Diese Arbeit beabsichtigt, einen Überblick über verschiedene theoretische und empirische Ansätze der Makrosoziologie zur Erklärung von Religiosität, beziehungsweise deren Abwesenheit, in modernen Gesellschaften zu bieten. Sie bezieht sich hauptsächlich auf die 2010 in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie erschienene Studie "Säkularisierung, Individualisierung oder Marktmodell? - Religiosität und ihre Erklärungsfaktoren im europäischen Vergleich" von Gert Pickel, da es nur wenige ländervergleichende Studien zum Thema gibt und eine tiefergehende Behandlung länderspezifischer Studien den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde. Die genannte Studie bietet sich für das Vorhaben dieser Arbeit außerdem an, da sie mit der Säkularisierungstheorie, der Individualisierungsthese des Religiösen und dem Marktmodell des Religiösen drei wichtige Theoriegebäude zur Erklärung von Religiosität auf ihr empirisches Fundament hin untersucht. Einen Anspruch das Forschungsgebiet allumfassend zu behandeln hat diese Arbeit, angesichts des knappen Rahmens, keineswegs.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Säkularisierung als Forschungsgegenstand der Makrosoziologie
- Der Begriff der Säkularisierung in der Soziologie
- Theoretische Erklärungsansätze
- Empirische Untersuchungen zur Säkularisierung
- Kritik und Anregungen
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über verschiedene theoretische und empirische Ansätze der Makrosoziologie zur Erklärung von Religiosität, beziehungsweise deren Abwesenheit, in modernen Gesellschaften zu bieten.
- Säkularisierung als Forschungsgegenstand der Makrosoziologie
- Theoretische Ansätze zur Erklärung von Religiosität
- Empirische Untersuchungen zur Säkularisierung
- Kritische Betrachtung der bestehenden Ansätze
- Fazit und Ausblick
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über das Thema der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise. Es wird auf die Relevanz des Themas und die Besonderheiten der verwendeten Studie hingewiesen.
Kapitel 2 befasst sich mit der Säkularisierung als Forschungsgegenstand der Makrosoziologie. Dabei wird zunächst der Begriff der Säkularisierung definiert und in Bezug zu Max Webers Entzauberung der Welt gesetzt. Im Anschluss werden verschiedene theoretische und empirische Ansätze zur Erklärung von Religiosität in modernen Gesellschaften vorgestellt und kritisch beleuchtet.
Schlüsselwörter
Säkularisierung, Religiosität, Makrosoziologie, empirische Forschung, theoretische Ansätze, Individualisierung, Marktmodell, Kirchenbindung, subjektive Religiosität, Entzauberung der Welt, Max Weber, Gert Pickel, Europa, Vergleichende Studien.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Säkularisierung in der Soziologie?
Säkularisierung bezeichnet den Prozess, in dem Religion und Kirche in modernen Gesellschaften an Bedeutung und Einfluss auf die Lebensführung und gesellschaftliche Institutionen verlieren.
Was besagt Max Webers These der „Entzauberung der Welt“?
Weber beschrieb damit den Trend, dass durch Wissenschaft und Rationalisierung magische und religiöse Deutungen der Welt zunehmend durch rationale Erklärungen ersetzt werden.
Was ist das „Marktmodell des Religiösen“?
Dieses Modell sieht Religionen als Anbieter auf einem Markt. Ein hoher Wettbewerb zwischen verschiedenen Kirchen (wie in den USA) führt demnach zu einer höheren religiösen Vitalität als staatlich geschützte Monopolkirchen.
Was bedeutet „Individualisierung des Religiösen“?
Es beschreibt den Trend, dass Menschen zwar weiterhin religiös sein können, dies aber unabhängig von festen Kirchenbindungen und nach eigenen, privaten Vorstellungen gestalten.
Gibt es Unterschiede in der Säkularisierung innerhalb Europas?
Ja, die Studie von Gert Pickel zeigt deutliche Unterschiede zwischen west- und osteuropäischen Ländern sowie zwischen protestantisch, katholisch oder orthodox geprägten Regionen.
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- Boris Reinecke (Author), 2011, Säkularisierung im Blickpunkt quantitativer empirischer Makrosoziologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/215925