Nach den ganzen theoretischen Grundlagen soll dieser Teil der Arbeit einen praktischen Bezug auf das Thema Jugendkriminalität nehmen. Warum Jugendliche kriminell werden ist eben schon behandelt worden. Jetzt stellt sich die Frage wie mit delinquenten Jugendlichen umgegangen werden soll und welche Maßnahmen denn bisher am effektivsten waren ? Ein ständiges Diskussionsthema, zu dem wohl nie die wahre und für jeden vertretbare Lösung gefunden wird. Trotzdem hat sich bereits eine bedeutsame Tendenz ergeben, die mehr zu präventiven als zu repressiven Lösungsansätzen neigt. Die Rechtfertigung liegt vor allem im obersten Prinzip des Jugendrechts - dem Erziehungsgedanken . Damit meint man, dass der Jugendliche selbst als Person, und nicht die Tatschuld im Mittelpunkt stehen soll. Der Strafgedanke im Sinne von Vergeltung und Sühne trifft also nicht zu, da man mehr Wert darauf legt den Jugendlichen so wenig wie möglich in seiner Entwicklung zu beeinträchtigen und im Falle von Sozialisationsdefiziten eine Helferfunktion einzunehmen. Zum Beispiel sollen Jugendliche die einen Diebstahl begangen haben nicht gleich in die Haftanstalt eingewiesen werden, denn dadurch würden sie folglich einigen Lernstoff in der Schule versäumen, wodurch womöglich ihre berufliche Zukunft Schaden davon tragen könnte ( im schlimmsten Falle ). Was noch unbedingt gesagt werden muss, ist, dass das Prinzip des Jugendrechts nicht nur in der Theorie besteht sondern auch in der Praxis seine Anwendung findet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Prävention
- Definition
- Präventionsansätze
- Primäre Prävention
- Sekundäre Prävention
- Tertiäre Prävention
- Diversion
- Definition
- Unterstützung durch das Gesetz
- Diversion in der Praxis - Beispiel
- Vorteile
- Nachteile
- Prävention
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert den Umgang mit Jugenddeliquenz und konzentriert sich dabei auf präventive und diversive Maßnahmen. Sie untersucht die verschiedenen Ansätze der Prävention, insbesondere die Primäre, Sekundäre und Tertiäre Prävention, sowie die Bedeutung von Diversion im Kontext des Jugendrechts.
- Präventionsansätze im Umgang mit Jugendkriminalität
- Diversion als alternative Form der Strafverfolgung
- Das Prinzip des Erziehungsgedankens im Jugendrecht
- Die Bedeutung von sozialer Prävention und Intervention
- Die Rolle des familiären Umfelds in der Präventionsarbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Dieser Teil der Arbeit beleuchtet den praktischen Bezug des Themas Jugendkriminalität. Dabei werden verschiedene Aspekte betrachtet, wie z.B. die Ursachen für Jugendkriminalität und der Umgang mit delinquenten Jugendlichen. Der Fokus liegt auf präventiven Ansätzen und deren Bedeutung im Kontext des Jugendrechts.
Hauptteil
Prävention
Dieser Abschnitt definiert den Begriff Prävention im Kontext von Jugendkriminalität und erläutert verschiedene Präventionsansätze. Hierzu gehören die Primäre, Sekundäre und Tertiäre Prävention. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Tertiären Prävention, da es zu diesem Ansatz konkrete Beispiele zur Durchführung gibt.
Diversion
Dieser Abschnitt definiert den Begriff Diversion und beleuchtet seine Bedeutung im Kontext des Jugendrechts. Es werden außerdem die Vorteile und Nachteile dieser Form der Strafverfolgung diskutiert.
Schlüsselwörter
Jugendkriminalität, Jugenddeliquenz, Prävention, Primäre Prävention, Sekundäre Prävention, Tertiäre Prävention, Diversion, Erziehungsgedanke, Jugendrecht, Sozialisation, familiäres Umfeld, Verhaltensauffälligkeiten, Verhaltensstörungen, gefährdete Jugendliche, verwahrloste Jugendliche, benachteiligte Jugendliche.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der „Erziehungsgedanke“ im Jugendrecht?
Er besagt, dass bei jugendlichen Delinquenten nicht die Bestrafung (Sühne), sondern die positive Beeinflussung der Entwicklung und Erziehung im Vordergrund steht.
Was unterscheidet primäre, sekundäre und tertiäre Prävention?
Primär richtet sich an alle, sekundär an gefährdete Gruppen und tertiär an bereits straffällig gewordene Jugendliche, um Rückfälle zu verhindern.
Was versteht man unter Diversion?
Diversion bedeutet das Absehen von einer förmlichen Anklage oder einem Gerichtsverfahren, oft verbunden mit Auflagen wie Sozialstunden oder Täter-Opfer-Ausgleich.
Warum wird Haft bei Jugendlichen oft vermieden?
Haft kann die schulische und berufliche Entwicklung unterbrechen und zu einer weiteren kriminellen Sozialisation führen („Gefängnis als Schule des Verbrechens“).
Welche Rolle spielt das familiäre Umfeld bei Jugendkriminalität?
Das familiäre Umfeld gilt als zentraler Faktor für die Sozialisation; Defizite in der Erziehung werden oft als Mitursache für Delinquenz gesehen.
- Quote paper
- Daniela Klepke (Author), 2002, Jugendkriminalität - Umgang mit Jugenddelinquenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25753