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Agenda-Setting und Priming

Herausbildung und aktueller Forschungsstand zweier Modelle der Medienwirkung

Título: Agenda-Setting und Priming

Trabajo Escrito , 2011 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tobi Remsch (Autor)

Política - Principios básicos y general
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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden Hörfunk und Film als moderne Medien jenseits der drucktechnischen Reproduktion und eroberten rasch die gesamte westliche Welt. Damals prägte sich auch die Medienwirkungsforschung aus, die heute als Schnittstelle der Kommunikations- und Medienwissenschaften angesehen wird. Wissenschaftler diskutieren seitdem kontrovers über die Stärke und Wirkungsmacht des medialen Einflusses auf den Prozess der politischen Willens- und Meinungsbildung. Die anhaltende Wichtigkeit und Aktualität dieser Frage ergibt sich einerseits aus der Tatsache, dass Bürgerinnen und Bürger Informationen über politische Themen kaum aus erster Hand erhalten und daher stets auf die Massenmedien angewiesen waren. Andererseits führen in unserer heutigen Zeit komplexer werdende politische Strukturen und eine wachsende Anzahl von Medien zur Ausweitung des Gebrauchs der vielfältigen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung zur politischen Meinungsbildung.

Im Kern dreht sich die Debatte um die Frage nach den wechselseitigen Beziehungen zwischen objektiver, medialer und sozialer Realität. Zwei Modelle der Medienwirkung setzen bei dieser Fragestellung an und werden das Thema dieser Arbeit sein: Agenda-Setting und Priming. Zunächst wird eine Definition und Erklärung der beiden Ansätze folgen, sowie ein historischer Abriss, in dem die Evolution der Modelle und eine Auswahl verschiedener Studien beschrieben werden. Darüber hinaus wird auch der aktuelle Stand der Forschung illustriert und die Frage gestellt, ob und inwiefern Agenda-Setting und Priming auch im 21. Jahrhundert lohnenswerte und interessante Untersuchungsgegenstände sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Was sind Agenda-Setting und Priming?

3. Die Erforschung des Agenda-Setting Effekts

3.1 Die Chapel-Hill Studie

3.2 Modell des Agenda-Settings nach McCombs und Shaw

3.3 Agenda-Setting in Zeitreihenuntersuchungen

3.4 Agenda-Setting im Experiment

3.5 Weiterentwicklung des Agenda-Setting Modells

3.6 ‚TriggerEvents‘

4. ‚Second Level Agenda-Setting‘: Priming

4.1 Die Erforschung des Priming

5. Agenda-Setting und Priming im 21. Jahrhundert

5.1 Die ‚Public Agenda‘ im Wandel der Zeit

5.2 Medienagenden im 21. Jahrhundert

5.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die historische Entwicklung der Medienwirkungsmodelle Agenda-Setting und Priming. Ziel ist es, die Wirkungsweise dieser Konzepte auf die öffentliche Meinungsbildung zu analysieren und ihre Relevanz sowie Anwendbarkeit unter den veränderten Bedingungen der heutigen Medienlandschaft im 21. Jahrhundert kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Entwicklung und theoretische Konzepte von Agenda-Setting und Priming
  • Analyse wegweisender empirischer Studien (u.a. Chapel-Hill, Funkhouser, Iyengar & Kinder)
  • Differenzierung zwischen First-Level und Second-Level Agenda-Setting
  • Einfluss von "Trigger Events" auf die Medien- und Publikumsagenda
  • Herausforderungen der klassischen Medienwirkungsforschung durch Digitalisierung und Internet

Auszug aus dem Buch

3.4 Agenda-Setting im Experiment

Zwar hatten Zeitreihenuntersuchungen zum Agenda-Setting Effekt eine Überprüfung der kausalen Ordnung ermöglicht und damit den Beweis erbracht, dass die Medien tatsächlich die öffentliche Meinung beeinflussen, jedoch wurde der Effekt noch nicht in einem Experiment auf den Einfluss von Drittvariablen untersucht. Ein erstes, streng kontrolliertes und heute sehr bekanntes Laborexperiment führten Iyengar und Kinder in den Jahren 1980-82 durch.

