Die arabische Sprache ist enorm an Vielfalt und birgt ein breites Spektrum an unterschiedlichsten Variationen in sich. So lässt sich der arabischsprachige Raum in unterschiedliche dialektale Bereiche einteilen. Als grobe Gliederung könnte die Klassifizierung in Ostarabische und Westarabische Dialekte vorgenommen werden . Zu dem ostarabischen Raum zählen dabei Ägypten, die Levante, die Golfstaaten und die arabische Halbinsel, während der westarabische Raum die Maghreb Staaten umfasst . Doch kann dennoch nicht vom Vorhandensein einer einheitlichen Umgangssprache in den jeweiligen Bereichen gesprochen werden. So existieren im ostarabischen Raum zwischen den meisten Ländern teils gravierende Unterschiede, sei es in den Bedeutungen derselben Wörter, als auch in der Aussprache. Auch innerhalb einer dialektalen Gruppe, muss eine Differenzierung in Stadtdialekte und Dorfdialekte vorgenommen werden. Hinzu kommt die „coexistence of Bedouin and sedentary dialects in all areas“ . So weisen die Beduinen Dialekte und diejenigen, die sich aus diesen entwickelt haben, typische Merkmale auf, die diesen eigen sind. So wird der Buchstabe /q/ meist als [g] oder [k], in einigen Fällen auch als [č] ausgesprochen , während in einigen Stadtdialekten der Levante wiederrum andere Formen vorkommen.
Inhaltsverzeichnis
- Dialektvielfalt des Arabischen
- Der palästinensische Dialekt
- Grammatikalische Strukturen
- Variationen der Aussprache
- Die Personalpronomen
- Die Demonstrativpronomen
- Pronominal suffixe
- Bildung des Imperfekts
- Bildung des Perfekts
- Bildung des Futur
- Nomen
- Negation als Besonderheit des Palästinensischen
- Fremdwörter im palästinensischen Arabisch
- Der Einfluss des Neuhebräischen
- Grammatikalische Strukturen
- Abschluss
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem palästinensischen Dialekt und dessen Besonderheiten im Vergleich zum modernen Hocharabischen. Der Fokus liegt auf der Darstellung der grammatikalischen Strukturen, der Aussprachevariationen, der Besonderheiten der Negation und dem Einfluss des Neuhebräischen auf den Dialekt der in Israel lebenden Palästinenser.
- Grammatikalische Strukturen des palästinensischen Dialekts
- Aussprachevariationen im palästinensischen Dialekt
- Einfluss des Neuhebräischen auf den palästinensischen Dialekt
- Fremdwörter im palästinensischen Arabisch
- Negation als Besonderheit des palästinensischen Dialekts
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Dialektvielfalt des Arabischen. Es werden die verschiedenen dialektalen Bereiche des arabischsprachigen Raumes, die historischen und geographischen Einflüsse auf die Dialektentwicklung sowie die Besonderheiten der Beduinendialekte erläutert.
Das zweite Kapitel widmet sich dem palästinensischen Dialekt und seiner Aufteilung in drei Gruppen: den Dialekt der arabischen Bevölkerung in den Großstädten Israels, den Dialekt des Gazastreifens und den beduinisch geprägten Dialekt im Westjordanland. Es werden die grammatikalischen Strukturen des palästinensischen Dialekts im Vergleich zum modernen Hocharabischen erläutert, wobei die Kapitel die Variationen der Aussprache, die Personalpronomen, die Demonstrativpronomen, die Pronominal suffixe, die Bildung des Imperfekts, des Perfekts und des Futurs sowie die Besonderheiten der Negation im palästinensischen Dialekt beleuchten.
Das dritte Kapitel befasst sich mit Fremdwörtern im palästinensischen Arabisch. Es werden die historischen Hintergründe für die Aufnahme von Lehnwörtern aus anderen Sprachen, wie dem Italienischen, Französischen, Spanischen und Türkischen, erläutert und Beispiele für die Verwendung dieser Fremdwörter im Alltag der Palästinenser genannt.
Das vierte Kapitel untersucht den Einfluss des Neuhebräischen auf den palästinensischen Dialekt. Es werden die phonetischen und lexikalischen Einflüsse des Neuhebräischen auf den Dialekt der in Israel lebenden Palästinenser untersucht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den palästinensischen Dialekt, das moderne Hocharabisch, die Grammatik, die Aussprache, die Phonetik, die Negation, Fremdwörter, der Einfluss des Neuhebräischen, die Dialektvielfalt des Arabischen und die historischen und geographischen Einflüsse auf die Dialektentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich der palästinensische Dialekt vom Hocharabischen?
Der Dialekt weist erhebliche Unterschiede in der Aussprache (z.B. des Buchstabens /q/), der Grammatik (z.B. Negationsformen) und im Wortschatz auf.
Welche Untergruppen gibt es innerhalb des palästinensischen Arabisch?
Man unterscheidet grob zwischen Stadtdialekten, Dorfdialekten und den Dialekten der Beduinen, die jeweils eigene Merkmale besitzen.
Welchen Einfluss hat das Neuhebräische auf den Dialekt?
Besonders bei den in Israel lebenden Palästinensern gibt es starke phonetische und lexikalische Einflüsse aus dem Neuhebräischen.
Aus welchen anderen Sprachen stammen Fremdwörter im Dialekt?
Historisch bedingt finden sich Lehnwörter aus dem Türkischen, Italienischen, Französischen und Spanischen im palästinensischen Wortschatz.
Was ist das Besondere an der Negation im palästinensischen Dialekt?
Die Negation wird im palästinensischen Arabisch durch spezifische grammatikalische Strukturen ausgedrückt, die im modernen Hocharabisch so nicht vorkommen.
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- Lukas Habib (Author), 2013, Der Palästinensische Dialekt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/266840