Medien, Gewalt und Männlichkeit im Kontext von School Shootings
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel der Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und historischen Entwicklung von Amok. Der Ursprung des Begriffs wird in Südostasien erörtert und die kulturellen und psychologischen Aspekte des Amoks werden beleuchtet. Das zweite Kapitel beschreibt den typischen Verlauf eines Amoklaufs, wobei die Tat von der Planung bis zur Ausführung analysiert wird. Das dritte Kapitel widmet sich den Problemen und Herausforderungen des Jugendalters, einschließlich Entwicklungsaufgaben, körperlicher und psychischer Veränderungen sowie der Suche nach Identität und Werten. Das vierte Kapitel untersucht das soziale Umfeld von School Shooters, einschließlich soziodemographischer Hintergründe, Familienbeziehungen, Peer-Groups und der Rolle von Isolation und Ausschluss. Das fünfte Kapitel analysiert verschiedene Einflussfaktoren, die zum Ausbruch von Gewalt in Schulen führen können, darunter Leises Gewaltpotenzial, die Faszination der Gewalt durch Medien, die Rolle von Männlichkeit und Geschlechterrollen sowie die Verbindung von Sex, Gewalt und Fantasie.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Arbeit sind Amok, School Shooting, Jugendalter, Gewalt, Medien, Männlichkeit, soziale Isolation, Identität, Prävention und Intervention.
Häufig gestellte Fragen
Was wird unter „School Shooting“ verstanden?
Es handelt sich um Amokläufe an Schulen, die oft als erweiterte Suizide jugendlicher Täter auftreten.
Welche Faktoren begünstigen die Entwicklung zum School Shooter?
Genannt werden Probleme im Jugendalter, soziale Isolation, Mobbing, Faszination für Gewaltmedien und Krisen in der Identitätsentwicklung.
Spielen Medien eine Rolle bei Amokläufen?
Die Arbeit analysiert den Einfluss von Gewaltmedien und die Faszination für gewalttätige Fantasien als potenzielle Verstärker.
Gibt es Warnsignale vor einer Tat?
Ja, viele Täter durchlaufen Phasen des „Brütens“ und Planens und geben oft Vorwarnungen (Leaking) im sozialen Umfeld ab.
Welche Rolle spielt die Männlichkeit bei diesen Taten?
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen traditionellen Männlichkeitsbildern, Machtfantasien und der Tat als Form der „Selbstbehauptung“.
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- Yves Böcher (Author), 2012, Teen[r]age Wasteland: Amoklauf und School Shootings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266843