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Wissenschaftlicher Ursprung, Vergleich und Kritik der internationalen Corporate Governance

Title: Wissenschaftlicher Ursprung, Vergleich und Kritik der internationalen Corporate Governance

Seminar Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Moritz Delbrück (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die wissenschaftlich im In- und Ausland stattfindende Diskussionen über CG zunächst vor den Hintergrund ihres definitorischen und wissenschaftlichen Ursprungs zu setzen. Anhand eines exemplarischen Vergleichs bereits in der Grundkonzeption unterschiedlicher nationaler CG Systeme der Länder Großbritannien (UK), Deutschland (D) und Frankreich (F) werden daraufhin Gemeinsamkeiten und Unterschiede der
internationalen CG vorgestellt. In Teil IV schließlich wird mit der Position Fredmund Maliks ein bekannter Vertreter der CG - Kritik vorgestellt sowie aufgezeigt, welche elementaren Bestandteile der
Corporate Governance vor allem in Deutschland häufiger Gegenstand der Kritik sind.

Abschließend wird im Fazit die Unzulänglichkeit einer ausschließlich juristischen und ökonomischen CG begründet und ein kurzer Ausblick auf mögliche Entwicklungsrichtungen durch aktuelle internationale
Harmonisierungsbestrebungen und supranationale Rechtsprechung gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsursprung, wissenschaftliche Einordnung und Definition

2.1. Begriffsursprung und Bedeutung

2.2. Die Rolle der Corporate Governance in der Wissenschaft

2.3. Definitionen der Corporate Governance

3. Corporate Governance auf internationaler Ebene

3.1. Geschichtliche Entwicklung

3.2. Gemeinsamkeiten nationaler Kodizes

3.3. Unterscheidungskriterien nationaler Kodizes

3.4. Corporate Governance in Großbritannien: Die Shareholder-Value Interpretation

3.5. Corporate Governance in Deutschland: Die Stakeholder-Value Interpretation

3.6. Corporate Governance in Frankreich: Das netzwerkorientierte Modell

3.7. Corporate Governance in China

4. Kritik an der Corporate Governance

4.1. Grundsätzliche Kritik

4.2. Kritik an zentralen Bestandteilen der CG

4.2.1. Der Aufsichtsrat

4.2.2. Die Mitbestimmung

4.2.3. Der ‚comply or explain’ - Mechanismus

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Ursprung und die internationale Entwicklung von Corporate Governance-Systemen, um deren Eignung zur verantwortungsvollen Unternehmensführung kritisch zu bewerten. Im Zentrum steht die Analyse, inwieweit bestehende Mechanismen den Herausforderungen globaler Finanzmärkte und dem Vertrauensverlust der Öffentlichkeit gerecht werden können.

  • Wissenschaftliche Fundierung und definitorische Einordnung von Corporate Governance
  • Internationaler Vergleich von Governance-Kodizes (Großbritannien, Deutschland, Frankreich, China)
  • Kritische Würdigung des Shareholder- versus Stakeholder-Value-Ansatzes
  • Untersuchung der strukturellen Schwächen deutscher Kontrollorgane
  • Diskussion über die Notwendigkeit ethischer Perspektiven und informeller Steuerungsinstrumente

Auszug aus dem Buch

3.2. Gemeinsamkeiten nationaler Kodizes

Nach dem Prinzip der ‚Checks & Balances’ soll CG weltweit einen Interessenausgleich verschiedenster Anspruchsinhabern gewährleisten. Um diesen möglichst effizient und fair zu gestaltenden Ausgleich zu erzielen, sind die Investoren ob des Transparenz- und Effizienz-Hinzugewinns bzw. der Kontrollkosten-Verringerung auch bereit, einen speziellen Obulus zu entrichten, da sie sich von einer guten CG eine langfristige Shareholder-Value-Erhöhung versprechen.

