Wir befassen uns in unserer Ausarbeitung mit den Einkommensteuern, da sie mit 215 Milliarden Euro – entspricht einem Anteil von 38,9% des Gesamtsteueraufommens – eine elementare Bedeutung für den deutschen Sozialstaat hat.1 Die Einkommensteuer ist eine Steuer, die auf das Einkommen natürlicher Personen erhoben wird. Zu der Einkommensteuer werden folgende Formen gezählt: Die Lohnsteuer, die Kapitalertragssteuer (als Unterform die Abgeltungssteuer), die Bauabzugsteuer und die Aufsichtsratsteuer. Im Unterschied zur Umsatzsteuer – die Steuern werden vom Konsumenten getragen, aber vom Unternehmen bezahlt – ist die Einkommensteuer eine direkte Steuer, weil die Steuer sowohl vom Steuerzahler getragen als auch bezahlt wird. Deswegen bezeichnet man diese teilweise auch als „Quellensteuern“.2 Das Aufommen steht dem Bund, den Ländern und den Gemeinden zu, da es eine Gemeinschafssteuer ist.3
Inhaltsverzeichnis
- Allgemeines
- Geschichte
- Aktuelle Rechtslage
- Charakteristika
- Leistungsfähigkeitsprinzip
- Universalitätsprinzip
- Nettoprinzip
- Prinzip der gestaffelten Steuersätze / Steuerprogression
- Periodizitätsprinzip
- Einkunftsarten
- Charakteristika
- Ermittlung der individuellen Steuerlast
- Solidaritätszuschlag & Kirchensteuer
- Lohnsteuerklassen
- Kritik
- Intransparenz
- Kalte Progression
- Ehegattensplitting
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Ausarbeitung befasst sich mit der Einkommensteuer in Deutschland und beleuchtet deren Bedeutung für den deutschen Sozialstaat. Sie analysiert die aktuelle Rechtslage, die Prinzipien des Einkommensteuerrechts und die verschiedenen Einkunftsarten. Darüber hinaus werden die Ermittlung der individuellen Steuerlast, der Solidaritätszuschlag und die Lohnsteuerklassen erläutert. Abschließend werden kritische Punkte des Einkommensteuerrechts, wie Intransparenz, kalte Progression und das Ehegattensplitting, aufgezeigt.
- Die Bedeutung der Einkommensteuer für den deutschen Sozialstaat
- Die Prinzipien des Einkommensteuerrechts
- Die verschiedenen Einkunftsarten und ihre Besteuerung
- Die Ermittlung der individuellen Steuerlast
- Kritikpunkte des Einkommensteuerrechts
Zusammenfassung der Kapitel
Der erste Teil der Ausarbeitung behandelt die allgemeine Bedeutung der Einkommensteuer für den deutschen Sozialstaat und gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der Einkommensteuer in Deutschland.
Der zweite Teil der Ausarbeitung befasst sich mit der aktuellen Rechtslage der Einkommensteuer. Hier werden die wichtigsten Prinzipien des Einkommensteuerrechts erläutert, wie das Leistungsfähigkeitsprinzip, das Universalitätsprinzip, das Nettoprinzip, das Prinzip der gestaffelten Steuersätze und das Periodizitätsprinzip.
Der dritte Teil der Ausarbeitung beschreibt die verschiedenen Einkunftsarten, die der Einkommensteuer unterliegen.
Der vierte Teil der Ausarbeitung erklärt die Ermittlung der individuellen Steuerlast und beleuchtet die Berechnung des zu versteuernden Einkommens.
Der fünfte Teil der Ausarbeitung behandelt die Kritik am deutschen Einkommensteuerrecht. Hier werden die Intransparenz des Systems, die kalte Progression und das Ehegattensplitting als Kritikpunkte aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen die Einkommensteuer, das deutsche Steuerrecht, das Leistungsfähigkeitsprinzip, das Universalitätsprinzip, das Nettoprinzip, die Steuerprogression, die verschiedenen Einkunftsarten, die Ermittlung der individuellen Steuerlast, den Solidaritätszuschlag, die Lohnsteuerklassen, die Kritik am Einkommensteuerrecht, die Intransparenz, die kalte Progression und das Ehegattensplitting.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Bedeutung der Einkommensteuer für den deutschen Staat?
Die Einkommensteuer ist mit einem Anteil von fast 39% am Gesamtsteueraufkommen eine elementare Einnahmequelle für den deutschen Sozialstaat und wird gemeinschaftlich auf Bund, Länder und Gemeinden verteilt.
Was besagt das Leistungsfähigkeitsprinzip?
Es ist ein Grundpfeiler des Steuerrechts und besagt, dass jeder Bürger entsprechend seiner finanziellen Kraft zur Finanzierung des Staates beitragen soll.
Was ist der Unterschied zwischen direkten Steuern und Quellensteuern?
Die Einkommensteuer ist eine direkte Steuer, da Steuerzahler und Steuerträger identisch sind. Formen wie die Lohnsteuer sind Quellensteuern, da sie direkt an der Einkommensquelle einbehalten werden.
Was wird unter „kalter Progression“ verstanden?
Kälte Progression bezeichnet eine Steuermehrbelastung, die entsteht, wenn Einkommenserhöhungen lediglich die Inflation ausgleichen, der Steuerzahler aber durch den progressiven Tarif in einen höheren Steuersatz rutscht.
Warum steht das Ehegattensplitting in der Kritik?
Kritiker bemängeln die Intransparenz und die potenzielle Benachteiligung moderner Lebensformen sowie negative Erwerbsanreize für den Zweitverdiener innerhalb einer Ehe.
- Quote paper
- Andreas Hargens (Author), 2013, Einkommensteuer in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/264855