Alexander der Große ist wohl das Herrscherideal schlecht hin. Das mag in erster Linie am Fehlen einer objektiven Geschichtsschreibung liegen. Sein persönlicher Hofhistoriograph Kallisthenes von Olynth schrieb ihm eine göttliche Vita, war sich jedoch der Realitäten bewusst. Sein Widerstand gegen die Herrschaftsgepflogenheiten Alexanders ist Thema dieser Arbeit - speziell die Verweigerung der Proskynese im Frühjahr Jahr 327 v. Chr. Der Zwist zwischen Herrscher und Geschichtsschreiber endete mit einer Verschwörung unter Alexanders Pagen, die ebenfalls Beachtung finden soll.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Quellenlage und Forschungsstand
- Kallisthenes von Olynth - Kurzbiographie
- Die Verweigerung
- Die Proskynese als Herrschaftssymbol
- Um einen Kuss ärmer
- Die Verschwörung
- Von Pagen und Wahrsagern
- Die 1000 Tode eines Philosophen
- Schlussbetrachtungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht den Konflikt zwischen Alexander dem Großen und seinem Hofhistoriker Kallisthenes von Olynth. Im Fokus steht die Verweigerung der Proskynese durch Kallisthenes und die darauf folgende Verschwörung gegen ihn. Dabei werden die Quellenlage und der Forschungsstand kritisch betrachtet, um ein möglichst objektives Bild des Geschehens zu zeichnen.
- Die Rolle der Proskynese als Herrschaftssymbol in der hellenistischen Welt
- Kallisthenes' Widerstand gegen Alexanders Herrschaftsanspruch und die Übernahme persischer Rituale
- Die Pagenverschwörung und ihre Folgen für Kallisthenes
- Die Quellenlage und die Interpretation der historischen Ereignisse
- Die Bedeutung der historischen Quellen für die moderne Geschichtsschreibung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den Konflikt zwischen Alexander dem Großen und seinem Hofhistoriker Kallisthenes von Olynth, insbesondere die Verweigerung der Proskynese und die anschließende Verschwörung gegen Kallisthenes.
- Quellenlage und Forschungsstand: Dieser Abschnitt analysiert die verfügbaren Quellen und beleuchtet die unterschiedlichen Perspektiven der Historiker auf Alexander und Kallisthenes.
- Kallisthenes von Olynth - Kurzbiographie: Dieser Teil bietet eine kurze Darstellung des Lebens von Kallisthenes und seiner Beziehung zu Alexander.
- Die Verweigerung: Die Verweigerung der Proskynese durch Kallisthenes wird im Kontext der persischen Rituale und Alexanders Herrschaftsansprüchen analysiert.
- Die Verschwörung: Der Abschnitt beschreibt die Pagenverschwörung, die zum Tod von Kallisthenes führte.
Schlüsselwörter
Proskynese, Alexander der Große, Kallisthenes von Olynth, Herrschaftssymbol, persische Rituale, Pagenverschwörung, historische Quellen, Geschichtsschreibung, Quellenkritik.
Häufig gestellte Fragen
Was war der Kern des Konflikts zwischen Alexander und Kallisthenes?
Der Konflikt entzündete sich an Kallisthenes' Widerstand gegen Alexanders Versuch, das persische Ritual der Proskynese (Fußfall/Kniefall) einzuführen.
Warum verweigerte Kallisthenes die Proskynese?
Als Grieche betrachtete er dieses Ritual als religiöse Verehrung, die nur Göttern zustand, und sah darin eine unzulässige Erhöhung Alexanders über seine Mitmenschen.
Was war die Pagenverschwörung?
Es war ein Komplott von Alexanders Leibpagen im Jahr 327 v. Chr., die den Herrscher ermorden wollten. Kallisthenes wurde beschuldigt, die Pagen angestiftet zu haben.
Wie endete das Leben des Kallisthenes?
Nach der Aufdeckung der Verschwörung wurde Kallisthenes inhaftiert und starb unter ungeklärten Umständen (Hinrichtung oder Krankheit in Gefangenschaft).
War Kallisthenes ein objektiver Geschichtsschreiber?
Ursprünglich schrieb er Alexander eine göttliche Vita, wurde aber zunehmend kritisch gegenüber dessen Herrschaftsstil und der Übernahme orientalischer Sitten.
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- Fritz Beise (Autor), 2013, Von der Verweigerung zur Verschwörung. Kallisthenes von Olynth und die Proskynese bei Alexander dem Großen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263276