Insbesondere die letzten Jahre der Finanzkrise zeigten, wie sehr das Geschäft der Banken zunehmend unter Druck geraten ist. Geprägt wird es durch die Entwicklungen der Weltwirtschaft sowie dem zunehmenden Wettbewerb innerhalb der Bankenwelt. Schwindende Margen machen eine Optimierung des Portfolios immer bedeutender. Die flache derzeitige Zinsstruktur verschärft den Prozess. Essentiell für die Verteidigung der Wettbewerbsstärke und die dadurch gewährleistete Überlebensfä-higkeit der Kreditinstitute ist die Asset Allocation – die optimale Aufteilung des Kapitals auf einzelne Vermögenskategorien. Grundlage für diese Vermögensaufteilung bildet die klassische Portfoliotheorie, welche in den frühen 50er Jahren von Harry Markowitz ins Leben gerufen wurde.
Im Laufe dieser Hausarbeit erläutere ich die Grundzüge der Asset Allocation. Dazu werde ich auf die dafür notwendigen Parameter eingehen und die damit verbundenen Problematiken hinsichtlich ihrer Ermittlung oder Berechnung darstellen.
Kern meiner Arbeit bilden die Korrelationen im Rahmen der Asset Allocation, welche entscheidend die Höhe des Gesamtrisikos in der Banksteuerung sowie dessen optimale Zusammensetzung beeinflussen. Die Darstellung dieser Abhängigkeiten ist demnach zentraler Bestandteil bei Fragen der Kapital-/Risikoallokation und des Risikomanagements.
Besonders vor dem Hintergrund der Finanzkrise ist es von großer Bedeutung die Auswirkungen auf die Darstellung, Abbildung und Berechnungen der Korrelationen in der Asset Allocation genauer zu untersuchen. Dieser signifikante Aspekt findet abschließend Berücksichtigung in meiner Hausarbeit.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Symbolverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen der Asset Allocation
2.1 Strategische und Taktische Asset Allocation
2.2 Prozess der Portfolio Selection
2.3 Bestimmung der Korrelationen
2.4 Inputparameter der Asset Allocation
2.5 Benchmarks als strategische Neutralpositionen
3 Praktische Probleme im Kontext mit Korrelationen
3.1 Robustheit der Schätzungen
3.2 Problematik fehlender Marktdatenhistorien
3.3 Globalisierung der Finanz- und Kapitalmärkte
3.4 Entwicklungen der Korrelationen in der Finanzmarktkrise
3.5 Strategien zur Berücksichtigung der kritischen Thematiken
4 Stellenwert der Korrelationen auf Gesamtbankebene
4.1 Korrelationen im Risikomanagement
4.1.1 Methoden der Risikoaggregation
4.1.2 Aggregation mittels Copula Methode
4.1.3 Moderne Historische Simulation
5 Fazit und Ausblick
Anhang
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Asset Allocation?
Asset Allocation bezeichnet die optimale Aufteilung des verfügbaren Kapitals auf verschiedene Anlageklassen (Vermögenskategorien) zur Risikostreuung.
Welche Rolle spielt die Portfoliotheorie von Markowitz?
Die Theorie von Harry Markowitz bildet die wissenschaftliche Grundlage für die moderne Vermögensaufteilung und die Berechnung des Risiko-Rendite-Profils.
Warum sind Korrelationen für Banken so wichtig?
Korrelationen beschreiben die Abhängigkeiten zwischen Anlagen; sie sind entscheidend für die Berechnung des Gesamtrisikos und das Risikomanagement.
Wie beeinflusste die Finanzkrise die Asset Allocation?
Die Krise zeigte, dass historische Korrelationen in Stressphasen instabil werden können, was neue Anforderungen an die Risikoaggregation (z. B. Copula-Methode) stellt.
Was ist der Unterschied zwischen strategischer und taktischer Asset Allocation?
Die strategische Allocation setzt die langfristige Grundausrichtung fest, während die taktische Allocation kurzfristige Marktchancen nutzt.
- Arbeit zitieren
- Rabea Hacker (Autor:in), 2010, Abbildung von Abhängigkeiten in der Asset Allocation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210505