Informationen wurden in den letzten Jahren zunehmend wichtiger für unser gesellschaftliches, kulturelles und wirtschaftliches Zusammenleben. Eine besondere Rolle spielt dabei das Internet, das sich im Laufe der letzten Jahre rasant entwickelt hat und den Benutzern immer mehr Möglichkeiten bietet. Das Einkaufen im Internet, das Abrufen von E-Mails über den persönlichen E-Mail Account oder das „Googeln“ wird immer alltäglicher. Aus diesem Grund steigt auch weltweit die Zahl der PC´s, Breitbandanschlüsse und Internetnutzer von Jahr zu Jahr. Ein anderer Grund für die steigende Relevanz von Informationen steht in enger Beziehung mit der Entwicklung des Internets.
Informationen liegen mehr und mehr in digitaler Form vor oder können einfach in diese überführt werden. Auf diese Weise können sie schnell maschinell verarbeitet und über das Internet in Sekundenbruchteilen weltweit verbreitet werden.
Wenn Informationen im wirtschaftlichen Sinne auf Märkten gehandelt werden sollen, wird in diesem Zusammenhang von Informationsgütern gesprochen. Diese besitzen spezielle ökonomische Eigenschaften, die es den Anbietern schwer machen die Preis- und Produktpolitik der klassischen Güter deckungsgleich zu übernehmen. Deshalb haben sich spezielle Strategien zur Preis- und Produktpolitik bei Informationsgütern entwickelt.
Nachdem der Begriff des Informationsgutes und dessen besondere ökonomischen Eigenschaften erklärt wurde, wird kurz die Problematik bei der Preisgestaltung von Informationsgütern dargestellt.
Anschließend wird die Strategie des Versionings vorgestellt und deren unterschiedlichen Ausprägungsformen anhand von Beispielen aus der Praxis erläutert. Zum Schluss wird die Frage behandelt: Sind drei Versionen, die Zahl der Wahl?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Informationsgüter
2.1 Besonderheiten von Informationsgütern
2.1.1 Kostenstruktur
2.1.2 Informationsgüter als öffentliche Güter
2.1.3 Erfahrungs- und Vertrauenseigenschaften
2.2.4 Netzwerkeffekte
3. Preisgestaltung bei Informationsgütern
3.1 Versioning bei Informationsgütern
3.2 Formen und Umgang des Versionings
3.3 Sind drei Versionen die Zahl der Wahl?
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was sind Informationsgüter?
Informationsgüter sind Produkte, die in digitaler Form vorliegen oder dorthin überführt werden können, wie Software, E-Books oder Musik, und über das Internet gehandelt werden.
Was ist Versioning bei Informationsgütern?
Versioning ist eine Preis- und Produktstrategie, bei der dasselbe Gut in verschiedenen Varianten (z.B. Basis, Premium, Professional) zu unterschiedlichen Preisen angeboten wird, um verschiedene Kundengruppen anzusprechen.
Warum ist die Preisgestaltung bei digitalen Gütern so schwierig?
Digitale Güter haben hohe Fixkosten in der Produktion („First Copy Costs“), aber nahezu keine Grenzkosten bei der Vervielfältigung, was klassische Preismodelle unbrauchbar macht.
Sind „drei Versionen“ die ideale Anzahl für das Versioning?
Die Arbeit untersucht die psychologische Wirkung der „Zahl Drei“, die oft als optimal gilt, um Kunden eine klare Wahl zwischen einer günstigen, einer mittleren und einer High-End-Option zu bieten.
Welche Rolle spielen Netzwerkeffekte bei Informationsgütern?
Netzwerkeffekte bedeuten, dass der Nutzen eines Informationsgutes für den Einzelnen steigt, je mehr andere Personen dieses Gut ebenfalls nutzen (z.B. soziale Netzwerke oder Softwareformate).
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- Anonym (Autor), 2009, Formen und Umgang des Versionings bei Informationsgütern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/262082