In der Finanzierungspraxis der öffentlichen Hand wird gerade in Zeiten knapper Haushalte vermehr nach neuen Wegen gesucht. Einen zunehmend populärer Werdenden Weg stellen Public Private Partnerships (PPP) dar. Diese Arbeit zeigt auf, auf welchen Wegen sinvoll die Finanzierungsmöglichkeiten untersucht werden können. Eine Kernfrage ist, ob das Projekt wirtschaftlicher im Eigenbau errichtet werden kann. Die zu erwartenden Kosten sind daher miteinander zu vergleichen. Letztlich ist aber in den Fokus zu rücken, dass es bei PPP-Projekten häufig – wenn nicht immer – um hohe Investitionskosten geht. Dies macht eine ausführliche und fundierte Analyse für den Entscheidungsprozess notwendig. Die Entscheidungsträger, zum Beispiel der Gemeinderat, müssen ihren Entschluss daher auf ein wirtschaftlich tragfähiges Gerüst stützen können.
Inhaltsverzeichnis
- A. Grundlagen zum Wirtschaftlichkeitsvergleich
- B. Vorgehensweise beim Wirtschaftlichkeitsvergleich
- I. Projektdefinition
- II. Public Sector Comparator
- III. Kostenerfassung für den Eigenbau
- 1. Bauphase
- 2. Betriebsphase
- IV. Kostenschätzung für die privatwirtschaftliche Realisierung
- V. Risikoerfassung und Transfer
- 1. Risikoerfassung
- 2. Risikobewertung
- 3. Risikoallokation
- VI. Finanzmathematischer Vergleich der Beschaffungsvarianten
- 1. Abbildung der Zahlungsströme / Diskontierung
- a. Funktionsweise der Kapitalwertmethode
- b. Verzinsung/Zinsfuß
- 2. Beispielrechnung
- a. Sachverhalt
- b. Ergebnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Das Ziel dieses Textes ist die Analyse der Wirtschaftlichkeit von PPP-Projekten im Vergleich zum Eigenbau. Die Arbeit befasst sich mit der Vorgehensweise bei der Bewertung von PPP-Projekten und den relevanten Faktoren, die bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden müssen.
- Wirtschaftlichkeitsvergleich von PPP-Projekten und Eigenbau
- Definition von Projektkriterien und Leistungsstandards
- Risikoerfassung und -bewertung im Zusammenhang mit PPP-Projekten
- Finanzmathematische Analyse und Bewertung von PPP-Projekten
- Anwendung von betriebswirtschaftlichen Standards im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsanalyse
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel A befasst sich mit den Grundlagen zum Wirtschaftlichkeitsvergleich bei PPP-Projekten und beleuchtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie die Notwendigkeit einer fundierten Analyse. Kapitel B beschreibt die Vorgehensweise bei der Wirtschaftlichkeitsanalyse, wobei die drei Stufen Projektdefinition, Vergleich der Beschaffungsvarianten und Nachweis der Wirtschaftlichkeit im Vergabeverfahren im Fokus stehen.
Kapitel III beleuchtet die Kostenerfassung für den Eigenbau, unterteilt in die Phasen Bau und Betrieb. In Kapitel IV wird die Kostenschätzung für die privatwirtschaftliche Realisierung des Projekts behandelt.
Kapitel V befasst sich mit der Risikoerfassung und dem Transfer von Risiken im Zusammenhang mit PPP-Projekten. Die einzelnen Schritte Risikoerfassung, -bewertung und -allokation werden detailliert erläutert.
Kapitel VI widmet sich dem finanzmathematischen Vergleich der Beschaffungsvarianten. Es werden die Abbildung der Zahlungsströme, die Funktionsweise der Kapitalwertmethode und ein konkretes Beispiel für die Berechnung des Kapitalwerts dargestellt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter dieses Textes umfassen Wirtschaftlichkeitsvergleich, Public Private Partnership (PPP), Projektdefinition, Public Sector Comparator (PSC), Kostenerfassung, Risikoerfassung, Risikobewertung, Risikoallokation, Finanzmathematischer Vergleich, Kapitalwertmethode und Lebenszyklusanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Public Private Partnership (PPP)?
PPP ist ein Kooperationsmodell zwischen der öffentlichen Hand und privaten Unternehmen zur Finanzierung, zum Bau und zum Betrieb öffentlicher Infrastrukturprojekte.
Was ist der Public Sector Comparator (PSC)?
Der PSC ist ein Instrument zum Wirtschaftlichkeitsvergleich. Er ermittelt die Kosten, die der öffentlichen Hand bei einer Realisierung in Eigenregie (Eigenbau) entstehen würden.
Wie wird das Risiko bei PPP-Projekten bewertet?
Der Prozess umfasst die Risikoerfassung, die Risikobewertung und die Risikoallokation (Zuweisung des Risikos an den Partner, der es am besten steuern kann).
Welche Rolle spielt die Kapitalwertmethode beim Vergleich?
Sie dient dem finanzmathematischen Vergleich der Beschaffungsvarianten, indem sie alle zukünftigen Zahlungsströme auf den heutigen Zeitpunkt diskontiert.
Was ist eine Lebenszyklusanalyse?
Bei PPP-Projekten werden nicht nur die Baukosten, sondern alle Kosten über den gesamten Lebenszyklus (inkl. Betrieb und Instandhaltung) betrachtet.
Warum sind fundierte Analysen für Gemeinderäte wichtig?
Entscheidungsträger benötigen ein wirtschaftlich tragfähiges Gerüst, um bei hohen Investitionssummen die langfristig günstigste Variante für den Haushalt zu wählen.
- Arbeit zitieren
- Marc Nathmann (Autor:in), 2012, Wirtschaftlichkeitsvergleich bei Public Private Partnership Projekten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/213585