Ziel dieser Arbeit ist die Klärung des Genres der Novelle „Daisy Miller“ von dem amerikanischen Schriftsteller Henry James aus dem Jahre 1878, welches ihn berühmt machte. Ist „Daisy Miller“ eher dem Realismus oder dem Sittenroman zuzuordnen oder kreiert er mit dieser Art von Novelle gar ein ganz neues Genre? Zudem wird gleichermaßen die Frage aufgeworfen, ob James mit diesem Werk die fortschreitende Emanzipation der Frauenwelt aufzuhalten versuchte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zum Buch
- Definitionen
- Realismus
- Der Sittenroman
- Gilded Age
- Henry James',,Daisy Miller: Ein Sittenroman?
- Amerikanischer Realismus in Daisy Miller
- Daisy Miller als Sittenroman
- James und die Emanzipation
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht die Novelle „Daisy Miller“ von Henry James und analysiert, ob sie dem Realismus, dem Sittenroman oder einem neuen Genre zugeordnet werden kann. Darüber hinaus befasst sich die Arbeit mit der Frage, ob James mit dem Werk die fortschreitende Emanzipation der Frauen kritisieren wollte.
- Genrezuordnung von „Daisy Miller“
- Analyse von Realismus und Sittenroman-Elementen in der Novelle
- Die Rolle des „Gilded Age“ in der Darstellung der amerikanischen Gesellschaft
- Untersuchung der Emanzipationskritik in „Daisy Miller“
- Erläuterung der Begriffe „Realismus“, „Sittenroman“ und „Gilded Age“
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt die Arbeit und ihre Zielsetzung ein. Kapitel 2 stellt die Geschichte von „Daisy Miller“ vor, die im Europa des Jahres 1889 spielt. Der Fokus liegt auf der Begegnung zwischen der jungen, unkonventionellen Amerikanerin Daisy Miller und dem englischen Gentleman Frederick Winterbourne. Das Kapitel thematisiert auch Winterbournes inneren Konflikt zwischen seiner Liebe zu Daisy und seinem Wunsch, seine gesellschaftliche Anerkennung zu wahren.
Kapitel 3 beleuchtet verschiedene Definitionen des Realismus und des Sittenromans. Es wird die Rolle des „Gilded Age“ in der amerikanischen Literatur diskutiert und die Bedeutung der Nüchternheit der Sprache im Realismus herausgestellt.
Kapitel 4 analysiert die Elemente des Realismus und des Sittenromans in „Daisy Miller“. Hier werden die im vorherigen Kapitel definierten Begriffe auf die Novelle angewendet.
Kapitel 5 untersucht die Emanzipationskritik in „Daisy Miller“ und beleuchtet die gesellschaftlichen Erwartungen und Moralvorstellungen, die in der Novelle dargestellt werden.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Realismus, Sittenroman, amerikanische Literatur, Henry James, „Daisy Miller“, Emanzipation, „Gilded Age“, soziale Konventionen, Moral, Gesellschaft, Geschlechterrollen.
Häufig gestellte Fragen
Ist „Daisy Miller“ ein realistischer Roman oder ein Sittenroman?
Die Arbeit untersucht beide Aspekte: Während die nüchterne Sprache und soziale Genauigkeit für den Realismus sprechen, ordnen die Darstellung gesellschaftlicher Konventionen und Moralvorstellungen das Werk dem Sittenroman zu.
Worum geht es in der Novelle von Henry James?
Die Geschichte handelt von der unkonventionellen Amerikanerin Daisy Miller, die im Europa des 19. Jahrhunderts durch ihr freies Verhalten mit den strengen sozialen Regeln der Oberschicht kollidiert.
Was bedeutet der Begriff „Gilded Age“ in diesem Zusammenhang?
Das Gilded Age bezeichnet eine Ära des wirtschaftlichen Aufschwungs und sozialer Gegensätze in den USA, die James als Hintergrund für die Charakterisierung seiner amerikanischen Figuren nutzt.
Kritisiert Henry James in dem Werk die Emanzipation der Frau?
Es wird diskutiert, ob James durch Daisys tragisches Schicksal vor den Gefahren einer zu weit gehenden Missachtung gesellschaftlicher Normen warnen wollte.
Wer ist Frederick Winterbourne?
Winterbourne ist der männliche Protagonist, ein europäisierter Amerikaner, der zwischen seiner Faszination für Daisy und seinem Festhalten an gesellschaftlicher Etikette hin- und hergerissen ist.
Was zeichnet den amerikanischen Realismus bei Henry James aus?
Kennzeichnend sind die psychologische Tiefe der Charaktere, die objektive Darstellung von Konflikten und die Vermeidung von Idealisierung.
- Citar trabajo
- Nadine Custer (Autor), 2012, Henry James‘ "Daisy Miller". Realismus oder Sittenroman?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263871