In der vorliegenden Ausarbeitung sollen, ausgehend von einer allgemeinen Definition über den Begriff der „Politischen Utopie“, Morus' Utopie und Hobbes' Leviathan miteinander verglichen werden. Der Begriff der Utopie im Kontext der Ausführungen orientiert sich an spezifisch politischen Kontexten, da diese Abstraktion für die Ausarbeitung in einem begrenzten erkenntnistheoretischen Rahmen von ca. zwanzig Seiten unerlässlich ist. Anhand einer kategorialen Eingrenzung werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufgezeigt, um wissenschaftlich verwertbare Aussagen im Zuge dieser Analyse herauszustellen.
Ausgehend von den vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und religiösen Krisen der anbrechenden Neuzeit präsentieren Morus und Hobbes in ihren Werken fiktive und radikale Lösungsmöglichkeiten.
Der Autor hat sich dafür entschieden, ausgehend vom Staatsaufbau beider Autoren die Kategorie (a) der Anthropologie des Menschen und (b) der Eigentumsverhältnisse sowie der (c) religiösen Gesinnungs-/Erziehungsfreiheit vergleichend zu analysieren.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung und Zielformulierung
1. Die Neuzeit als Krisenerscheinung
2. Der Begriff der Politischen Utopie
3. Analytischer Vergleich
3.1 Mensch, Eigentum und Religion auf der Insel Utopia
3.2 Mensch, Eigentum und Religion im Körper des Leviathans
3.3 Zusammenfassung
4. Fazit
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was vergleichen Morus und Hobbes in ihren utopischen Werken?
Die Arbeit vergleicht Thomas Morus' „Utopia“ und Thomas Hobbes' „Leviathan“ hinsichtlich Anthropologie, Eigentumsverhältnissen und Religion.
Wie unterscheidet sich das Menschenbild bei Morus und Hobbes?
Die Analyse untersucht die anthropologischen Grundannahmen: Morus' eher optimistisches Bild in einer idealen Gemeinschaft versus Hobbes' pessimistisches Bild des Menschen im Naturzustand.
Welche Rolle spielt das Eigentum in der Insel Utopia?
In Morus' Utopia herrscht eine Form von Gemeineigentum, das als Lösung für soziale und wirtschaftliche Krisen der Neuzeit präsentiert wird.
Wie wird religiöse Freiheit im Leviathan behandelt?
Hobbes betrachtet Religion oft unter dem Aspekt der staatlichen Stabilität und der Autorität des Souveräns, um Bürgerkriege zu verhindern.
Warum gelten beide Werke als radikale Lösungsmöglichkeiten?
Beide Autoren reagierten auf die Krisen der anbrechenden Neuzeit mit fiktiven Staatsmodellen, die eine vollständige Neuordnung der Gesellschaft vorsahen.
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- Christian Knape (Autor), 2013, Thomas Morus und Thomas Hobbes - Ein theoretischer Vergleich zweier Utopie-Paradigmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210372