Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Trade and Distribution

Funktionen des Handels: Eine kritische Bestandsaufnahme

Title: Funktionen des Handels: Eine kritische Bestandsaufnahme

Research Paper (undergraduate) , 2004 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirt (FH) Oliver Opel (Author)

Business economics - Trade and Distribution
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Wenn man heute etwas über den Handel hört oder liest, so geht es meist um den Preiskampf im Einzelhandel. Schon die markanten Werbeslogans, wie „Geiz ist geil!“ (Saturn) und „Die Mutter aller Schnäppchen“ (Media Markt), zeigen deutlich, dass man sich hier auf eine gefährliche Niedrigpreispolitik eingelassen hat. Die Konsumenten werden immer mehr zu „Schnäppchenjägern“ erzogen, die kaum mehr beim typischen Fachhändler einkaufen, weil sie dort viel zu teuere Produkte vermuten. Hinzu kommt noch, dass die Verbraucher fast ausschließlich nach reduzierter Ware suchen und Angebote zu regulären Preisen in den Regalen stehen lassen.
Der Autor stellt die klassischen Funktionen des Handels vor und überprüft anhand aktueller Praxisbeispiele ihre heutige Bedeutung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung: Abgrenzung wesentlicher Erscheinungsformen von Handelsbetrieben

2 Die Handelsfunktionen aus der Sicht der Wissenschaft

2.1 Die Handelsfunktionenlehre als Ergebnis der Kritik an der Produktivität des Handels

2.2 Die Handelsfunktionen nach Seyffert

2.2.1 Die Überbrückungsfunktionen

2.2.2 Die Warenfunktionen

2.2.3 Die Funktionen des Makleramtes

2.3 Ergänzende Hinweise zu den Ausführungen Seyfferts

3 Wesentliche Träger der Funktionen und die Funktionenübertragung

3.1 Händler, Hersteller und Verwender als Funktionenträger

3.2 Die verschiedenen Möglichkeiten der Funktionenübertragung

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Studienarbeit verfolgt das Ziel, die Handelsfunktionen im Lichte der Handelsfunktionenlehre nach Rudolf Seyffert kritisch zu hinterfragen und deren heutige Relevanz sowie die Trägerschaft dieser Funktionen in einem sich wandelnden wirtschaftlichen Umfeld zu analysieren.

  • Grundlagen und Abgrenzung verschiedener Handelsbetriebsformen
  • Wissenschaftliche Fundierung der Handelsfunktionen nach Seyffert
  • Differenzierung in Überbrückungs-, Waren- und Makleramtsfunktionen
  • Analyse der Funktionenübertragung zwischen Händlern, Herstellern und Verwendern
  • Kritische Reflexion der Aktualität klassischer Handelslehren in Zeiten der Globalisierung

Auszug aus dem Buch

Die Überbrückungsfunktionen

Unter dem Begriff „Überbrückungsfunktionen“ fasst Seyffert folgende Handelsfunktionen zusammen: Raumüberbrückungsfunktion, Lagerfunktion, Vordispositionsfunktion, Preisausgleichsfunktion und Kreditfunktion.

Die Raumüberbrückungsfunktion, auch Transportfunktion bezeichnet, ist historisch gesehen die ursprüngliche Handelsfunktion. Schon im Mittelalter sind Händler viele Tausend Kilometer gereist, um zum Beispiel Stoffe oder Gewürze einzukaufen, welche sie an einem anderen Ort wieder verkauft haben. Auch wenn das Transportwesen heute meist an spezielle Dienstleistungsunternehmen wie Speditionen ausgegliedert ist, so sind deren Auftraggeber wiederum in den meisten Fällen die Händler.

Neben dem Raum überbrücken die Händler auch noch zeitliche Differenzen zwischen Erzeugung und Verbrauch. Nach Seyffert handelt es sich hierbei um zwei zeitausgleichende Handelsfunktionen: Die Lagerfunktion und die Vordispositionsfunktion.

