Anlässlich des 100. Geburtstags von John Cage sprießen in allen Medien Berichte über ihn, seine Musik und die Verbindung von ihm zum Zufall, Zen und I Ching. Dass Cage sich mit dem Zufall verbunden fühlte besprachen wir ausführlich im Seminar, währenddessen in mir verschiedene Fragen zu diesem Thema aufkamen. Welche Rolle spielt der Zufall allgemein in der Kunst. Seit wann arbeiten Künstler mit dem Zufall? Welche Zufallsmethoden wurden angewendet und geben Verbindungen zu der Vorgehensweise von John Cage? Und gibt es etwas Besonderes oder anderes durch was sich ihn besonders auszeichnet? Auf den nächsten Seiten meiner Hausarbeit werde ich als erstes auf ihn und seine Zufallsmethoden eingehen und welche Ereignisse oder Personen John Cage anregten um mit dem Zufall zu arbeiten? Anschließend werde ich versuchen einen groben Überblick über verschiedene Künstler und Personen zu geben, die seit der Renaissance mit dem Zufall experimentierten und welche Methoden, um mit dem Zufall zu arbeiten, verwendet werden, Weiterführend sollen fünf Künstler aus dem zwanzigsten Jahrhundert die Arbeit mit dem Zufall weiter verdeutlichen. Zum Schluss soll ein Vergleich zwischen John Cage und den anderen Künstlern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten deutlich machen um die Frage nach der Besonderheit Cages zu klären. Was machte ihn so wichtig für das zwanzigste Jahrhundert, dass man, im Jahr seines 100. Geburtstags, überhaupt nicht an ihm und seinen Kompositionen vorbeikommt?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- John Cage und der Zufall
- Der Zufall in den bildenden Künsten
- Von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert
- Max Ernst: Frottagen und Décalcomanien
- Niki de Saint Phalle: Shooting Paintings
- Yves Klein: Fumage
- Walter de Maria: The Lightning Field
- Timm Ulrichs: Landschafts- Epiphanien
- Methoden um dem Zufall zu arbeiten (Exkursion: Jackson Pollock)
- Fazit
- Vergleich zwischen John Cage und anderen Künstlern des 20. Jahrhunderts
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Rolle des Zufalls in der Kunst, insbesondere im Werk von John Cage. Sie beleuchtet die historischen Entwicklungen, die verschiedenen Zufallsmethoden in den bildenden Künsten und die Verbindungen zu Cages Werk. Die Arbeit analysiert die Intentionen der Künstler, die den Zufall als Methode einsetzten und die Besonderheit von Cages Herangehensweise im Vergleich zu anderen Künstlern des 20. Jahrhunderts.
- Der Zufall als kreative Methode in der Kunst
- Die Verbindung von John Cage zum Zufall und seine Inspirationsquellen
- Zufallsmethoden in den bildenden Künsten seit der Renaissance
- Die Intentionen der Künstler in Bezug auf den Zufall
- Der Vergleich zwischen John Cage und anderen Künstlern des 20. Jahrhunderts
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt den Leser in das Thema Zufall in der Kunst ein und stellt die zentralen Fragestellungen der Hausarbeit vor. Sie zeigt die besondere Bedeutung von John Cage und seinen Kompositionen auf und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
Hauptteil
John Cage und der Zufall
Dieses Kapitel analysiert John Cages Verhältnis zum Zufall und beleuchtet seine Inspirationsquellen, insbesondere Marcel Duchamp und fernöstliche Traditionen. Es erklärt Cages Zufallsmethoden, wie die Verwendung des I Ging in "Music of Changes" und die "point-drawing-technique" in "Music for Piano".
Der Zufall in den bildenden Künsten
Dieser Teil der Arbeit untersucht die Geschichte des Zufalls in den bildenden Künsten, beginnend mit Leonardo da Vinci und den Florentiner Mosaiken. Es werden verschiedene Methoden und Künstler vorgestellt, die den Zufall in ihre Werke integrierten, wie Max Ernst mit seinen Frottagen und Décalcomanien, Niki de Saint Phalle mit ihren Shooting Paintings und Yves Klein mit seinen Fumage. Außerdem werden die Werke von Walter de Maria und Timm Ulrichs analysiert, die den Zufall in neuen Dimensionen einsetzten.
Methoden mit dem Zufall zu Arbeiten (Exkursion: Jackson Pollock)
Dieses Kapitel fasst die verschiedenen Zufallsmethoden zusammen, die im Laufe der Geschichte und im 20. Jahrhundert verwendet wurden. Es stellt Jackson Pollocks Drip-Paintings als Beispiel für eine Zufallsmethode vor, die von Pollock selbst jedoch nicht als Zufall gesehen, sondern als Mittel zur Expression seiner Emotionen betrachtet wurde.
Fazit
Vergleich zwischen John Cage und anderen Künstlern des 20. Jahrhunderts
Das Fazit zieht einen Vergleich zwischen John Cage und den anderen Künstlern, die mit dem Zufall experimentierten. Es analysiert die unterschiedlichen Intentionen der Künstler und die Rolle, die der Zufall in ihren Werken spielte. Abschließend wird die Besonderheit von Cages Werk hervorgehoben und die Bedeutung des Zufalls für seine Kompositionen beleuchtet.
Schlüsselwörter
Zufall, Kunst, John Cage, Marcel Duchamp, I Ging, Zufallsmethoden, bildende Kunst, Renaissance, Max Ernst, Niki de Saint Phalle, Yves Klein, Walter de Maria, Timm Ulrichs, Jackson Pollock, Drip-Paintings, Florentiner Mosaiken, Frottagen, Décalcomanien, Shooting Paintings, Fumage, Landschafts- Epiphanien, Intention, Expression, spirituelle Dimension
- Citar trabajo
- Marlene Mertsch (Autor), 2012, John Cage und der Zufall, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230791