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Basel II - Chancen und Risiken in der Finanzierung klein und mittelständischer Unternehmen

Titel: Basel II - Chancen und Risiken in der Finanzierung klein und mittelständischer Unternehmen

Diplomarbeit , 2004 , 75 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Zimmermann (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1.1. Problemstellung und Zielsetzung
Das als Basel II bezeichnete Regelwerk stellt den Mittelstand vor neue Herausforderungen.
Viele Mittelständler stehen ratlos vor den nötigen Veränderungen.1
Welche Maßnahmen müssen die Mittelständler ergreifen, um auch weiterhin Kredite
aufnehmen zu können? Können Unternehmen langfristig sogar an den Veränderungen durch
Basel II profitieren? Führt die neue Eigenkapitalvereinbarung zu einem Mentalitätswechsel in
der Unternehmensführung und Finanzierung? Besteht in Deutschland derzeit die Gefahr einer
Kreditverknappung für den Mittelstand? Brauchen die Mittelständler Unterstützung durch
Ratingberatung?
Ziel dieser Arbeit ist, die Erarbeitung geeigneter Maßnahmen für klein- und mittelständische
Unternehmen zur Verbesserung des Rating- Ergebnisses, um somit die Chancen auf
günstigere Kreditkonditionen zu erhöhen. Darüber hinaus soll dazu beigetragen werden, das
Verständnis für Basel II zu erhöhen und aufzuzeigen, das Basel II auch als Chance zur
nachhaltigen Verbesserung der Unternehmen dienen kann.
1.2. Vorgehensweise
Im zweiten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird zunächst der Begriff des Mittelstandes und
dessen Bedeutung im wirtschaftlichen Kontext erläutert.
Die Grundlagen der Eigenkapitalvereinbarung und deren Auswirkungen auf die
Kreditpreisgestaltung und das Kreditvergabeverhalten der Banken werden im dritten Kapitel
dargestellt. Im weiteren Verlauf werden die Grundlagen des Ratings und die für das
Ratingverfahren entscheidenden Beurteilungskriterien erarbeitet. Im darauf folgenden Kapitel
wird auf die Bedeutung der Ratingberatung für die klein- und mittelständischen Unternehmen
eingegangen. Im sechsten und siebten Kapitel werden Maßnahmen zur Verbesserung des
Rating- Ergebnisses und alternative Finanzierungsquellen dargelegt.

