In der nun folgenden Arbeit wird die Tiriolo-Inschrift, die die „Senatus consultum de Bac(ch)analibus“ beinhaltet, behandelt. Zuerst wird der Inhalt der Tiriolo-Inschrift dargestellt um daraufhin den Gesetzestext in den historischen Kontext einzuordnen. Nach der Darstellung der Quelle und der äußeren Quellenkritik wird die Quelle auf ihre Aussagekraft untersucht, ob die Unterdrückung des Bacchus-Kultes eine politische und religiöse Repression einer immer größer werdenden Minderheit war. Des Weiteren soll geklärt werden, ob es sich bei der Repression um eine Abwehrmaßnahme des Senats zum Schutz des römischen Volkes oder um eine aggressive Politik des Senats zur Herrschaftssicherung handelte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Inhalt der Quelle
- Der historische Kontext
- Äußere Quellenkritik
- Beantwortung der Frage
- Fazit
- Quellen und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit analysiert das "Senatus consultum de Bacchanalibus", eine Inschrift, die die Unterdrückung des Bacchus-Kultes in Rom im Jahr 186 v. Chr. dokumentiert. Ziel ist es, den Inhalt der Inschrift zu erschließen, diesen in den historischen Kontext einzuordnen und anschließend die Frage zu beantworten, ob die Unterdrückung des Bacchus-Kultes eine politische und religiöse Repression einer wachsenden Minderheit oder eine Maßnahme des Senats zum Schutz des römischen Volkes war.
- Inhalt und Kontext der Tiriolo-Inschrift
- Analyse der äußeren Quellenkritik
- Bewertung der Aussagekraft der Quelle
- Die Rolle des Senats in der Unterdrückung des Bacchus-Kultes
- Mögliche Gründe für die Repression des Bacchus-Kultes
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung gibt einen Überblick über die Themen und die Forschungsfrage der Arbeit.
- Das Kapitel "Der Inhalt der Quelle" stellt den Gesetzestext der Tiriolo-Inschrift dar und erklärt wichtige Details des Dekrets.
- Das Kapitel "Der historische Kontext" beleuchtet die politische und wirtschaftliche Lage Roms im Jahr 186 v. Chr. und die Rolle des Bacchus-Kultes in dieser Zeit.
- Das Kapitel "Äußere Quellenkritik" beurteilt die Echtheit und Aussagekraft der Tiriolo-Inschrift als Primärquelle.
- Das Kapitel "Beantwortung der Frage" untersucht die möglichen Gründe für die Unterdrückung des Bacchus-Kultes und analysiert die Rolle des Senats.
Schlüsselwörter
Tiriolo-Inschrift, Senatus consultum de Bacchanalibus, Bacchus-Kult, römische Republik, politische Repression, religiöse Unterdrückung, römische Geschichte, Quellenkritik, Primärquelle.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das "Senatus consultum de Bacchanalibus"?
Es ist ein Senatsbeschluss aus dem Jahr 186 v. Chr., der die Ausübung des Bacchus-Kultes in Rom und Italien unter strenge staatliche Kontrolle stellte und teilweise verbot.
Was ist die Tiriolo-Inschrift?
Die Tiriolo-Inschrift ist eine in Süditalien gefundene Bronzetafel, die den Text des Senatsbeschlusses über die Bacchanalien enthält und als wichtige Primärquelle dient.
War die Unterdrückung des Kultes religiös oder politisch motiviert?
Die Arbeit untersucht, ob es sich um eine Abwehrmaßnahme zum Schutz des Volkes oder um aggressive Politik des Senats zur Herrschaftssicherung handelte.
Warum empfand der römische Senat den Bacchus-Kult als Bedrohung?
Der Kult war geheimnisvoll, hierarchisch unabhängig vom Staat organisiert und zog große Menschenmengen an, was der Senat als potenzielle Verschwörung wertete.
Welche Strafen sah das Dekret vor?
Verstöße gegen die strengen Regeln für Kultversammlungen konnten drakonische Strafen nach sich ziehen, bis hin zur Todesstrafe.
Was war der historische Kontext im Jahr 186 v. Chr.?
Rom befand sich in einer Phase der Konsolidierung nach großen Kriegen und sah sich mit dem Eindringen neuer, "unrömischer" Bräuche aus dem griechischen Raum konfrontiert.
- Citation du texte
- Christoph Kohls (Auteur), 2011, War die Unterdrückung des Bacchus-Kultes die politische und religiöse Repression einer immer größer werdenden Minderheit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/263109