Die Intention dieser Arbeit ist, zwischen den Chancen und den Risiken, ob es sich
um Ausbeutung zur Erreichung von Profitinteressen oder eine Hilfestellung für die
Nutzer geht, abzuwägen. Da die gesellschaftliche Akzeptanz noch nicht in vollem
Umfang gegeben ist und diese Branche immer wieder mit harten Vorurteilen zu
kämpfen hat, wird diese Arbeit sich größtenteils auf Daten und Fakten der
Bundesagentur für Arbeit beziehen.
Um das Konzept Zeitarbeit in seiner heutigen Form von allen Seiten zu beleuchten,
werden die Vor- und Nachteile für die Zeitarbeitnehmer, aber auch für die
Kundenunternehmen erläutert. Darüber hinaus werden die Ursprünge der Zeitarbeit
bis hin zu den neusten politischen Entscheidungen dargestellt. Abschließend wird im
Rahmen dieser Seminararbeit das System in Österreich und Frankreich vorgestellt
und ein abschließendes Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. EINLEITUNG
- 2. GESETZLICHE REGELUNGEN UND RAHMENBEDINGUNGEN VON ZEITARBEIT
- 2.1 ARBEITNEHMERÜBERLASSUNGSGESETZ (AÜG)
- 2.2 GLEICHBEHANDLUNGSGRUNDSATZ
- 2.3 TARIFVERTRÄGE UND TARIFLÖHNE DER ZEITARBEITSUNTERNEHMEN
- 2.4 ARBEITSSCHUTZ
- 3. KUNDENUNTERNEHMEN
- 3.1 KUNDENMOTIVE ZUR NUTZUNG VON ZEITARBEITERN
- 3.1.1. Anpassung an die Wirtschaft mit Zeitarbeit als Flexibilitätsinstrument
- 3.1.2. Auslagerung der Personalabteilungen
- 3.2 BETRIEBLICHE NUTZUNGSSTRATEGIE
- 3.2.1. Zeitarbeit für dauerhaften Aufschwung
- 4. ZEITARBEITNEHMER
- 4.1 BEWEGGRÜNDE FÜR ZEITARBEITNEHMER
- 4.2 VERGLEICH MIT ÖSTERREICH UND FRANKREICH
- 4.3 MODERNE SKLAVEREI ODER EIN Mittel aus der ARBEITSLOSIGKEIT?
- 5. LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Thema der Zeitarbeit und analysiert die Vor- und Nachteile für sowohl Zeitarbeitnehmer als auch Kundenunternehmen. Dabei werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Motive für die Nutzung von Zeitarbeit und die Entwicklungen in Deutschland, Österreich und Frankreich beleuchtet.
- Rechtliche Grundlagen und Rahmenbedingungen der Zeitarbeit
- Motive von Kundenunternehmen für die Nutzung von Zeitarbeit
- Gründe für die Entscheidung von Arbeitnehmern, in Zeitarbeit zu gehen
- Diskussion um die ethische Dimension von Zeitarbeit: „Moderne Sklaverei“ oder „Mittel aus der Arbeitslosigkeit“?
- Vergleich der Zeitarbeitsmärkte in Deutschland, Österreich und Frankreich
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema Zeitarbeit in den gesellschaftlichen Kontext und beleuchtet die Entwicklungen seit der Gründung von Manpower im Jahre 1947. Das zweite Kapitel behandelt die gesetzlichen Regelungen und Rahmenbedingungen der Zeitarbeit, insbesondere das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), den Gleichbehandlungsgrundsatz, Tarifverträge und den Arbeitsschutz. Im dritten Kapitel werden die Motive von Kundenunternehmen für die Nutzung von Zeitarbeitern beleuchtet, wobei insbesondere die Anpassung an wirtschaftliche Schwankungen und die Auslagerung von Personalabteilungen thematisiert werden. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit den Beweggründen von Zeitarbeitnehmern, die Gründe für die Entscheidung, in Zeitarbeit zu gehen, und einen Vergleich mit den Arbeitsmärkten in Österreich und Frankreich.
Schlüsselwörter
Zeitarbeit, Arbeitnehmerüberlassung, AÜG, Gleichbehandlungsgrundsatz, Kundenunternehmen, Zeitarbeitnehmer, Flexibilität, Auslagerung, Arbeitsmarkt, Arbeitslosigkeit, Sklaverei, Österreich, Frankreich.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die rechtlichen Grundlagen der Zeitarbeit in Deutschland?
Die zentrale rechtliche Basis ist das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG), das unter anderem den Gleichbehandlungsgrundsatz (Equal Pay/Equal Treatment) und Regelungen zum Arbeitsschutz vorschreibt.
Welche Vorteile bietet Zeitarbeit für Unternehmen?
Unternehmen nutzen Zeitarbeit primär als Flexibilitätsinstrument, um auf wirtschaftliche Schwankungen zu reagieren und Personalabteilungen durch die Auslagerung von Rekrutierungsprozessen zu entlasten.
Warum entscheiden sich Arbeitnehmer für Zeitarbeit?
Häufig dient Zeitarbeit als Mittel, um Arbeitslosigkeit zu beenden oder als Sprungbrett („Klebeeffekt“) in eine Festanstellung beim Kundenunternehmen. Sie bietet zudem Einblicke in verschiedene Betriebe.
Ist Zeitarbeit als „moderne Sklaverei“ zu betrachten?
Die Arbeit wägt zwischen Vorurteilen wie Ausbeutung und den tatsächlichen Chancen ab. Während Kritiker prekäre Bedingungen bemängeln, zeigen Daten der Bundesagentur für Arbeit auch die Funktion als Integrationsmotor in den Arbeitsmarkt.
Wie unterscheidet sich die Zeitarbeit in Deutschland von Österreich und Frankreich?
Die Arbeit vergleicht die unterschiedlichen nationalen Systeme, wobei insbesondere die jeweilige gesetzliche Ausgestaltung und die gesellschaftliche Akzeptanz der Branche in den Nachbarländern beleuchtet werden.
- Quote paper
- Janin Ropot (Author), 2012, Zeitarbeit: Moderne Sklaverei oder ein Mittel aus der Arbeitslosigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263678