Pannenberg, Wolfhart, deutscher protestantischer Theologe. Pannenberg
wurde am 2. Oktober 1928 in Stettin geboren. Er studierte Theologie in Berlin,
Göttingen, Basel und Heidelberg. Nach Promotion und Habilitation lehrte er
zunächst in Heidelberg, später in Wuppertal und Berlin. Unter dem Einfluss
der alttestamentlichen Theologie Gerhard von Rads entwarf Pannenberg Ende
der fünfziger Jahre zusammen mit theologischen Freunden das Programm der
„Offenbarung als Geschichte”. Diesem Konzept zufolge offenbart sich Gott
nicht in der Geschichte, sondern seine Offenbarung ereignet sich als
Geschichte. Pannenbergs Vorstellung greift dabei auf die deutsche
idealistische Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts zurück.
Er legte mit seinem Werk »Systematische Theologie« (3 Bde., 1988-93) eines
der grundlegenden Werke der neueren protestantischen Theologie vor. In der Mitte des 20. Jahrhunderts fand in der deutschen Theologie eine
Abwertung der Bedeutung der Geschichte für den Glauben statt – eine
Theologie, wie sie vor allem von Bultmann vertreten wurde. Bultmann wurde
ja bekanntlich durch seine Forderung nach der Entmythologisierung bekannt.
Die Wahrheit sei ausschließlich im Wort Gottes zu finden und nicht in den
mythischen Vorstellungen zu suchen.
Es gab zwei Theologen, die den Versuch unternahmen, die Historizität der
Auferstehung zu untersuchen und zu verteidigen: Hans von Campenhausen
und Hans Grass. Ihrem Vorbild sollten im kommenden Jahrzehnt eine ganze
Reihe europäischer Theologen folgen. 1961 kam Wolfhart Pannenberg mit
seiner Programmschrift "Offenbarung als Geschichte" dazu. [...]
Inhaltsverzeichnis
- Wer ist Wolfhart Pannenberg?
- Wieso theologische Forschung um die Historizität der Auferstehung Jesu ?
- Pannenbergs „revolutionäre“ These..
- Historizität.
- Ist die Auferstehung Jesu ein historisches Ereignis ?
- Untersuchung der Überlieferungen vom leeren Grab
- Untersuchung der Erscheinungstradition
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage nach der Historizität der Auferstehung Jesu. Wolfhart Pannenberg argumentiert, dass die Auferstehung Jesu ein historisches Ereignis ist und seine These vor dem Hintergrund der Entmythologisierungstheorie Bultmanns, die die Bedeutung der Geschichte für den christlichen Glauben abwertete, verteidigt. Die Arbeit untersucht die Argumente Pannenbergs und seine Interpretation der Überlieferungen, die die Historizität der Auferstehung belegen sollen.
- Die Abwertung der Geschichte im Glauben durch Bultmann
- Pannenbergs „revolutionäre“ These: Offenbarung als Geschichte
- Die Historizität der Auferstehung
- Die Überlieferungen vom leeren Grab und den Erscheinungen Jesu
- Die historische Forschung als Grundlage für den christlichen Glauben
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel gibt einen kurzen Einblick in die Person und das Werk Wolfhart Pannenbergs, dessen programmatische Schrift „Offenbarung als Geschichte“ im Zentrum der Analyse steht.
Das zweite Kapitel beleuchtet den historischen Kontext von Pannenbergs Argumentation und stellt die Abwertung der Bedeutung der Geschichte für den Glauben durch Bultmann und die Entmythologisierungstheorie dar. Die Arbeit beleuchtet Pannenbergs „revolutionäre“ These, dass sich Gott nicht in der Geschichte offenbart, sondern seine Offenbarung sich als Geschichte ereignet.
Das dritte Kapitel untersucht die Frage der Historizität der Auferstehung Jesu. Pannenberg argumentiert, dass die Auferstehung ein historisches Ereignis ist, das durch die Überlieferungen vom leeren Grab und den Erscheinungen Jesu belegt werden kann.
Das vierte Kapitel analysiert die Überlieferungen vom leeren Grab und zeigt, dass die Jünger weder bei der Beisetzung noch bei der Auffindung des leeren Grabes anwesend waren. Die Arbeit beleuchtet die Rolle der Erscheinungen Jesu in Pannenbergs Beweisführung.
Schlüsselwörter
Wolfhart Pannenberg, Auferstehung Jesu, Historizität, Offenbarung als Geschichte, Entmythologisierung, Bultmann, Überlieferungen, leeres Grab, Erscheinungen, historisch-kritische Forschung.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Wolfhart Pannenberg?
Pannenberg (1928–2014) war ein bedeutender deutscher protestantischer Theologe, der für sein Konzept der „Offenbarung als Geschichte“ bekannt wurde.
Ist die Auferstehung Jesu für Pannenberg ein historisches Ereignis?
Ja, Pannenberg verteidigt die Historizität der Auferstehung und argumentiert, dass sie durch historische Forschung (z.B. das leere Grab) belegt werden kann.
Was kritisiert Pannenberg an Rudolf Bultmann?
Pannenberg lehnt Bultmanns „Entmythologisierung“ ab, da diese die Bedeutung der tatsächlichen Geschichte für den christlichen Glauben abwerte.
Welche Beweise führt Pannenberg für die Auferstehung an?
Er stützt sich auf die Untersuchung der Überlieferungen vom leeren Grab sowie auf die Erscheinungstraditionen Jesu nach seinem Tod.
Was bedeutet „Offenbarung als Geschichte“?
Nach Pannenberg offenbart sich Gott nicht *in* der Geschichte, sondern die Offenbarung ereignet sich *als* die Geschichte selbst.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2003, Ist die Auferstehung ein historisches Ereignis - W. Pannenberg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25865