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Das Kloster - eine totale Institution?

Titel: Das Kloster  - eine totale Institution?

Hausarbeit , 1994 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Christine Knecht (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist ein Kloster eine "totale Institution" wie beispielsweise ein Gefängnis? Eine Anstalt? Ein Asyl? Welche Merkmale sprechen dafür, welche dagegen - und gibt es vielleicht Unterschiede zwischen den Klöstern, je nach Ausrichtung?

In der vorliegenden Hausarbeit wird Erving Goffmans Definition der "totalen Institution" als Diskussionsgrundlage herangezogen, um das Klosterleben in einem Orden als Mönch oder Nonne näher zu betrachten. Dabei werden die Definitionsmerkmale totalen Institution mit den dem Kloster eigenen Regeln und Vorschriften verglichen, Parallelen gezogen - aber auch deutliche Unterschiede entdeckt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Was macht eine totale Institution aus?
  • Die Merkmale totaler Institutionen nach Goffman
  • Das Kloster - eine totale Institution?
  • Das erste Merkmal - Ort und Autorität
  • Das zweite Merkmal - Gemeinsamkeit und Gleichheit
  • Das dritte Merkmal - Einteilung des Arbeitstages
  • Das vierte Merkmal - Rationale Planvereinheitlichung
  • Die Zielsetzung des Klosterlebens
  • Die Berufung - Ein Element der Selbstbestimmung
  • Die Insassen - Freiwillige oder Gefangene?
  • Die Merkmale totaler Institutionen im Kontext des Klosterlebens
  • Goffmans Begriff der "Insassen" - Eine negative Konnotation
  • Die Initiation als Ritus der Gleichheit
  • Der Verlust des Namens - Eine "Verstümmelung des Selbst"?
  • Die Kutte - Anstaltskleidung oder Ausdruck der Identität?

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die Hausarbeit untersucht, ob das Kloster als totale Institution im Sinne von Erving Goffman betrachtet werden kann. Ziel ist es, die Charakteristika totaler Institutionen auf das Klosterleben anzuwenden und eventuelle Differenzen festzustellen.

  • Merkmale totaler Institutionen nach Goffman
  • Unterscheidung zwischen kontemplativen und tätigen Orden
  • Zielsetzung und Lebensweise im Kloster
  • Freiwilligkeit des Eintritts und die Rolle der Berufung
  • Goffmans Begriff der "Insassen" und die Bedeutung der Identität im Kloster

Zusammenfassung der Kapitel

  • Das erste Kapitel definiert den Begriff der "totalen Institution" nach Goffman und stellt die Merkmale vor, die diese Institutionen auszeichnen.
  • Das zweite Kapitel analysiert, inwieweit das Klosterleben den Kriterien totaler Institutionen entspricht, wobei besonders auf die Unterscheidung zwischen kontemplativen und tätigen Orden eingegangen wird.
  • Das dritte Kapitel untersucht die Zielsetzung des Klosterlebens und die Bedeutung der Berufung als Motiv für den Eintritt in die Institution.
  • Das vierte Kapitel befasst sich mit der Frage, ob die Mitglieder eines Klosters als "Insassen" im Sinne Goffmans betrachtet werden können und wie die Identität im Klosterleben geprägt ist.

Schlüsselwörter

Totale Institution, Erving Goffman, Klosterleben, kontemplative Orden, tätige Orden, Berufung, Identität, Insassen, Initiation, Selbstverleugnung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine "totale Institution" nach Erving Goffman?

Eine totale Institution ist ein Wohn- und Arbeitsort einer großen Anzahl gleichartiger Individuen, die für längere Zeit von der übrigen Gesellschaft abgeschnitten sind und einen gemeinsamen, formal reglementierten Alltag führen. Beispiele sind Gefängnisse, Kasernen oder eben Klöster.

Gilt ein Kloster als totale Institution?

Die Hausarbeit untersucht diese Frage kritisch. Während Merkmale wie die räumliche Trennung und die strikte Tageseinteilung dafür sprechen, gibt es deutliche Unterschiede, insbesondere im Bereich der Freiwilligkeit und der persönlichen Identitätsstiftung durch die Berufung.

Was unterscheidet kontemplative von tätigen Orden?

Kontemplative Orden konzentrieren sich fast ausschließlich auf das Gebet und die innere Einkehr innerhalb der Klostermauern, während tätige Orden (wie Schulschwestern oder Krankenpfleger) auch außerhalb des Klosters in der Gesellschaft aktiv sind.

Ist der Eintritt in ein Kloster freiwillig?

Ja, im Gegensatz zu Insassen in Gefängnissen oder Patienten in geschlossenen Anstalten treten Mönche und Nonnen in der Regel aus freien Stücken und aufgrund einer religiösen Berufung in das Kloster ein.

Was bedeutet der "Verlust des Namens" im Kloster?

Goffman beschreibt den Namensverlust als "Verstümmelung des Selbst". Im Klosterkontext wird die Annahme eines Ordensnamens jedoch oft als Ausdruck einer neuen Identität und Hingabe an Gott verstanden, nicht als bloße Entpersönlichung.

Welche Rolle spielt die Kutte im Klosterleben?

Die Kutte dient als Einheitskleidung, die soziale Unterschiede aufhebt. Während Goffman dies als Anstaltstracht zur Nivellierung der Persönlichkeit sieht, ist sie für Ordensmitglieder ein Symbol der Zugehörigkeit und ihrer religiösen Identität.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Kloster - eine totale Institution?
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg  (Institut für Soziologie)
Note
2,0
Autor
Christine Knecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1994
Seiten
14
Katalognummer
V25181
ISBN (eBook)
9783638278904
ISBN (Buch)
9783638789066
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kloster Institution Religionssoziologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Knecht (Autor:in), 1994, Das Kloster - eine totale Institution?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/25181
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Leseprobe aus  14  Seiten
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