Der Sturm und Drang – Fortsetzung oder Gegenepoche zur Aufklärung?
Die Lernenden erkennen die Leitmotive des Sturm und Drang und reflektieren die Strömung in Abgrenzung zur Aufklärung
Sachanalytische Überlegungen
Die Fabel „Wir haben gegessen“ von Friedrich Karl von Moser aus dem Jahr 1786 thematisiert den damaligen Status des Volkes gegenüber des Adels. Es wird auf die Epoche der Aufklärung Bezug genommen, deren Hauptaussage es war, seinen eigenen Verstand und Vernunft einzusetzen, Gegebenheiten kritisch zu prüfen und selbständig zu denken. Dieses selbständige Denken wird in der Fabel durch den Sperber versinnbildlicht, der sich nicht wie die restliche Horde Vögel damit zufrieden gibt, den anderen nur beim Essen zuzuschauen. Hinsichtlich der Epoche der Aufklärung sollte diese Fabel das Volk aufrütteln, sich nicht wie die Horde Vögel zu verhalten und sich mit der für sie benachteiligten Situation zu begnügen, sondern sich gegen das Unrecht zur Wehr zu setzen und für die eigenen Interessen zu sorgen. Neben der Aufklärung, die eine geistige und kulturelle Strömung darstellte, wird in der Fabel auch noch der Absolutismus thematisiert, der in der Fabel mit der Monarchie angeprangert wird. ...
Inhaltsverzeichnis
- Lerngruppenanalyse
- Sachanalytische Überlegungen
- Didaktisch-Methodische Überlegungen
- Einordnung der Stunde in die Einheit
- Geplanter Verlauf
- Angestrebter Kompetenzaufbau
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Unterrichtsentwurf zielt darauf ab, die Lernenden mit den Leitmotiven des Sturm und Drang vertraut zu machen und die Strömung im Kontext zur Aufklärung zu reflektieren.
- Analyse der Fabel „Wir haben gegessen“ von Friedrich Karl von Moser
- Vertiefung der Epoche der Aufklärung und deren Hauptaussagen
- Erkennen des Zusammenhangs zwischen dem Sturm und Drang und der Aufklärung
- Reflektieren der Rolle des Volkes gegenüber dem Adel in der damaligen Zeit
- Herstellen eines Bezugs zu Lessings „Nathan der Weise“
Zusammenfassung der Kapitel
Der Entwurf beginnt mit einer detaillierten Analyse der Lerngruppe, die sich durch hohe Lern- und Leistungsbereitschaft und gute kommunikative Kompetenzen auszeichnet. Im Kapitel „Sachanalytische Überlegungen“ wird die Fabel „Wir haben gegessen“ von Friedrich Karl von Moser vorgestellt, die den damaligen Status des Volkes gegenüber dem Adel thematisiert und einen Bezug zur Aufklärung herstellt. Die didaktisch-methodischen Überlegungen erläutern die Einbettung der Stunde in die Einheit zum Drama „Nathan der Weise“ von Lessing. Der geplante Verlauf der Stunde beinhaltet verschiedene Phasen: Einstieg, Erarbeitung, Präsentation, Sicherung und Transfer. Im letzten Kapitel wird der angestrebte Kompetenzaufbau der Lernenden beleuchtet.
Schlüsselwörter
Sturm und Drang, Aufklärung, Fabel, „Wir haben gegessen“, Friedrich Karl von Moser, Absolutismus, „Nathan der Weise“, Lessing, Lerngruppenanalyse, Didaktik, Methodik, Kompetenzaufbau.
- Citation du texte
- A. Sauer (Auteur), 2013, Unterrichtsstunde: Aufklärung - Sturm und Drang, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263373