Die Lagerfunktion stellt eine der wesentlichen Aufgaben des Handels dar. Die Verwender wollen die Ware (es handelt sich hierbei größtenteils um großvolumige, teuere oder leicht verderbliche Ware) meist erst zu dem Zeitpunkt haben zu dem sie sie tatsächlich benötigen, da sie aus Kosten- und Platzgründen ihr Lager möglichst klein halten wollen. Das bedeutet, dass der Bedarf häufig sehr schwankt und von unterschiedlichen Einflussfaktoren, wie zum Beispiel saisonale Abhängigkeit, Witterung, Trends, Auftragslage usw., abhängt. Wenn die Verwender allerdings beim Händler bestellen, so wollen sie die Ware möglichst kurzfristig erhalten. Der Händler ist deshalb gezwungen, ein eigenes Lager aufzubauen, um so möglichst flexibel auf die Wünsche seiner Kunden eingehen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Abgrenzung wesentlicher Erscheinungsformen von Handelsbetrieben: Dieses Kapitel definiert den Handel sowohl im funktionellen als auch im institutionellen Sinne und grenzt verschiedene Handelsformen wie Einzelhandel und Discounter voneinander ab.

2 Die Handelsfunktionen aus der Sicht der Wissenschaft: Hier erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Handelsfunktionenlehre, wobei der Fokus auf den klassischen Ausführungen von Rudolf Seyffert liegt und die Produktivität des Handels verteidigt wird.

3 Wesentliche Träger der Funktionen und die Funktionenübertragung: Dieses Kapitel untersucht, welche Akteure neben dem Händler (Hersteller/Verwender) Handelsfunktionen übernehmen können und wie diese Übertragung organisiert wird.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit ordnet die Bedeutung des Handels im Kontext von Globalisierung und Konzentration ein und betont die Notwendigkeit des Handels als serviceorientierter Problemlöser.

Schlüsselwörter

Handelsfunktionen, Handelsbetriebslehre, Rudolf Seyffert, Warenfunktionen, Überbrückungsfunktionen, Funktionenübertragung, Handel, Einzelhandel, Großhandel, Markterschließung, Distributionspolitik, Wertschöpfungskette, Wirtschaftlichkeit, Handelsunternehmen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Aspekten der Handelsfunktionen und deren Bedeutung in der modernen Marktwirtschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Handelsfunktionenlehre, der Abgrenzung von Betriebsformen sowie der Analyse der Rollenverteilung zwischen Händlern, Herstellern und Verwendern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Bestandsaufnahme der Handelsfunktionen, um zu prüfen, inwieweit klassische Lehrmeinungen in der heutigen Zeit noch Gültigkeit besitzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte theoretische Analyse durchgeführt, ergänzt durch Praxisbeispiele zur Veranschaulichung der theoretischen Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Handelsfunktionen nach Seyffert (Überbrückungs-, Waren- und Makleramtsfunktionen) sowie die Analyse der Trägerschaft dieser Funktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Handelsfunktionen, Funktionenübertragung, Handelsbetriebslehre, Wertschöpfungskette und Marktbetreuung.

Wie unterscheidet Seyffert zwischen Überbrückungs- und Warenfunktionen?

Überbrückungsfunktionen dienen dem Ausgleich von Raum- und Zeitdifferenzen, während sich Warenfunktionen direkt auf die Beschaffenheit und Zusammenstellung der Waren selbst beziehen.

Warum ist die Funktionenübertragung ein zentrales Thema für Unternehmen?

Unternehmen müssen aus Wirtschaftlichkeitsgründen stetig prüfen, ob sie bestimmte Handelsfunktionen selbst effizienter ausüben können, als dies durch den Handel geschieht, was Konsequenzen für die Wettbewerbsfähigkeit hat.

Excerpt out of 27 pages  - scroll top

Details

Title
Funktionen des Handels: Eine kritische Bestandsaufnahme
College
University of Applied Sciences Hof  (Fachbereich Betriebswirtschaft)
Course
Dienstleistungsmarketing
Grade
2,3
Author
Diplom-Betriebswirt (FH) Oliver Opel (Author)
Publication Year
2004
Pages
27
Catalog Number
V24845
ISBN (eBook)
9783638276214
ISBN (Book)
9783638684224
Language
German
Tags
Funktionen Handels Eine Bestandsaufnahme Dienstleistungsmarketing
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt (FH) Oliver Opel (Author), 2004, Funktionen des Handels: Eine kritische Bestandsaufnahme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24845
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  27  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint