Die wechselseitige Kommunikation zwischen Immunsystem, Nervensystem und endokrinem System weckt schon lange das Interesse des Menschen, daher ist es nicht verwunderlich, dass die Klassische Konditionierung von Immunreaktionen ihren Forschungsdrang geweckt hat. Die Klassische Konditionierung von Funktionen des Immunsystems verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Nervensystem und Immunsystem beispielhaft und lässt zudem auf klinische Anwendungsmöglichkeiten hoffen. Daher wird in dieser Arbeit anhand von tierexperimentellen Befunden und einer Studie von Buske-Kirschbaum et al. bezüglich der konditionierten Aktivität von Natürlichen Killerzellen beim Menschen die Konditionierbarkeit von spezifischen und unspezifischen Immunreaktionen verdeutlicht und erklärt sowie mögliche Anwendungsgebiete im klinischen Bereich angezeigt. Zudem wird ein Einblick in das Prinzip der Klassischen Konditionierung gegeben, die physiologische Kommunikation zwischen Nervensystem und Immunsystem erläutert und die Konditionierte Immunmodulation an Beispielen dargestellt.
Inhalt
1 Einführung
2 Das Prinzip der Klassischen Konditionierung
3 Die Interaktion zwischen Nervensystem und Immunsystem
3.1 Regulation des Immunsystems durch das autonome Nervensystem
3.2 Regulation des Immunsystems durch das endokrine System
3.3 Der Einfluss des Immunsystems
4 Konditionierte Immunmodulation
5 Konditionierter Anstieg der Aktivität von Natürlichen Killerzellen beim Menschen
5.1 Methoden
5.2 Ergebnisse
5.3 Diskussion
6 Fazit
7 Literatur
Häufig gestellte Fragen
Können Immunreaktionen beim Menschen konditioniert werden?
Ja, Studien zeigen, dass sowohl spezifische als auch unspezifische Immunreaktionen durch klassische Konditionierung (Verknüpfung eines Reizes mit einer Immunantwort) beeinflussbar sind.
Wie kommunizieren Nerven- und Immunsystem miteinander?
Die Regulation erfolgt wechselseitig über das autonome Nervensystem (z.B. Sympathikus) und das endokrine System (Hormone wie Cortisol).
Was zeigt die Studie von Buske-Kirschbaum et al.?
Die Studie belegt den konditionierten Anstieg der Aktivität von Natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) beim Menschen durch Lernprozesse.
Welche klinischen Anwendungsmöglichkeiten ergeben sich daraus?
Man hofft, durch Konditionierung Medikamentendosen (z.B. Immunsuppressiva) reduzieren zu können, indem der Körper lernt, auf einen neutralen Reiz mit der gewünschten Immunantwort zu reagieren.
Was versteht man unter "Konditionierter Immunmodulation"?
Es beschreibt die gezielte Veränderung von Immunfunktionen durch psychologische Lernprinzipien, was die enge Verknüpfung von Psyche und Körper verdeutlicht.
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- Miriam Nestmann (Autor), 2010, Die Konditionierung von Immunreaktionen beim Menschen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/212554