Gemeinsam ist den meisten Kodizes, dass sie zwar auf den jeweiligen gesellschaftsrechtlichen Bestimmungen ihres jeweiligen Landes basieren, jedoch keine rechtliche Bindungswirkung entfalten. Stattdessen sehen sie Handlungsempfehlungen mit z.T. unterschiedlich starken Ausprägungen vor, die von den Akteuren zu berücksichtigen sind. Nach dem „comply or explain“ - Prinzip werden keine rechtlichen Sanktionen bei Zuwiderhandlung gegen Empfehlungen des Kodexes eingeleitet. Lediglich zur Veröffentlichung einer Entsprechenserklärung werden Aktiengesellschaften im Rahmen des Jahresabschluss-Berichts verpflichtet, nicht aber zur Einhaltung der Empfehlungen. Die Sanktionierung der Zuwiderhandlung erfolgt ausschließlich über das „voting by feet“ auf dem Kapitalmarkt. Begründet ist dies makro-ökonomisch in dem unternehmerischen Wunsch einer möglichst subsidiär ausgestalteten und lediglich Rahmenordnungen setzenden Wirtschaftspolitik - stellt doch bereits die Nachfrage einer Entsprechenserklärung durch Investoren ein zwar nur indirektes, doch bereits sehr wirkungsvolles Druck-Instrument gegenüber dem Management börsennotierter Unternehmen dar. Gleichwohl belässt diese Vorgehensweise den Akteuren des Kapitalmarktes die Gestaltungsfreiheit zur Gewährleistung guter Governance unter möglichst effizienten eigenverantwortlichen Strukturen. Bemerkenswert ist diese sogenannte ‚soft law’ Regelungsform, weil sie ordnungspolitisch bereits in ihrem Ansatz auf die Fähigkeit der Firmen zur Übernahme von Verantwortung abstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den weltweiten Vertrauensverlust in Unternehmen aufgrund von Skandalen und die daraus resultierende wissenschaftliche Diskussion um Corporate Governance.

2. Begriffsursprung, wissenschaftliche Einordnung und Definition: Dieses Kapitel beleuchtet die Herkunft des Begriffs und die interdisziplinäre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Governance-Themen.

3. Corporate Governance auf internationaler Ebene: Hier werden die geschichtliche Entwicklung und die spezifischen Ansätze sowie nationale Unterschiede der Kodizes in UK, Deutschland, Frankreich und China dargestellt.

4. Kritik an der Corporate Governance: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Zielsetzung von CG sowie spezifischen Bestandteilen wie dem Aufsichtsrat und dem Comply-or-Explain-Mechanismus.

5. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz zur Unzulänglichkeit rein ökonomischer Ansätze und fordert eine Integration ethischer Faktoren in zukünftige Governance-Strukturen.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Unternehmensführung, Stakeholder-Value, Shareholder-Value, Compliance, Wirtschaftsethik, Aufsichtsrat, Mitbestimmung, Kapitalmarkt, Kodex, Transparenz, Kontrolle, Internationale Rechnungslegung, Risikomanagement, Unternehmenskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen, die internationale Verbreitung und die praktische Anwendung von Corporate Governance als System zur Steuerung und Kontrolle von Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen der internationale Vergleich nationaler Kodizes, die Debatte zwischen Shareholder- und Stakeholder-Orientierung sowie die kritische Analyse von Kontrollmechanismen wie dem Aufsichtsrat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Corporate Governance zu einer verantwortungsvollen Unternehmensführung beitragen kann und wo die Grenzen rein juristischer oder ökonomischer Ansätze liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre Analyse, die juristische, betriebswirtschaftliche und ökonomische Perspektiven kombiniert und durch internationale Ländervergleiche sowie Expertenmeinungen ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, eine detaillierte internationale Vergleichsanalyse von Governance-Modellen und eine tiefgehende kritische Prüfung bestehender Mechanismen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Corporate Governance, Transparenz, Shareholder-Value, Stakeholder-Interessen, Kontrollkosten und ethische Unternehmensverantwortung.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Banken in Deutschland?

Der Autor kritisiert die enge Verstrickung deutscher Banken und ihre Rolle als externe Finanzierungsquelle, da diese Struktur die effektive externe Kontrolle über den Kapitalmarkt schwächen kann.

Was kritisiert Malik am aktuellen Governance-Diskurs?

Malik sieht in der Corporate Governance-Debatte eine Fehlentwicklung, die sich zu sehr auf die Verteilung von Ergebnissen konzentriert, anstatt die produktive Leistung des Unternehmens als Einheit in den Fokus zu stellen.

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Details

Title
Wissenschaftlicher Ursprung, Vergleich und Kritik der internationalen Corporate Governance
College
University of Bayreuth  (Institut für Philosophie)
Course
Wirtschaftsethik
Grade
1,0
Author
Moritz Delbrück (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V24402
ISBN (eBook)
9783638272872
ISBN (Book)
9783638916561
Language
German
Tags
Wissenschaftlicher Ursprung Vergleich Kritik Corporate Governance Wirtschaftsethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Delbrück (Author), 2004, Wissenschaftlicher Ursprung, Vergleich und Kritik der internationalen Corporate Governance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/24402
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