Per Anzeige wurden in der Region um New Haven, Connecticut Teilnehmer geworben, die einen Querschnitt der Bevölkerung darstellten. So waren beispielsweise alle Altersgruppen zwischen 19 und 63 Jahren vertreten und 54 % derjenigen, die sich auf die Anzeige hin meldeten waren Frauen, 30 % Schwarze. Die Teilnehmer wurden per Zufallsprinzip auf zwei Gruppen verteilt, eine Experimantal- und eine Kontrollgruppe. Vor Beginn des eigentlichen Experiments wurden sie aufgefordert, einen umfangreichen Fragebogen auszufüllen, unter anderem zu politischen Themen und zur Parteipräferenz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Es wird der geschichtliche Kontext der Medienwirkungsforschung umrissen und die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der wechselseitigen Beziehung von objektiver, medialer und sozialer Realität eingeführt.

2. Was sind Agenda-Setting und Priming?: Dieses Kapitel definiert die Kernbegriffe des Agenda-Settings und des Primings und stellt die klassische Hypothese dar, dass Medien die Themenauswahl der Öffentlichkeit maßgeblich beeinflussen.

3. Die Erforschung des Agenda-Setting Effekts: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der wichtigsten Meilensteine der Forschung, angefangen bei der Chapel-Hill Studie bis hin zu experimentellen Nachweisen und der Modellierung von Trigger Events.

4. ‚Second Level Agenda-Setting‘: Priming: Hier wird das Konzept des Priming als Weiterentwicklung erläutert, welches untersucht, wie mediale Priorisierung unterbewusst Bewertungsmuster und Einstellungen der Rezipienten formt.

5. Agenda-Setting und Priming im 21. Jahrhundert: Das abschließende Kapitel diskutiert die Herausforderungen, die das Internet und die fragmentierte Mediennutzung an die klassische Forschung stellen, und zieht ein Fazit über die anhaltende Relevanz der Modelle.

Schlüsselwörter

Medienwirkungsforschung, Agenda-Setting, Priming, Public Agenda, Medienagenda, Politische Kommunikation, Chapel-Hill Studie, Second Level Agenda-Setting, Trigger Events, Rezipientenverhalten, Massenmedien, Meinungsbildung, Sozialpsychologie, Internet, Nachrichtenzyklen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Medienwirkungsmodelle Agenda-Setting und Priming, deren theoretischen Fundamenten sowie ihrer Entwicklung im historischen Verlauf.

Welche zentralen Themenfelder werden in dem Dokument behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Agenda-Settings (die Setzung von Themen durch Medien) und des Primings (die Beeinflussung von Bewertungsmaßstäben), sowie deren Interaktion mit der politischen Meinungsbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie Medien die Wahrnehmung der sozialen Realität beeinflussen, und prüft kritisch, ob und wie diese klassischen Modelle im 21. Jahrhundert unter veränderten medialen Bedingungen weiterhin Bestand haben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in den vorgestellten Studien angewendet?

Die zitierten Studien nutzen eine Vielfalt an Methoden, darunter Inhaltsanalysen, Bevölkerungsumfragen zur Erhebung der Publikumsagenda, Längsschnittanalysen sowie kontrollierte Laborexperimente.

Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Evolution der Agenda-Setting Forschung, die experimentelle Absicherung durch Studien wie die von Iyengar und Kinder sowie die Analyse aktueller Herausforderungen durch neue digitale Medien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Agenda-Setting, Priming, Medienwirkung, Publikumsagenda, politische Meinungsbildung und die Dynamik von Nachrichtenzyklen im Internetzeitalter.

Warum wird im Dokument der Begriff "Trigger Events" so hervorgehoben?

Trigger Events werden eingeführt, um zu verdeutlichen, dass spektakuläre Ereignisse (wie etwa Naturkatastrophen) einen stärkeren Einfluss auf die Agenda haben können als die klassische mediale Berichterstattung allein.

Welchen Einfluss hat das Internet laut der Arbeit auf die klassischen Modelle?

Das Internet führt zu einer stärkeren Fragmentierung der Informationsquellen, was die klassische Erfassung von Aggregatdaten erschwert, aber die Grundannahmen der Medienwirkung nicht grundsätzlich aufhebt.

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Detalles

Título
Agenda-Setting und Priming
Subtítulo
Herausbildung und aktueller Forschungsstand zweier Modelle der Medienwirkung
Universidad
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Curso
Ereignismanagement
Calificación
1,0
Autor
Tobi Remsch (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
19
No. de catálogo
V209056
ISBN (Ebook)
9783656365839
ISBN (Libro)
9783656620716
Idioma
Alemán
Etiqueta
Agenda Agenda-Setting
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobi Remsch (Autor), 2011, Agenda-Setting und Priming, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209056
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