1 Vgl. Eichhorn, P./ Zimmermann, G. Finanzierung des Mittelstandes, S. 9 (2003)

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIELSETZUNG

1.2. VORGEHENSWEISE

2. KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN

2.1. MITTELSTANDSDEFINITION DES INSTITUTS FÜR MITTELSTANDSFORSCHUNG BONN

2.2. MITTELSTANDSDEFINITION DER EUROPÄISCHEN UNION

2.3. AKTUELLE FINANZIERUNGSSITUATION DER KMU

2.4. EIGENKAPITALAUSSTATTUNG DES MITTELSTANDES

2.5. URSACHEN DER EIGENKAPITALSCHWÄCHE

2.6. UNTERNEHMENSINSOLVENZEN

2.7. URSACHEN DER INSOLVENZEN

3. DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG

3.1. SÄULE 1: MINDESTKAPITALANFORDERUNGEN

3.1.1. KREDITAUSFALLRISIKO

3.1.1.2. DER IRB- ANSATZ

3.1.1.3. RETAIL- SEGMENT

3.1.2. OPERATIONELLE RISIKEN

3.1.3. MARKTRISIKO

3.2. SÄULE 2: BANKENAUFSICHT

3.3. SÄULE 3: MARKTDISZIPLIN

3.4. AUSWIRKUNGEN VON BASEL II AUF DIE KREDITPREISGESTALTUNG

UND DAS KREDITVERGABEVERHALTEN DER BANKEN

4. RATING

4.1. DEFINITION DES BEGRIFFS RATING

4.2. KOMPONENTEN EINES RATINGS

4.2.1. QUANTITATIVE FAKTOREN

4.2.2. QUALITATIVE FAKTOREN

4.3. BANKINTERNES VERSUS BANKEXTERNES RATING

5. RATING- ADVISORY

5.1. DEFINITION DES BEGRIFFES

5.2. AUFGABEN UND ABLAUF EINES RATING- ADVISORY- PROZESSES

5.3. RATING- ADVISORY FÜR DEN MITTELSTAND

6. HANDLUNGSEMPFEHLUNG FÜR DEN MITTELSTAND

6.1. AUSBAU UND VERBESSERUNG DER UNTERNEHMENSPLANUNG UND –KONTROLLE

6.2. VERBESSERUNG DER TRANSPARENZ

6.3. RISIKOBEWÄLTIGUNG

6.4. NACHFOLGE- UND VERTRETUNGSREGEL

6.5. DIE ERHÖHUNG DER EIGENKAPITALBASIS

6.6. MAßNAHMEN ZUR OPTIMIERUNG DER FINANZIERUNGSSTRUKTUR

6.6.1. REDUZIERUNG DER KAPITALBINDUNG

6.6.2. OPTIMIERUNG DER FINANZPLANUNG

7. ALTERNATIVE FINANZIERUNGSQUELLEN

7.1. LEASING

7.2. FACTORING

7.3. FORFAITIERUNG

7.4. BETEILIGUNGSFINANZIERUNG

7.4.1. VENTURE- CAPITAL/ PRIVATE EQUITY

7.4.2. DIREKTBETEILIGUNGEN

7.4.3. MEZZANINE- KAPITAL

8. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des Baseler Regelwerks (Basel II) auf klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland. Das primäre Ziel besteht darin, geeignete Maßnahmen für KMU zu erarbeiten, um durch eine proaktive Ratingvorbereitung ihre Bonität zu verbessern und die Chancen auf günstigere Kreditkonditionen zu erhöhen.

  • Strukturelle Bedeutung des Mittelstands und aktuelle Finanzierungssituation.
  • Die drei Säulen von Basel II und ihre Auswirkungen auf das Kreditvergabeverhalten der Banken.
  • Methodik des Bankenratings unter Berücksichtigung quantitativer und qualitativer Faktoren.
  • Rating-Advisory als strategisches Instrument zur Unternehmensoptimierung.
  • Alternative Finanzierungsformen wie Leasing, Factoring und Mezzanine-Kapital.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Quantitative Faktoren

Zu den quantitativen Faktoren (Hard Facts) gehören all jene Komponenten, die den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens widerspiegeln. Um eine entsprechend breite Beurteilungsgrundlage zu erhalten und die Tendenzen in der Entwicklung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage eines Unternehmens deutlicher feststellen zu können, analysieren die Banken die Jahresabschlüsse der letzten Drei bis fünf Jahre. Im Rahmen eines Rating wird zunähst die Vermögens- und Kapitalstruktur des Unternehmens analysiert. Dabei werden verschiedene Kennzahlen als Hilfsmittel eingesetzt, auf deren nähere Definitionen im Folgenden eingegangen wird.

Zur Beurteilung der Kapitalstruktur wird mit der Eigenkapital- und Fremdkapitalquote gearbeitet. Die Eigenkapitalquote spiegelt dabei die Eigenkapitalintensität gemessen am Gesamtkapital eines Unternehmens wieder. Je höher die Eigenkapitalquote eines Unternehmens ist, desto unabhängiger ist es gegenüber den Fremdkapitalgebern. Die Banken erwarten hinsichtlich einer „gesunden Verschuldung“ des Unternehmens einen Verschuldungsgrad von ≤ 2.

Aufschlussreich ist insbesondere der dynamische Verschuldungsgrad, anhand dessen die Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens beurteilt werden kann.

Nach der Betrachtung der Relationen auf der Passivseite der Bilanz wird durch eine Gegenüberstellung beider Bilanzseiten, also Kapital und Vermögen, die Deckungsverhältnisse der beiden untersucht. Der Anlagendeckungsgrad I basiert auf der Idealvorstellung, dass das Anlagevermögen dem Unternehmen langfristig zur Verfügung steht und nach der „goldenen Finanzierungsregel“ mit Eigenkapital finanziert werden und sollte daher immer über 100 Prozent betragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung durch Basel II für den Mittelstand und Definition des Ziels, Maßnahmen zur Ratingverbesserung aufzuzeigen.

