Das Milieu des Kleinbürgertums soll nach Auffassung einiger Faschismustheoretiker der soziale Nährboden für die Ideologeme des Nationalsozialismus gewesen sein. Der Aufsatz skizziert diese Theorien und untersucht anhand von Figuren- und Sprachstilanalysen die Frage, inwieweit Keuns Roman als ein Kleinbürgerroman bezeichnet werden kann, dessen Darstellung der sozio-ökonomischen Verfassung des Kleinbürgertums die Genese des Nationalsozialismus nachvollziehbar macht.
Inhaltsverzeichnis
- Das Kleinbürgertum als soziologische Konstruktion
- Zur Geschichte des Begriffes Kleinbürgertum
- Faschismustheorien und Kleinbürgertum
- Irmgard Keuns „Nach Mitternacht“ – ein psychologischer Kleinbürgerroman aus Nazideutschland?
- Figurenbetrachtungen
- Die Milieuzuordnung der Figuren
- Analyse wichtiger Figuren
- Stilistische Eigenheiten
- Figurenbetrachtungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht Irmgard Keuns Roman „Nach Mitternacht“ aus der Perspektive der Kleinbürgerlichkeit. Es wird untersucht, ob sich der Roman als psychologischer Kleinbürgerroman aus dem Nazideutschland interpretieren lässt. Dazu wird die Bedeutung des Kleinbürgertums als soziologische Konstruktion, der gesellschaftliche und wirtschaftliche Kontext des Romans sowie die Charakterisierung der Figuren analysiert.
- Das Kleinbürgertum als soziologische Konstruktion
- Die Bedeutung des Kleinbürgertums im Nazideutschland
- Figuren und deren Milieuzuordnung
- Die stilistischen Eigenheiten des Romans
- Die Interpretation des Romans als psychologischer Kleinbürgerroman
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet das Kleinbürgertum als soziologische Konstruktion. Es werden historische Definitionen und Interpretationen des Begriffs betrachtet und der wissenschaftliche Diskurs zum Kleinbürgertum dargestellt.
Das zweite Kapitel konzentriert sich auf die Analyse des Romans „Nach Mitternacht“. Hier werden die Figuren und deren Milieuzuordnung betrachtet, wichtige Figuren analysiert und die stilistischen Eigenheiten des Romans untersucht.
Schlüsselwörter
Kleinbürgertum, Nazideutschland, Irmgard Keun, „Nach Mitternacht“, psychologischer Roman, soziologische Konstruktion, Figurenanalyse, Stilistik, Literatur, Geschichte, Faschismus, Gesellschaftskritik.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird „Nach Mitternacht“ als Kleinbürgerroman bezeichnet?
Die Arbeit untersucht, inwieweit der Roman das Milieu und die sozio-ökonomische Verfassung des Kleinbürgertums darstellt, das als Nährboden für den Nationalsozialismus galt.
Welche Rolle spielt das Kleinbürgertum in der Faschismustheorie?
Einige Theorien besagen, dass die Ideologeme des Nationalsozialismus besonders im kleinbürgerlichen Milieu auf fruchtbaren Boden stießen.
Wie werden die Figuren im Roman milieutechnisch zugeordnet?
Die Analyse betrachtet die Charakterisierung und Sprache der Figuren, um deren Zugehörigkeit zum Kleinbürgertum und ihre Haltung zum NS-Regime zu bestimmen.
Was sind die stilistischen Eigenheiten von Irmgard Keuns Werk?
Der Text analysiert den spezifischen Sprachstil Keuns, der die psychologische Verfassung der Protagonisten im Nazideutschland widerspiegelt.
Welches Ziel verfolgt die Figurenanalyse in dieser Arbeit?
Ziel ist es zu zeigen, wie die Darstellung des Kleinbürgertums im Roman die Genese und Akzeptanz des Nationalsozialismus nachvollziehbar macht.
- Citation du texte
- Thomas Grieser (Auteur), 2003, Irmgard Keuns "Nach Mitternacht" - ein Kleinbürgerroman aus Nazideutschland?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26399