2. KLEIN- UND MITTELSTÄNDISCHE UNTERNEHMEN: Analyse der Bedeutung des Mittelstands für die Volkswirtschaft und Untersuchung der aktuellen Finanzierungssituation sowie der Ursachen für Eigenkapitalschwäche und Insolvenzen.

3. DIE NEUE BASELER EIGENKAPITALVEREINBARUNG: Erläuterung der drei Säulen von Basel II und deren Auswirkungen auf die Kreditpreisgestaltung sowie die Anforderungen an Banken und Unternehmen.

4. RATING: Definition des Begriffs Rating und detaillierte Erarbeitung der entscheidenden quantitativen und qualitativen Beurteilungskriterien.

5. RATING- ADVISORY: Beschreibung des Aufgabenfeldes und des Prozesses der Ratingberatung als Unterstützung für mittelständische Unternehmen.

6. HANDLUNGSEMPFEHLUNG FÜR DEN MITTELSTAND: Konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der Unternehmensplanung, Transparenz und Finanzierungsstruktur.

7. ALTERNATIVE FINANZIERUNGSQUELLEN: Untersuchung von Alternativen zum Bankkredit wie Leasing, Factoring, Forfaitierung und Beteiligungsfinanzierung zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.

8. ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNG: Abschließende Betrachtung der Risiken und Chancen von Basel II für den Mittelstand und der Notwendigkeit einer frühzeitigen Anpassung.

Schlüsselwörter

Basel II, Mittelstand, KMU, Rating, Bonität, Eigenkapital, Finanzierung, Kreditrisiko, Rating-Advisory, Unternehmensführung, Insolvenzprävention, Bankenaufsicht, Bilanzanalyse, Risikomanagement, Mezzanine-Kapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Chancen und Risiken, die das neue Baseler Regelwerk (Basel II) für die Finanzierung von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) mit sich bringt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Bedeutung des Ratings für die Kreditvergabe, die Analyse von quantitativen und qualitativen Unternehmensdaten sowie Strategien zur Optimierung der Finanzierungsstruktur durch alternative Finanzierungsquellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erarbeitung konkreter Maßnahmen für den Mittelstand, um durch eine professionelle Ratingvorbereitung die Bonität zu steigern und somit langfristig günstigere Kreditkonditionen zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von empirischen Studien und Beratungspraxen zur Unternehmensfinanzierung und Bonitätsbewertung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Grundlagen von Basel II, der Aufbau von Ratingverfahren, die Rolle der Rating-Advisory sowie verschiedene Handlungsoptionen für Unternehmen zur Risikobewältigung und Eigenkapitalstärkung detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Basel II, Rating, Mittelstand, Bonität, Eigenkapital, Finanzierungsalternativen, Transparenz und Risikomanagement.

Warum ist das sogenannte "Pre-Rating" für KMU so wichtig?

Das Pre-Rating dient dazu, Stärken und Schwächen eines Unternehmens frühzeitig aufzudecken, um durch spezifische Handlungsempfehlungen noch vor dem eigentlichen Bank-Rating korrigierend eingreifen zu können.

Welchen Einfluss hat die Einführung von Basel II auf den Stellenwert der Unternehmensplanung?

Durch Basel II steigt der Informationsbedarf der Banken massiv an; daher ist eine fundierte Mehrjahresplanung, ergänzt durch eine rollierende Liquiditätsvorschau, essenziell geworden, um dem Kreditgeber ein plausibles Bild der künftigen Unternehmensentwicklung zu vermitteln.

Ende der Leseprobe aus 75 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Basel II - Chancen und Risiken in der Finanzierung klein und mittelständischer Unternehmen
Hochschule
Hochschule Wismar
Note
1,7
Autor
Daniel Zimmermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
75
Katalognummer
V26392
ISBN (eBook)
9783638287395
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Basel Chancen Risiken Finanzierung Unternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Zimmermann (Autor:in), 2004, Basel II - Chancen und Risiken in der Finanzierung klein und mittelständischer Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/26392
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Leseprobe aus  75  Seiten
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